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Problemkredite verkauft

Die Südtiroler Sparkasse hat die Abtretung eines Kreditportfolios von 74,5 Millionen Euro formalisiert und die Risikokennzahl damit auf 8,7 Prozent reduziert.

Die von der Südtiroler Sparkasse in den letzten Monaten 2018 abgewickelte Abtretung von notleidenden Krediten mittels Verbriefung wurde jetzt erfolgreich abgeschlossen. Somit senkt die Bank den Bestand an Problemkrediten deutlich. Die entsprechende Risikokennzahl NPL-Ratio reduziert sich auf 8,7 Prozent brutto (4,0 Prozent netto), was den niedrigsten Stand seit sieben Jahren darstellt.

Die Zession ist Teil einer Verbriefungsoperation, an der insgesamt 23 Banken beteiligt waren, wobei Banca Imi die Rolle des sogenannten Arranger übernommen hat.

„Somit liegt die Sparkasse nun mit ihren Risikoindikatoren nicht nur unter den Durchschnittswerten des italienischen Bankensystems, sondern zählt zu den besten Banken hinsichtlich des Bestandes an Problemkrediten“, schreibt die Bank in einer Aussendung.

Von Sparkassenseite wurde die Verbriefung von der Direktion NPE unter der Leitung von RA Luca Cristoforetti umgesetzt. Somit wurden 2018 zwei bedeutende Abtretungen von Kreditportfolios von insgesamt 175 Millionen Euro abgeschlossen.

Damit konnte der Bestand an Problemkrediten von 807 Millionen Euro Ende 2017 auf 503 Millionen Euro Ende 2018 verringert werden. Hervorzuheben sei der überaus positive Deckungsgrad für Problemkredite, der sich auf 56,3 Prozent belaufe.

„Dies ist eine Bestätigung, dass die Bank weiterhin und verstärkt dem Vorsichtsprinzip Rechnung trägt. Die Abtretung des Kreditportfolios zu Jahresende sowie jene vom Juni 2018 haben keine signifikanten Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2018“, so die Sparkasse.

Der Präsident Gerhard Brandstätter und der Beauftragte Verwalter sowie Generaldirektor Nicola Calabrò erklären: „Unsere Sparkasse baut den Bestand an Problemkrediten weiter ab. Dieser konnte auf das Niveau von 2011 – Zeitpunkt, als der negative Trend ausgelöst wurde – verringert werden. Diese Ergebnisse konnten dank einer klaren Strategie, die den Fokus in den letzten vier Jahren unter anderem auf den Abbau der Risiken gelegt hat, erzielt werden. Wir sind überzeugt, dass die Geschäftsergebnisse 2018, die in rund zwei Wochen vom Verwaltungsrat genehmigt werden, das Bild einer bestens aufgestellten Bank wiedergeben.“

Der Verantwortliche der Direktion NPE, RA Luca Cristoforetti, erklärt: „Es freut uns, diese weitere Operation abgeschlossen zu haben. Die Abteilungen der Bank haben 2018 mit großem Einsatz daran gearbeitet, um eine Reduzierung von 304 Millionen Euro zu erreichen, die sowohl dank der Abtretungen (175 Millionen Euro), als auch dank der Wiedereinbringung notleidender Kredite (139 Millionen Euro) verwirklicht werden konnte. Unsere Pläne sehen vor, die Kennzahl NPL innerhalb 2021 auf unter sechs Prozent zu senken und somit unter dem – vom italienischen Bankenverband ABI angesetzten – Durchschnitt des Bankensystems zu liegen.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • george

    Und was tun sie mit der Abschreibung dieser faulen Kredite, die sie selbst mit eingebrockt haben? Umschreiben auf andere Institute, die mit einem Zusatzzuckerle abgefunden werden, damit sie diese faulen Kredite übernehmen, aber ausgleichen kann sie trotzdem immer der einfache Sparer. Das ist nichts anderes als Weiterschieben von faulen Geschäften, die immer noch stinken.

  • pingoballino1955

    Ja warum habt ihr eigentlich notleidende Kredite gekauft???? Bin kein Bankmanager,klärt mich bitte auf! Bitte nicht die Krise 2008 zuziehen,das sind faule Ausreden,habt ihr euch vor lauter Bankengier verspekuliert???? Lektüre: Bankomat von Herrn Franceschini wäre zu lesen,dann versteht man mehr.Wolltet ihr das Erscheinen des Buches nicht verhindern??????Ist euch wohl nicht gelungen!!!!

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