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„Schließen Schulen in 6 Gemeinden“

LH Arno Kompatscher

Es gibt immer mehr Meldungen über Personen, die sich im Südtirol-Urlaub mit dem Coronavirus angesteckt haben könnten. Nun kommt es auch zu Schulschließungen. Die Liste der Gemeinden.

+++ UPDATE 15:48 UHR +++

Jetzt ist bekannt geworden, in welchen Gemeinden Schulen geschlossen werden:

Das sind die Gemeinden St. Christina, Wolkenstein, Abtei, Welsberg, Prettau und Toblach. Es könnten noch weitere Gemeinden dazukommen, sagt der LH im Landtag.

In den genannten Gemeinden bleiben die Schulen vorläufig für eine Woche geschlossen.

LH Arno Kompatscher nahm am Dienstagnachmittag auch im Landtag zur Coronavirus-Thematik Stellung:

Oberste Priorität habe der Schutz der Bevölkerung, und das gehe nur durch die Verringerung der Risikofaktoren.

Bei einem so schnellen Verlauf könnte das System leicht überfordert sein, daher versuche man, die Kurve flach zu halten und Infektionen hinauszuziehen. Eine Person stecke im Schnitt zwei ein, wenn man auf eins zu eins komme, habe man die Epidemie im Griff. In der Lombardei sei das System überlastet, weil sich das Virus sehr schnell ausgebreitet habe. Daher versuche man, durch frühe Maßnahmen das Ganze hinauszuziehen. Wichtig sei es auch, die Bevölkerung aufzuklären, was ein Verdachtsfall sei, der zu melden sei. Dazu habe man eine Webseite eingerichtet, mit 30.000 Zugreifen in wenigen Tagen. Bei Auftreten von Fieber, Husten, Atemnot werde aus dem Kontaktfall ein Verdachtsfall.

Die Betroffenen würden 14 Tage isoliert, auch zu Hause. Es könne vorkommen, dass ein zu früher Test zu keinem Ergebnis führe, auch wenn das Virus bereits präsent sei. Es gebe kein internationales Protokoll zum Verfahren, daher klappe es oft auch nicht mit der Information zwischen zuständigen Stellen, wenn Touristen betroffen seien, so Kompatscher.

WAS WIR BISLANG BERICHTET HABEN

Die Meldungen über Südtirol-Urlauber, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben (sollen), häufen sich.

Inzwischen soll es 13 Fälle geben – vier bestätigte und neun Fälle, die noch überprüft werden. Betroffen sind Personen aus Deutschland, England und Frankreich, sagte LH Arno Kompatscher am Dienstag nach der Regierungssitzung.

Für großes Aufsehen hat der Fall des Paares aus Niedersachsen gesorgt, das eine Woche bei der Biathlon-WM in Antholz verbracht hat und nun positiv auf das Virus getestet wurde.

Auch weil die Meldungen für den Südtiroler Tourismus fatal sind, will die Landesregierung nun gegensteuern – mit zusätzlichen Maßnahmen.

In jenen Gebieten, in denen sich Südtirol-Touristen angesteckt haben sollen bzw. sich tatsächlich aufgehalten haben, also im oberen Pustertal und in Gröden, sollen die Schulen geschlossen und die Veranstaltungen eingeschränkt werden. Sogar an neue Obergrenzen für das Beladen von Seilbahnen wird gedacht.

Für den Nachmittag hat LH Kompatscher ein neues Rundschreiben angekündigt.

 

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