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Myriams Trick

Das „Ei“ mit den Auto mit ausländischem Kennzeichen: Was die Süd-Tiroler Freiheit den Südtiroler Gastwirten und den Saisonarbeitern rät.

Das neue Salvini-Dekret, wonach Personen, die einen Wohnsitz in Italien haben, nicht mehr mit einem im Ausland zugelassenen Auto fahren dürfen, führe auch im Gastgewerbe zu massiven Problemen, kritisiert die Süd-Tiroler Freiheit.

Vielen Saisonarbeitern sei bereits das Autobüchlein abgenommen und somit das Auto beschlagnahmt worden − trotz unklarer Handhabung des Gesetzes.

Der Tourismus in Südtirol sei eine zentrale Säule der Wirtschaft. Aufgrund des vorherrschenden Fachkräftemangels im Gastgewerbe sei es daher unabdingbar, auf ausländische Saisonskräfte zurückzugreifen, betont die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz Tammerle.

Doch durch das neue Kfz-Kennzeichen-Dekret verschlimmere sich der Fachkräftemangel. Unzählige ausländische Mitarbeiter hätten bereits angekündigt, nicht mehr zum Arbeiten nach Süd-Tirol zu kommen.

De facto sei es bereits so, dass Polizeikräfte, durch das sofortige Beschlagnahmen der Autos – in vielen Fällen zu Unrecht − auch ausländische Saisonsmitarbeiter ohne Hauptwohnsitz in Italien zu Verbrechern gemacht hätten, so Atz Tammerle.

Den Gastwirten empfiehlt die STF, ihren ausländischen Arbeitskräften mitzuteilen, dass sie sich in ihrem Herkunftsort eine Wohnsitzbescheinigung aushändigen lassen und diese mit dem in Südtirol abgeschlossenen Arbeitsvertrag im Auto mitführen sollen.

„Somit zeigt man den Polizeikräften bei der Kontrolle auf, dass man keinen Wohnsitz hierzulande besitzt und nur für eine bestimmte Zeitspanne in Südtirol beruflich untergebracht ist“, so Atz Tammerle.

Besonders eklatant sei auch die Tatsache, dass einheimische Hotelmitarbeiter nicht mehr die Autos der ausländischen Gäste parken, verstellen oder zur Waschanlage bringen dürfen.

„Im Ganzen gesehen führt dieses Vorgehen Italiens zu einem hohen Qualitätsverlust im Tourismus und ist sowohl für die einzelnen Betriebe als auch für ganz Südtirol geschäftsschädigend“, schließt die Landtagsabgeordnete.

 

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