Du befindest dich hier: Home » News » Fürstliches Gehalt

Fürstliches Gehalt

Der Direktor des öffentlichen Wirtschaftsdienstleisters IDM, Hansjörg Prast, verdiente im Vorjahr inklusive einer 18.000-Euro-Prämie 215.198 Euro.

von Heinrich Schwarz

Seit etwas mehr als zwei Jahren gibt es nun schon den öffentlichen Wirtschaftsdienstleister IDM Südtirol. Die IDM entstand aus dem Zusammenschluss der vier Organisationen EOS, SMG, TIS und BLS. Zwar gibt es die BLS weiterhin, sie ist aber nur mehr für den Technologiepark zuständig. Die EOS wurde von der Handelskammer eingebracht, der Rest vom Land. Das Land besitzt 60 Prozent der IDM, die Handelskammer 40 Prozent.

Die IDM ist zuständig für Tourismus- und Agrarmarketing, Standort-Entwicklung, Innovation und Export.

Jetzt hat die Gesellschaft – wie vom Transparenzgesetz vorgesehen – die Bezüge ihrer Führungskräfte offengelegt. Dabei sticht vor allem eine Person mit einem fürstlichen Gehalt hervor: IDM-Direktor Hansjörg Prast.

Er erhielt im Vorjahr eine Bruttojahresvergütung von 197.198 Euro. Hinzu kam eine Prämie für die Erreichung bestimmter Ziele von 18.000 Euro. Macht insgesamt 215.198 Euro.

Damit verdient Hansjörg Prast mehr als die meisten Primare im Südtiroler Sanitätsbetrieb und ungefähr so viel wie der Sanitätsdirektor.

LESEN SIE IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG:

Wie viel die weiteren IDM-Führungskräfte verdienen

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (22)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • vogel

    18.000 Euro Prämie dafür, dass jemand seine Arbeit erledigt ist schon happig.
    Aber was ist dann der Rest des Lohnes von 197.198 Euro, ein bedingungsloses Grundeinkommen?

    • tiroler

      In Südtirol zeichnen sich immer mehr einzelne Klassen ab:
      1. Die erfolgreichen, teilweise mittelgroßen Unternehmer, die es durch Geschäftstüchtigkeit und Fleiss selbst geschafft haben mehr oder weniger wohlhabend zu sein.
      2. Angestellte Topverdiener und Manager in der Privatwirtschaft, deren Lohn 100% gerechtfertigt ist, weil sie wirtschaftlichen Mehrwert schaffen.
      3. „normale Arbeitnehmer öffentlich oder privat, welche durchschnittlich verdienen und jeden Tag ihre Pflicht erfüllen.

      Aber dann kommt die 4. Kategorie, sozusagen die V.I.P.s und selbsternannten Superstars die sich die Höhe ihres Gehalts selbst beschließen, und zwar alle möglichen Amtsdirektoren und Führungskräfte in der öffentlichen und teilöffentlichen Vewaltung, Landesverwaltung, IDM, Energiegesellschaften und so weiter und sofort.
      Deren Gehälter werden ausschließlich mit den Steuern der erstgenannten bezahlt, deshalb sind ihre horrenden Gehälter ein Schlag ins Gesicht aller anderen

      • kurt

        @tiroler
        Bravo!!!!!!!!!!!!.

      • stefan28

        Bravo Tiroler, für die größere Verantwortung ist es sicher richtig, dass man mehr verdient, aber eine Prämie, wenn überhaupt, nur denen zu geben welche eh schon viel verdienen ist eine Sauerei. Die Mitarbeiter mit Normallohn tragen auch zum Erfolg bei und bekommen nichts dafür. Außerdem hat diese Organisation bis heute nie richtig funktioniert, Direktion, Verwaltung und auch andere Bereiche haben durch die Zusammenlegung viel schlechter funktioniert als vorher und auch noch mehr gekostet. Viele Mitarbeiter haben frustriert die Firma verlassen. Man spricht eh schon wieder von Trennung der Bereiche in zwei Firmen, das ist kein Zeichen des Erfolges. Kann es gar nicht glauben, dass die Direktoren und leitenden Angestellten für diesen Misserfolg auch noch belohnt werden. Wenn man in der Hotelbranche tätig ist, dann kennt man einige Personen dieser Organisation und erfährt so Einiges. Diese Prämien der einzelnen Personen hätten schon längst für 2016 und 2017 veröffentlicht werden müssen, jedoch hat es die Verwaltung der IDM bis heute auf deren Homepage nicht gemacht. Die werden schon wissen warum………..Einmal kommt es dann trotzdem ans Tageslicht, wenn auch nicht vollständig. Danke Tageszeitung !!!!

      • echnaton

        hallo mein lieber Tiroler
        du hast wohl keine Ahnung was ein amtsdirektor beim land verdient.
        ich bin zwar keiner aber ein bisschen kenne ich mich aus. die amtsdirektoren sind wohl nicht die gutgezahlten beamten…..

  • florianegger

    Eigentlich sollten solche Neidthemen nicht kommentiert werden. Würden sich beispielsweise die ganzen Techniker, Experten und Koordinatoren bei Bauprojekten mit denselben Prozentanteilen der Baukosten zufrieden geben, wären wohl die allermeisten Bauten im Land um 20% günstiger. Dennoch ist ein erfolgsgekoppelter Verdienstmodus fairer als eine Tarifentlohnung.

