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„Landesweites Problem“

Nach dem Boykott-Aufruf des Tourismusvereines Wolkenstein: Was die Präsidenten von HGV und hds zu den Trittbrettfahrern sagen, die zwar von Initiativen profitieren, aber nicht mitzahlen.

von Heinrich Schwarz

Die TAGESZEITUNG hat sich nach dem Boykott-Aufruf des Tourismusvereines Wolkenstein umgehört. Wie berichtet, hat der Tourismusverein Wolkenstein seine Mitglieder in einem Schreiben dazu aufgerufen, jene Betriebe zu meiden und nicht zu empfehlen, die keine zahlenden Mitglieder sind. Das Argument: Wer vom Tourismus profitiert, solle auch seinen Beitrag für die touristische Entwicklung leisten.

Der Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), Manfred Pinzger, sagt zum Thema Trittbrettfahrer: „Für mich ist es schon verwunderlich, dass es bei einigen Unternehmen nicht die Erkenntnis gibt, dass sie ihren Beitrag leisten sollen. In Wolkenstein etwa ist der Tourismus die absolut treibende Säule der Wirtschaft, sodass sich jeder Unternehmer bewusst sein sollte, dass er einen entsprechenden Beitrag zu leisten hat. Das setze ich schon voraus.“

Philipp Moser ist froh, dass die Diskussion um die Trittbrettfahrer angestoßen wurde. Der Präsident des Handels- und Dienstleistungsverbandes (hds) spricht von einem landesweiten und sektorenübergreifenden Problem über die Tourismusvereine hinaus.

EINEN AUSFÜHRLICHEN ARTIKEL DAZU LESEN SIE IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (13)

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  • andreas

    Lustig, dass dies gerade in Wolkenstein passiert, einem Dorf, wo die Bewohner wohl im Durchschnitt die reichsten von Südtirol sind und welches eigentlich alles dem Tourismus und früher der Holzschnitzerei zu verdanken hat.
    Jedes Geschäft und jeder Handwerker profitiert dort vom Tourismus, denn wegen den paar Einwohnern, würde sich wohl kein Geschäft lohnen.

  • meinemeinung

    Tourismusabgabe für gewisse Herrn ,die sich gratis in den Strukturen der Touristiker mit Familie ausleben ,alle Vorteile nutzen und andere Kritisieren wenn ein Handeltreibender oder Handwerker (auch Angestellter) die Anlagen nutzt.
    Touristiker die Ihre Geschäfte nicht in der Gemeinde machen und dem Handwerker von weis ich wo herholt ,solche Leute erwarten sich noch einen Beitrag von solchen Betrieben ,einfach lächerlich

  • einereiner

    Wieso sollen die Handwerker die Hotelliere unterstützen? Das Geld der Touristen fliesst doch bei den Hotels herein und gehört dort abgezweigt. Ansonsten müssten die Handwerker von den Hotels höhere Preise verlangen um es den Hoteliers dann über die Abgabe wieder zurückzugeben. Ein Irrsinn!

    • yannis

      >>> Ein Irrsinn.
      sehr zutreffend, die Urasche liegt wohl darin dass NIEMAND jemals den Hals voll kriegt.

    • guyfawkes

      Hier muss ich dir zu 100% zustimmen.
      Der Handwerker wäre gezwungen die Abgabe in Form von höheren Preisen an seine Kunden (u.A. Hotels) weiterzugeben und diese würden sich dann (anderswo/ausserhalb der Provinz) um preisgünstigere Handwerker umschauen.
      Ein totaler Nonsens!

      Liebe Tourismustreibende – es ist eigentlich ganz einfach:
      Werbung wird IMMER vom KUNDEN über den Preis der PRODUKTes bezahlt. Was ist daran so schwierig zu verstehen?? Für die die es noch immer nicht verstanden haben sollten: Das PRODUKT ist die ÜBERNACHTUNG.
      Einige von euch verstehen diesen ganz einfachen Zusammenhang vielleicht wirklich nicht. Die meisten aber können schon eins und eins zusammenzählen: sie wollen es nur nicht verstehen, weil es halt angenehm ist wenn andere für die Werbung des eigenen Produktes mitbezahlen.

