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Nibali Superstar

Präsident Giacomo Santini (Foto: Bisti)

Der Sizilianer Vincenzo Nibali ist der große Star der Tour of the Alps, die im April dieses Jahres ausgetragen wird.

In den letzten beiden Jahren strahlten im Rahmen der Tour of the Alps äußerst prominente Gesichter vom höchsten Treppchen des Podests:

Ging der Gesamtsieg 2017 an den Tour-de-France-Triumphator von 2018, den Briten Geraint Thomas, so kürte sich im Vorjahr der spätere Gewinner der Lombardei-Rundfahrt, Thibaut Pinot aus Frankreich, zum Sieger der TotA. Auch heuer will die Rundfahrt ihrem Ruf als ideales Pflaster für aufstrebende Talente gerecht werden und als perfektes Sprungbrett für einen späteren Angriff auf das Rosa Trikot des Giro d’Italiadienen.

Die Tour of the Alps, die am 22. April in Kufstein beginnt und nach fünf Tagen und ebenso vielen Etappen am 26. April in Bozen endet, wurde vom Weltradsportverband UCI erneut als „bedeutendes mehrtägiges Etappenrennen“ (= 2. HC) eingestuft. Seit jeher locken Rundfahrten auf diesem Niveau unzählige Superstars der internationalen Radsport-Szene an – das war auch 2018 nicht anders: Damals nahm unter anderem der viermalige Tour-de-France-Gewinner Chris Froome an der TotA teil. Das Etappenrennen in den Euregio-Regionen war letztendlich die ideale Giro-Vorbereitung für den Briten – schließlich sicherte er sich wenige Wochen später erstmals den Gesamtsieg beim Giro d’Italia.

Denselben Weg wie Froome könnte heuer Vincenzo Nibali vom Team Bahrain-Merida gehen. Der Sizilianer hat 2019 nämlich den dritten Giro-Gesamtsieg im Visier und will sich im Rahmen der Tour of the Alps in die perfekte Form dafür bringen. Bereits 2013 – dem Jahr seines ersten Triumphs beim Giro – war Nibali kurz zuvor beim Vorgänger der TotA, der Trentino-Rundfahrt, nicht zu schlagen gewesen. Auch 2016 nahm der heute 34-Jährige an der Trentino-Rundfahrtteil und sicherte sich Wochen später zum zweiten Mal das Rosa Trikot. Doch damit nicht genug: 2014, als Nibali mit dem Tour-de-France-Gesamtsieg den größten Erfolg seiner Karriere feierte, tankte der „Azzurro“ ebenfalls mit einem Erfolg im Trentino das nötige Selbstvertrauen für seinen späteren Triumph. Wenige Tage vor Beginn der Tour radelte er nämlich bei der prestigereichen „Melinda Trophy“ auf den ersten Platz.

Nun haben Veranstalter der Tour of the Alps im Rahmen einer Pressekonferenz in den Gebäuden der Freien Universität Bozen die teilnehmenden Mannschaften der TotA 2019 bekanntgegeben.

An der Spitze der startenden Teams stehen mit Bahrain-Merida und dem Team Sky zwei der stärksten Fahrrad-Mannschaften der Welt. Sollte sich in den Planungen der britischen Sky-Formation nichts mehr ändern, so dürfen sich die Radsport-Fans besonders auf die Teilnahme von Egan Bernal freuen: Das aufstrebende Supertalent aus Kolumbien genießt nach seinem Triumph bei der Kalifornien-Rundfahrt 2018 das vollste Vertrauen seines Teams und dürfte nach der TotA auch als Kapitän der Sky-Mannschaft in den Giro d’Italia 2019 gehen.

Der dritte „dicke Fisch“ im Rahmen der Tour of the Alps 2019 ist das Team Astana, das im Vorjahr nicht weniger als drei Etappensiege verbuchen konnte. Angeführt wird die kasachische Mannschaft aller Voraussicht nach vom Kolumbianer Miguel Angel Lopez, der die TotA – ebenso wie viele andere Spitzenfahrer – als Generalprobe für den Giro d’Italia in Angriff nimmt. Der Spanier Pello Bilbao, der im Vorjahr die TotA-Startetappe in Folgaria für sich entschieden hatte, ist ebenfalls in den Reihen des Astana-Teams mit am Start. Gespannt sein darf man auch auf die zwei weiteren „World Tour Teams“ Bora-Hansgrohe aus Deutschland (mit dem Polen Rafal Majka in erster Position) und AG2R-La Mondiale aus Frankreich.

Neben den fünf „World Tour Teams“ haben außerdem neun renommierte Profi-Teams ihre Teilnahme an der Tour of the Alps bestätigt. Gleich vier davon kommen aus Italien, nämlich Androni-Sidermec, Bardiani-CSF, Nippo-Fantini-Faizanè und Neri-Selle Italia-KTM. Erstere drei Mannschaften sind zudem beim heurigen Giro d’Italia mit am Start. Spanien ist mit den beiden Formationen Euskadi-Murias sowie Caja Rural Seguros-RGA ebenfalls stark vertreten. Besonders auf die Mannschaft Euskadi-Murias ist aufzupassen:

Hier fahren mit Oscar Rodriguez (bester Kletterer der TotA 2018 sowie Etappensieger bei der Vuelta 2018) und Benat Intxausti (zweifacher Etappensieger beim Giro d’Italia) nämlich zwei ganz heiße Eisen mit. Vervollständigt werden die Profi-Teams von Delko-Marseille-Provence aus Frankreich (mit dem italienischen Fahrer-Trio Mauro Finetto, Iuri Filosi und Alessandro Fedeli), Gazprom-Rusveloaus Russland sowie den Kletter-Experten Manzana-Postobon aus Kolumbien.