  • morgenstern

    So langsam verstehe ich warum Südtirol beim Durchschnittseinkommen im Vergleich zum restlichen Italien vorn liegt, und das trotz Hungerlöhne für die große Masse der arbeitenden Bevölkerung.

    • leser

      ja so ist es , höchstgehälter werden in südtirol von öffentlichen gehältern bezahlt
      in der privatwirtschaft würde prast wohl nicht so erfolgreich sein und sein grinsen in die kamera wohl etwas schwerfälliger ausfallen, aber so ist es halt
      aber immerhin, uahlt der bürger nur die hälfte zu dem was der superstar im SMG damals für seine selbstgemachten verträge herausgedrückt hat er versorgte sich mit einem jahresgehalt von einer knappen halben million
      dafür musste er sich beim abgang noch mit eine auszeit an die normalen verhältnisse anpassen

      • besserwisser

        @leser: der herr prast kommt aus der privatwirtschaft (dr.schär) und hat sein gehalt von dort „mitgenommen“. bevor man die neidspirale mitschürt sollte man sich informieren …
        höchstgehälter: sie haben wohl keine ahnung was ein höchstgehalt ist. die dimensionen für verantwortungsträger in mittelständischen und größeren unternehmen befinden sich deutlich über 200.000

        • tiroler

          @ besserwisser: in der Privatwirtschaft wird nach Leistung bezahlt, d. H. es muss isch für den Arbeitgeber finanziell lohnen, ansonsten werden nicht solche Gehälter bezahlt.
          Solche Gehälter mit Steuergeldern zu bezahlen ist ein no go. Moralisch und wirtschaftlich verwerflich.
          klar??

          • besserwisser

            @tiroler: glauben sie wirklich das sie dann eine person mit dem format eines hjp bekommen? das ist ein frommer wunsch …

          • tiroler

            @besserwisser: ihr nickname sagt schon alles. es macht keinen sinn mit ewigen Besserwissern zu debattieren. verschwendeete zeit und energie

        • leser

          dann schau dir mal an was ein manager in dieser gehaltebene tun muss , nicht zu vergleichen mit diesen ämtlein mein lieber, abgesehen davon, dass du ohne vitamin-B da gar nie reinkommst
          ich beneide niemanden, sondern ich äussere mich lediglich zu situationen wie sie in unserem superland in den öffentlichen positione vorherrschen

  • realist

    Leistungs-gekoppelte Entlohnungen sind in solchen, aber auch in vielen anderen Bereichen mit solchen Positionen unabdingbar um solche Betriebe weiter zu bringen.
    Allerdings müssen dann die angeforderten Ziele hoch genug gesteckt sein, auch im Vergleich zu ähnlichen Positionen in Europa.
    Das fördert die Betriebe, die Person selbst u. vor allem das ganze System an sich.
    Wenn dann die Betriebsergebnisse transparent u. nachvollziehbar sind, sollten dann auch solche Entlohnungen akzeptiert u. ohne große Aufregung anerkannt werden.

    • leser

      man kann das aber nicht betriebe nennen, denn ihr ablauf ist nicht nach privatwirtschaftlichen masstäben ausgerichtet, immerhin wird hier öffentliches geld eingesetzt
      wie willst du hier ein leistungsmessprinzip ansetzen
      ich sehe schon einen unterschied, von geld auszahlen, dass erwirtschaftet wird und geld das in einen pott eingezahlt wird

  • yannis

    Zeigt halt wieder, es wäre genug für ALLE da, NUR bei der Verteilung hapert es gewaltig, wenn einer eine zusätzliche Summe in der Höhe die eines „Schinters“ für die Arbeit kassiert die er seinen Arbeitsvertrag gemäß zu erledigen hat.
    Die zusätzliche Motivation beim kleinen Arbeiter lautet anders: Wenn er seine von ihn geforderte Leisung nicht erbringt, FLIEGT er !

  • goggile

    nun mal langsam das sind wohl Bruttogehälter. ein steuerbuggler geht ja auch nicht her und sagt er verdient soundsoviel brutto. es zählt nur netto

    • stefan28

      Das sind sicher die Bruttogehälter, netto bleibt da viel weniger das weiß man, aber immer noch sehr viel pro Monat. Man versteht jedoch nicht warum es bei solchen Beträgen noch Prämien geben soll. Wer diese genehmigt hat sollte sie selber bezahlen müssen. Man kann doch nicht nur die Top-Verdiener belohnen. Kann bei gutem Gelingen auch nicht nur den Chefkoch eine Belohnung geben, sondern muss alle gleich behandeln. Denn was wäre einer ohne den anderen. In der Politik und mit öffentlichen Geldern scheint man da anderer Meinung zu sein. Traurig aber wahr.

  • gerry

    Unsere Politiker legen die Gehälter fest . Es wär sinnvoller wenn eine unabhängige Kommission vertreten von allen Sparten dies festlegen würde. z.B. Arbeitnehmerverband, Handwerkerverband, Industriellenverband , Tourismusverband ecc. Bin überzeugt dass es solche Gehälter sicher nicht mehr geben würde ,denn es gibt in Südtirol viele tüchtige Unternehmer mit dutzenden von Angestellten die bei weitem nicht so viel verdienen.

    • leser

      du hast bei diesen namen genau die richtigen füchse genannt auf die hühner aufzupassen, ich glaube dass genau diese verbände eine kontrolle benötigen, wieviel geld sie verbraten, das hat man aus der vergangenheit schon zur genüge ansehen können

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen