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Das Ei mit der Post

Die Landesregierung wird das auslaufende Dreijahresabkommen mit der Post vorerst nur bis 2021 verlängern. „Sollten die Qualitätsziele bis dahin nicht erreicht werden, wollen wir nach Alternativen suchen.“

Fast genau drei Jahre sind vergangen, seit Landeshauptmann Arno Kompatscher am 5. April 2017 in Rom gemeinsam mit dem damaligen Post-Geschäftsführer Francesco Caio ein dreijähriges Kooperationsabkommen unterzeichnet hat. Da das Abkommen nun ausläuft, hat die Landesregierung am Dienstag auf Initiative von Landeshauptmann Kompatscher über die Verlängerung der Vereinbarung diskutiert.

„Die italienische Postgesellschaft wollte das mehrjährige Abkommen verlängern“, informierte nach der heutigen Regierungssitzung der Landeshauptmann. Die Landesregierung beschloss heute jedoch, die Vereinbarung mit der italienischen Postgesellschaft vorerst für ein Jahr zu erneuern und genehmigte die entsprechende Finanzierung von 5,8 Millionen Euro zusätzlich Mehrwertsteuer.

„Die einjährige Vereinbarung sieht Personalaufstockungen für die Postzustellung und in den Postämtern vor“, berichtete der Landeshauptmann. „Die Suche und Aufnahme des Personals wird dabei direkt die Personalabteilung der Post in Bozen vornehmen. Zudem muss die vereinbarteZustellung der Tageszeitungen in allen 116 Südtiroler Gemeinden täglich von Montag bis Samstag vor 13 Uhr gewährleistet werden“, erklärte Landeshauptmann Kompatscher. Ebenso sollten Einschreiben und Schnellpakete täglich von Montag bis Samstag und Postsendungen „Posta1“ täglich von Montag bis Freitag zugestellt werden. Zu diesem Zweck sollen in Südtirols Postämtern mindestens 20 weitere Schalterbeamte beschäftigt werden. Die Anzahl der Briefträger soll um zehn Prozent erhöht werden. Personaldirektorin Ester Demetz wird diese Personalaufnahme in Südtirol künftig koordinieren.

Auf der Grundlage des Abkommens mit der Post von 2017 war der Forstbestand aller 130 Postämter in Südtirol gesichert worden. Ebenso wurde das nach Verona verlegte Verteilungszentrums wieder nach Bozen zurückgeholt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (4)

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  • huggy

    Es war wohl jetzt schon nach Alternativen zu suchen.
    Das warten bringt nichts dadurch bessert sich Poste Italiane nicht

  • franz1

    Das System ist faul, wenn die Post die Priorität fürs „Amazon-Paktl“ festlegt und den Briefverkehr links liegen lässt sollte sie sich umbenennen!
    Dass ein Brief in Südtirol 3 Wochen unterwegds ist (!), oder liegts doch an den – wie wir zuletzt hatten – italienischsprachigen „Postboten?“
    Dabei musste ich erleben wie ihr „Vorgesetzter“ sie über alle Maße verteidigte, obwohl sie mit Adressen nicht zurecht kamen, doch der Sprache wegen?

  • pingoballino1955

    Herr LH,wie lange wollen sie noch suchen??? Bis zum Nimmerleinstag?? Die Schneckenpost wird so,wie gehabt weitergehen,darüber sind sie sich wohl im Klaren,oder? Alles nur SVP Wahl bla bla-vor den Gemeinderatswahlen und nachher dieselbe Schosse!

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