Ebenso dabei sind die zwei österreichischen Mannschaften Tirol Cycling Team und Vorarlberg-Samsic. Als 17. Formation ist die italienische Nationalmannschaft von Cheftrainer Davide Cassani eingeschrieben – diese war im Vorjahr dank der hervorragenden Leistung von Nicola Conci besonders ins Rampenlicht getreten.

In den nächsten zehn Tagen geben die Veranstalter die Namen jener drei Teams bekannt, die das 20 Mannschaften starke Teilnehmerfeld komplettieren werden. Möglicherweise kommt dabei ein sechstes World Tour Team hinzu, das – Stand jetzt – seinen Start noch nicht zu 100 Prozent bestätigt hat. Platz finden sicherlich weitere junge, hungrige italienische „Continental Teams“, die im Rahmen der Tour of the Alps die Chance haben, sich bei spektakulären Etappen auf technisch höchstem Niveau mit den besten Radsport-Formationen der Welt zu messen.

Die Stimmen:

Helmuth Zanotti (Verantwortlicher der Abteilung Produktmanagement IDM):    

„Für uns ist die Tour of the Alps weit mehr als ein gewöhnliches Radrennen, das auf allerhöchstem Niveau organisiert wird. Die Zahlen zeigen, dass die TotA in den letzten Jahren enorm an Bedeutung dazugewonnen hat – dies hat die Rundfahrt auch der perfekt funktionierenden Kommunikation und der Verbreitung der Bilder in die ganze Welt zu verdanken.“

Nino Lazzarotto (Präsident des Südtiroler Radsportverbandes):     

„Die Tour of the Alps ist ein ganz besonderes Etappenrennen. Als Radsport-Liebhaber kann ich sagen, dass keine andere Rundfahrt das Spektakel bietet, das bei der TotA dank der anspruchsvollen Streckenführung Jahr für Jahr aufs Neue geboten wird. Das Rennen ist seit jeher eine hochspannende Rundfahrt, die auch die größten Superstars bis auf den letzten Kilometer aus ihren Reserven lockt.“

Giacomo Santini (Präsident des GS Alto Garda):   

„Die Tour of the Alps ist das ideale Projekt, um den Geist der Euregio zu verkörpern. Einst sind wir vom Trentino aus mit dem Ziel gestartet, die bestehenden Ländergrenzen zu überwinden – nun haben wir mit der TotA eine gewinnbringende Allianz geschafft. Das großartige Feedback, das die Rundfahrt immer wieder erhält, ist die beste Belohnung für unseren Mut, den wir aufbringen mussten, um eine internationale Veranstaltung dieses Ausmaßes zu organisieren.“

Die Mannschaften der Tour of the Alps 2019

Folgende 17 Teams haben ihre Teilnahme an der 43. Ausgabe der TotA bestätigt:

WORLD TOUR TEAMS     

1.         Ag2R LA MONDIALE (Frankreich)

2.         ASTANA PRO TEAM (Kasachstan)

3.         BAHRAIN MERIDA (Bahrain)

4.         BORA HANSGROHE (Deutschland)

5.         TEAM SKY (Großbritannien)

PRO CONTINENTAL TEAMS     

6.         ANDRONI-SIDERMEC (Italien)

7.         BARDIANI-CSF(Italien)

8.         CAJA RURAL SEGUROS (Spanien)

9.         DELKO MARSEILLE PROVENCE (Frankreich)

10.       EUSKADI-MURIAS (Spanien)

11.       NIPPO FANTINI FAIZANE` (Italien)

12.       GAZPROM RUSVELO (Russland)

13.       MANZANA POSTOBON Kolumbien)

14.       NERI-SELLE ITALIA-KTM (Italien)

DIE ETAPPEN

Montag, 22. April 2019

1. Etappe: Kufstein – Kufstein

144 km, 2.100 m Höhenunterschied

Schwierigkeit: **

Dienstag, 23. April 2019

2. Etappe: Reith im Alpbachtal – Schenna/Scena

179 km, 3.050 m Höhenunterschied

Schwierigkeit: *****

Mittwoch, 24. April 2019

3. Etappe: Salurn/Salorno – Baselga di Pinè

106 km, 2.650 m Höhenunterschied

Schwierigkeit: ***

Donnerstag, 25. April 2019

4. Etappe: Baselga di Pinè – Cles

134 km, 2.730 m Höhenunterschied

Schwierigkeit: ***

Freitag, 26. April 2019

5. Etappe: Kaltern/Caldaro – Bozen/Bolzano

148 km, 3.100 m Höhenunterschied

Schwierigkeit: ***

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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