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Das Pfingst-Chaos

Foto: FB/Schöpfer

Die reduzierten Passagierkapazitäten in den öffentlichen Verkehrsmitteln verursachten am Pfingstwochenende großen Unmut unter der Bevölkerung. Viele Menschen mussten lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Ersatzdienste für den Personennahverkehr könnten durch bestehende Kapazitäten gesichert werden, betont lvh-Präsident Martin Haller.

Das schöne Wetter und die zurückgewonnene Bewegungsfreiheit lockten am vergangenen Pfingstwochenende zahlreiche Südtiroler zu verschiedenen Ausflugszielen. Viele wollten ihre Destination mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.

Dass dieser Plan mit langen Wartezeiten verbunden sein würde, hatte niemand erwartet. Die Sicherheitsbestimmungen im Zuge von Covid-19 sehen nämlich auch neue Regeln für den Personentransport vor sprich die Passagierkapazitäten in den Linienbussen mussten aufgrund der Ansteckungsgefahr stark reduziert werden. Entsprechend blieben viele Menschen an den Bushaltestellen stehen und mussten auf den nächsten Liniendienst warten.

Opfer dieser Situation waren nicht nur die Ausflügler, sondern auch Arbeitnehmer, die sich täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit bewegen, so der lvh. Die Situation könnte sich in den kommenden Wochen noch verschlimmern, wenn die Grenzen erst geöffnet sind und wieder Touristen nach Südtirol kommen. „Ich verstehe nicht, warum man das Problem nicht mit lokalen Ressourcen lösen kann. Südtirols Mietwagenunternehmer verfügen über die notwendigen Fahrzeuge und das Personal, um die Liniendienste aufzustocken und den Personentransport im Land zu sichern“, erklärt lvh-Präsident Martin Haller.

Die Wirtschaft im Land anzukurbeln sei gerade jetzt Aufgabe und Verpflichtung sämtlicher Player im Land. „Der Nutzen wäre gleich doppelt gewährleistet: Der von der Coronakrise gebeutelte Mietwagensektor hätte endlich wieder Arbeitsaufträge und die das Land müsste kein zusätzliches Rollmaterial für die Konzessionäre ankaufen“, betont Verbandschef Haller.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (14)

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  • andreas

    Ja genau, kutschieren wir die Leute mit enormen Kosten mit Mietwagen für 1,50 Euro durch die Gegend, den Rest zahlen ja die Steuerzahler….
    Wenn dann die Busse der Reiseunternehmen verwenden, da haben wenigstens mehr Leute Platz.

  • keinpolitiker

    Es ist immer wieder zu sehen, dass die Privatwirtschaft sich an Regeln halten muss, aber der öffentliche Dienst und d.h. unser Gesetzgeber, nichts tut, um die Regeln einhalten zu können.

    Gerade die Mobilität hätte sehr viele Möglichkeiten um dieses Problem schnell zu lösen, aber unser Herr Landesrat lässt sich lieber in den Medien immer wieder mal ablichten, anstatt dafür zu sorgen, dass von den Bürgern die Vorschriften eingehalten werden können.

    Ach, was haben wir tolle Politiker, Achammer, Ladurner, Deeg, Alfreider, Widmann, Schuler usw. und von den Oppositionellen reden wir erst gar nicht.

    • george

      Was heißt hier: „….nd von den Oppositionellen reden wir erst gar nicht.
      Es bestimmen in dieser Zeit ja nur die SVP-Herren und Damen, die anderen werden ja nicht gehört, genauso wie das gemeine Volk. Also, wieso wählt ihr dann solche Geister?

      • keinpolitiker

        @george

        dann sag mir wer von den Oppositionellen halbwegs gute Argumente hatte?
        Einzig Team K, die anderen (Grüne, STF, Freiheitliche usw.) haben immer nur alles schlecht geredet, aber keine Alternative.

        Momentan der beste Beweis: Sven Knoll, er hat die letzte Zeit immer nur gepocht wie die Ösis gut sind und nur Italien die Grenzen nicht öffnen will, jedoch jetzt wo es definitiv umgekehrt ist, hört man kein Wort mehr von ihm.

        Leider ist es wirklich so, dass nur die SVP bestimmt und das unter einem Namen, Kompatscher. Die Landesräte sind alles nur Hampelmänner- und Damen.

        • andreas

          Weder SVP, noch Opposition taugen etwas.
          Die Landesräte Riege hat sich als unbrauchbar erwiesen, die -innen ebenfalls und die Opposition hat auch keine Lösung, außer jammern.

      • titti

        Die anderen sagen auch nichts. Nur im Nachhinein blöden Senf verzapfen!

  • exodus

    Durch die Überlastung der öffentlichen Verkehrsmittel gibt es auf den Strassen wieder sehr viel
    PKW-Verkehr und wir haben noch keine Feriengäste, die alles noch mehr belasten werden.

  • huggy

    Auf dem Foto sieht man, wie die Abstandsregeln eingehalten werden, nämlich gar nicht.

  • freitag

    ALLE Einschränkungen sofort aufheben.

    Der Primar der Intesivabteilung von Mailand sagt das Virus ist aus klinischer Sicht nicht mehr vorhanden.
    Auch in Bergamo gibt es seit 4 Wochen keine neuen Intensivpatienten.

    Infizierte ja, Kranke NEIN

  • nix.nuis

    Assembramento totale, deswegen ist der Kinnschutz unabkömmlich!

  • tirolersepp

    Das war doch vorhersehbar oder etwa nicht ??

    Maskenpflicht wird mit 15. Juni im öffentlichen Raum abgeschafft – keine Sorge !

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