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    „Abracadabra“

    Sprachakrobatinnen und Wortjongleure waren im Workshop „Dichtermagazin“ im Einsatz.

    Für die Grundschüler ist am Freitag die Woche der Sommerakademie „Sapientia ludens“ mit der Abschlusspräsentation zu Ende gegangen.

    „Es war keine Sekunde langweilig“, freute sich Sommerakademie-Teilnehmerin Alrun: Naturphänomene untersuchen, Hexentänze aufführen, Mathematik und Kunst verbinden – das waren nur einige der vielen Themen, mit denen sich die Grundschülerinnen und -schüler in der vergangenen Sommerakademie-Woche befassten. Die Organisation lag bei der Fachstelle für Inklusion und Gesundheitsförderung am Deutschen Schulamt, Veranstaltungsorte waren Schloss Rechtenthal in Tramin und die Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern in Vahrn. „Es freut mich, dass sich so viele Lehrpersonen über ihren Unterricht hinaus um die Förderung interessierter und talentierter Schülerinnen und Schüler bemühen und die Kinder zur Sommerakademie melden – für die Kinder ein Motivationsschub und eine wichtige Gelegenheit, mit Gleichinteressierten zusammenzuarbeiten“, betonte Siglinde Doblander, Koordinatorin der Sommerakademie.

    Sieben Workshops

    Aus insgesamt sieben Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler ein passendes Interessengebiet für sich auswählen. Reichlich Spaß hatten die Teilnehmer des Workshops „Den Wundern der Natur auf der Spur“, und zwar beim Sammeln und Bestimmen von Insektenlarven. Sprachakrobatinnen und Wortjongleure kamen im Workshop „Das Dichtermagazin“ auf ihre Kosten. Dort ließen die Kinder ihren Ideen freien Lauf, wie sie Gereimtes und Ungereimtes umsetzen können. Über Elfchen, Haikus und ABC-Gedichte kamen sie zu schwierigeren Gedichtformen, schufen Gedichte in Kreuz-, Paar- und umschlungenem Reim.

    Parkende Lego-Roboter

    Dass Mathematik und Kunst mehr gemeinsam haben als vermutet, konnten die Schülerinnen und Schüler in einem weiteren Workshop entdecken: „Die Mathematik ist logisch, Kunst kann logisch sein oder kreativ. Wie machen beides. Wir haben alle Fantasie“, bemerkte Melanie. Die Kinder bearbeiteten mathematische Fragestellungen, gestalteten mit Farben und Zahlen. Eine weitere Gruppe konnte einen Lego-Roboter selbst programmieren und dabei verschiedene Möglichkeiten austesten. Dafür braucht es Geduld, gaben die Schülerinnen und Schüler zu, der Zeitaufwand zahle sich aber auf jeden Fall aus. „Unsere Lego-Roboter können schon vieles, zum Beispiel einparken oder Legosteine einsammeln“, freute sich Schülerin Marie.

    Um unheimliche Wesen ging es im Sommerakademie-Workshop „Abracadabra“

    Fahrzeuge selbst programmieren

    Mit viel Interesse und Forschergeist gingen die Jungen und Mädchen im „Kreativen Forscherlabor“ ans Werk. Sie überprüften Stoffe auf ihre Eigenschaften und wendeten dabei wichtige Labormethoden an. Sie mikroskopierten, filtrierten, sortierten, experimentierten und befassten sich damit, welche Seifenlösung die schönsten Seifenblasen erzeugte. Für kleine Techniker ging beim Workshop „Technik trifft Informatik“ ein Traum in Erfüllung: Alle Teilnehmer konnte ihr eigenes selbst fahrendes Fahrzeug programmieren. Vom Design bis zur Fernbedienung – alles entwarfen und bauten die Jugendlichen selbst. Leonie war begeistert: „Das hier ist besser als Kino und Fernsehen zusammen!“

    Im Englischworkshop „Abracadabra“ wurden Zaubersprüche gereimt, Tänze entwickelt, Geheimschriften entziffert und selbst entworfene gespenstische Fantasiefiguren vorgestellt. Schloss Rechtenthal bot zudem einen passenden Rahmen für gruselige Geschichten und Entdeckungsreisen jeglicher Art.

    Bei der heutigen Abschlussveranstaltung präsentierten die Grundschülerinnen und Grundschüler die Ergebnisse dieser Sommerakademie-Woche einem größeren Publikum. Inspektorin Sigrun Falkensteiner vom Deutschen Schulamt war ebenfalls zu Gast: „Es ist beeindruckend, mit wie viel Freude die Schülerinnen und Schüler ihren Interessen nachgehen. Die Ergebnisse der Workshops sind erstaunlich“, erklärte die Inspektorin.

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