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„Die Sicherheit garantieren“

Vertreter der Alpenregionen haben in Trient getagt, um ein gemeinsames Management der Großraubtiere zu besprechen.

Für geeignete Instrumente zur Bekämpfung großer Raubtiere – insbesondere der Wölfe und Bären – sprachen sich die Vertreter Südtirols und des Trentino sowie der Regionen Venetien, Lombardei, Friaul Julisch Venetien, Ligurien und Aostatal bei einem Treffen in Trient aus. Sie zeigten sich bereit bereit, die Verantwortung für die notwendigen Maßnahmen selbst zu übernehmen.

In Übereinstimmung mit den europäischen Rechtsvorschriften und nach dem Vorbild der anderen EU-Mitgliedstaaten, die von der Präsenz der Großraubtiere betroffen sind, ersuchen die Alpenregionen die Regierung in Rom und insbesondere das Umweltministerium, einen Managementplan zu genehmigen, der an die Gegebenheiten angepasst ist, in denen sich insbesondere Wölfe ausbreiten.

Während ihres Treffens betonten die Vertreter der Regionen und der Länder Südtirol und des Trentino, dass „niemand den Wert der biologischen Vielfalt unserer Berge und Alpengebiete in Frage stellt, so wie wir es nicht erlauben, gegen die von uns gemeinsam verabschiedeten europäischen Vorschriften zu verstoßen“.

Angesichts einer großen Anzahl von Wölfen und Bären gelte es jedoch, die Sicherheit der Bevölkerung zu garantieren.

Auch gehe es darum, in Folge der wirtschaftlichen Schäden gemeinsame Aktionen zur Vorbeugung und Entnahme großer Beutegreifer ins Auge zu fassen. Mehrfach wurde betont, dass wiederholte Angriffe von Bären und Wölfen – auch in der Nähe bewohnter oder von Touristen besuchter Gebiete – die Bewirtschaftung von Almen und damit die Landschaft nachhaltig schädigen.

An dem Treffen nahmen sieben der acht alpinen Regionen und autonomen Provinzen teil. Das Land Südtirol war durch Landeshauptmann Arno Kompatscher und Forst-, Landwirtschaft- und Tourismuslandesrat Arnold Schuler sowie den Direktor des Amtes für Jagd und Fischerei Luigi Spagnolli vertreten.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (8)

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  • gestiefelterkater

    Es fragt sich wer sind die größeren Raubtiere, die Großraubtiere oder die, die über die Großraubtiere reden? Eine Sache, die sich normalerweise leicht regeln ließe, wird zu einem riesen Problem gemacht. Aber nur so können sie ihrer Wichtigkeit Ausdruck verleihen, des Öfteren treffen und für jede Zusammenkunft extra abkassieren, unsere Großraubtiere. Alles zum Wohle des Volkes, sie helfen Probleme zu lösen die es ohne sie gar nicht gäbe.

  • silverdarkline

    Management der Großraubtiere? An diesem Tisch sehe ich viele „Entnahmemöglichkeiten“. 90% dieser „Personen“ sind eh überflüssig und kosten dem Steuerzahler weit mehr als ein paar Wölfe und Bären. Und wie üblich wird euch Möchtegern-Provinz-Politikern von Rom die kalte Schulter gezeigt werden und das ist auch gut so.

    • yannis

      @silverdarkline

      >>>>Möchtegern-Provinz-Politikern von Rom die kalte Schulter gezeigt werden und das ist auch gut so.

      Und dies ist denen dann auch herzlich egal, schließlich kassieren sie mit ihren „Komödienstadl“ wie bereits @gestiefelterkater es beschrieb ordentlich ab.

  • thefirestarter

    Wollte ungefähr das gleiche wie silverdarkline schreiben…

    In der AltoAdige von gestern ist ein sehr interessanter Bericht zu dem Wolfsrudel (7 Stück davon 4 Jungtiere) im Gebiet des oberen Nonstal. Dabei wurde einem Alpha-Tier ein Band mit Sender angebracht und über Monate seine, und damit des Rudels, Bewegungen verfolgt.
    Heraus kam Nichts, zumindest nichts für die Wolfsgegener, für alle andern und mir ein lautes Aha.
    Die Tiere näherten sich den Siedlungen, ja sie querten sie auch , aber nur tief Nachts und nur um schneller von ein Jadegebiet zum andern zu kommen. Kein Angriff auf irgendwelche Haus- oder Stalltiere. Bei der Jagd kamen sie dem Wohngebieten insofern nahe das sie ihre Beute zur den Wildschutzzäunen der Obstbauern trieben, wo sie leichter zu fangen waren da sie dort nicht weiter konnten.
    Im Gebiet gibt es mehrere Almen und keine meldete irgendwelche Vorfälle mit Wölfen.
    Ansonsten stellte man noch fest das die Tiere in ihrem angestammten Territorium blieben.

    Ich kann nur hoffen das „unsere“ Politiker bei ihrem Vorhaben sich eine „blutige Nase“ holen.

  • george

    „Wölfe im Schafspelz“, die im Extremfall auch nichts anderes tun, als es ein richtiger Wolf tut, nämlich töten.

  • robby

    Wenn mit der selben Verve gegen die übers Mitelmeer eingedrungenen „Raubtiere“ vorgegangen würde ………..

    • thefirestarter

      … dann würde sich die Geschichte wiederholen..
      die Geschichte der (Süd-)Tiroler als Denunzianten, Mitläufer und Täter!
      Jenen Teil der Geschichte des Heiligen Land Tirols den viele gerne vergessen.

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