      • andreas

        Sehe ich im Fall von Wolkenstein nicht so, in anderen Gemeinden ist es etwas anders.
        Der Reichtum des Dorfes steht und fällt mit dem Tourismus, warum sollen sich also nicht auch die beteiligen, welche den größten Teil ihres Umsatzes den Touristen verdanken?
        Es steht jedem frei, den Beitrag zu bezahlen und wenn jemand sich die Freiheit nimmt, nicht zu zahlen, soll er nicht jammern, wenn er von Seiten des Tourismus auch keine Solidarität zu erwarten hat.

        • guyfawkes

          Wenn es sich bei dem „Trittbrettfahrer“ um ein Restaurant (oder einem anderen gastgewerblichen Betrieb der sich weigert dem Tourismusverein eine Abgabe zu zahlen) handelt, kann ich den Unmut nachvollziehen – bei einem Handwerksbetrieb keinesfalls.

          Dass ein „Boykottaufruf“ (= versuchte Erpressung) und „keine Solidarität“ nicht ganz dasselbe ist, dürftest du selbst wissen.

          • andreas

            Boykottaufruf und dezenter Hinweis darauf, wer es vorzieht die Tourismusabgabe nicht zu bezahlen und wie man damit umgehen könnte, ist in der Sache zwar genau dasselbe, klingt aber nicht so dramatisch. 🙂
            Meines WIssens ist z..B. die Auslastung der Tischler in Gröden recht gut und die arbeiten viel mit den Hotels.

            Nenne es Solidarität oder Zusammenhalt, jedenfalls finde ich es OK, sofern die Beiträge gestaffelt sind, richtig, dass sich alle Gewerbetreibenden in Dörfern wie Wolkenstein beteiligen.
            In z.B. Kastelruth, Natz oder Barbian sehe ich es etwas anders.

          • einereiner

            Ich wäre dafür, dass die kleine Tochter vom Handwerker einen Teil ihres Taschengeldes als Unterstützung an die Hoteliere gibt.
            Senfomat——hast du jetzt verstanden, dass du große Bullenscheisse redest? Eine Geldabgabe zu den Hotellieren hin ist Nonsens. Die sitzen an der Geldquelle uns sollen zahlen!

          • andreas

            @einereiner
            Ist mir eigentlich egal wie du es siehst.

          • einereiner

            @andreas
            Schön, dass du auch auf den Namen Senfomat hörst. Grins.

  • gestiefelterkater

    An die Klugscheißer vom HGV und hds, zuerst sollte der Handwerker möglichst billig für die Hungerburgen arbeiten, und dann nach Abschluss der Arbeiten versucht man ihnen noch das Hemd aus zu ziehen. Schickt doch eure Zahlungsaufforderungen an IKEA. IKEA verdient mit den Hungerburgbesitzern mehr als die Handwerker. Die feinen Herren können wohl die Spesen der Bürokraten nicht mehr decken oder möchten wieder einigen Sinnlosberuflern ein Pöstchen verschaffen. Das ganze Bürokratengeschwür gehörte längs mal ordentlich ausgemistet. Dann werden auch wieder Arbeitskräfte für sinnvolle Arbeiten frei und es braucht keine ausländischen Arbeiter die dann wiederum Probleme machen. Zahlen die Hotellbesitzer auch da in einen Beitrag? Nein, für die Spesen und Probleme die der Tourismus verursacht ist der Gewöhnliche Bürger zuständig.

  • gestiefelterkater

    Die wahren Trittbrettfahrer sind die Bürokraten, die nie eine nachweisbare Leistung erbringen, mit nichts haften und null Risiko haben. Diese sind die größten Nutznießer des Systems und sollten einen Beitrag, Abgabe zahlen an alle die produktiv tätig sind. Als erstes sollten zum Beispiel die Steuerberater eine Tourismusabgabe bezahlen!

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