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„Grüne“ Anreise

Foto: Helmuth Rier

IDM arbeitet mit DB-ÖBB und DB Italia zusammen, um Südtirol-Gästen das Zugfahren schmackhaft zu machen. 

Das Auto in der Garage lassen, das Verkehrschaos vergessen und einfach losstarten in den Urlaub in Südtirol: Diese Idee liegt der Zusammenarbeit zwischen IDM Südtirol, DB-ÖBB und DB Italia zugrunde. Mit detaillierten Informationen in PR-Artikeln und in speziellen Online-Kampagnen zu Reisethemen sollen Südtirol-Gäste informiert und dafür sensibilisiert werden, mit dem Fernzug anzureisen und am Reiseziel öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. So will IDM dazu beitragen, dass der Tourismus in Südtirol nachhaltiger wird und Touristenströme entzerrt werden.    

“Wie komme ich hin?” – das ist eine der ersten Fragen, wenn man einen Urlaub plant. Damit die Antwort darauf im Einklang mit den Werten der Authentizität und Nachhaltigkeit ist, für welche die Destination Südtirol steht, hat IDM eine Zusammenarbeit mit DB-ÖBB und DB Italia gestartet. Ziel der Initiative ist es, Gäste aus dem restlichen Italien, aus Österreich und Deutschland über die Möglichkeiten zu informieren, wie man Südtirol per Fernzug erreichen und sich dann im Urlaubsland selbst mit den „Öffis“ bewegen kann.

Durch die Anreise mit dem Zug verringern sich Verkehrsaufkommen und Staus, der ökologische Fußabdruck des Urlaubers wird kleiner – so die Intention hinter dieser Initiative von IDM: „Die Kooperation mit DB-ÖBB und DB Italia ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, mit denen wir den Tourismus in Südtirol nachhaltiger gestalten möchten. Wir haben bereits im Advent eine Kampagne gestartet, um die Reise zu den Christkindlmärkten per Zug zu bewerben. Die Ergebnisse dieser Kampagne haben uns gezeigt, dass die eingeschlagene Richtung stimmt und dass Initiativen zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität von den Touristen gut angenommen werden“, sagt IDM-Präsident Hansi Pichler.

Um noch bessere Ergebnisse zu erzielen, wird die Kommunikation zur „grünen“ Anreise bereits frühzeitig bei den Gästen deponiert: In Zeitungen und Zeitschriften wie Focus oder im deutschen Merian erscheinen insgesamt 33 Artikel über Urlaubserlebnisse der kommenden Monate in Südtirol; in allen diesen Artikeln sind auch Informationen enthalten, wie man mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen und sich im Land selbst nachhaltig bewegen kann. Das Thema nachhaltige Mobilität wird auch ausführlich auf den zehn Landingpages der Themenkampagnen von IDM dargestellt, auf die Interessierte geleitet werden, wenn sie einen der Online-Werbebanner für die Destination Südtirol anklicken.

Wer mit dem Zug nach Südtirol reist und dort den öffentlichen Nahverkehr nutzen möchte, dem stehen gleich mehrere Vorteile offen: Er kann z.B. auf die zahlreichen günstigen Angebote der Eisenbahngesellschaften zurückgreifen und dann eine der verschiedenen Mobilcards kaufen oder die Gästekarte verwenden, die im Zimmerpreis zahlreicher Orte bereits inbegriffen ist.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (8)

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  • wisoiundnetderfranz

    Wenn es für die Touristen möglich ist, sollte es doch endlich auch möglich sein die ÖBB-Züge mit dem Südtirol-Pass benutzen zu dürfen.
    Jedenfalls bleibt man, wenn man aus dem Pustertal nach Bozen will, alle 2 Stunden in Franzensfeste für eine halbe Stunde „hängen“, da der Anschlusszug ein ÖBB-Zug ist und für diesen eine eigene Fahrkarte zu lösen und extra zu bezahlen ist.
    Auch das gehört zum so hoch gepriesenen „Südtirol-Takt“ – genau so wie das Schließen des Zugfrei-Fensters im Unterland am Vormittag, wo über für 2 Std. kein Zug fährt!

  • sigmundkripp

    Und vielleicht könnte man ENDLICH wenigstens jeden zweiten Zug von Bozen nach Innsbruck durchbinden, damit dieses idiotische Umsteigen am Brenner wegfällt!! Ich würde den neuen Verkehrslandesrat bitten, diese lustige Freiluftübung jetzt im Winter ein paar mal selbst zu machen, damit er versteht, was Zugfahren heute in der Europaregion Tirol bedeutet….

  • george

    So, da reden diese Leute von „grüner“ Anreise. Das ist es auch, was die Grünen vertreten. So kopiert man das von den Grünen und sonst verpönt man sie an allen Ecken und Enden, wenn sie irgendwelche Vorschläge in dieser Hinsicht vertreten.

  • saustall_kritiker

    Irgendwann mit Verspätung kommt Südtirol. So war es bei den Radwegen, wo die Provinz Trient um mindestens 10 Jahre voraus war (und das nicht nur, weil ein Radrennfahrer unten Landesrat war), und jetzt beim Zug:
    Seit glaube ich mindestens fünf oder gar 10 Jahren macht das die Region Veneto vor. Sie hat damals schon die ÖBB-DB-Fernzüge aus Deutschland/Österreich mit dem lokalen Personennahverkehr vernetzt, sodass die Fahrgäste in Verona bequem auf die Busse Richtung Gardasee und in Venedig Richtung Caorle / Bibione umsteigen können und konnten. Man konnte zusammen mit dem Bahnfahrschein das Busticket bereits in Deutschland kaufen, und wenn der Zug ankam, stand vor dem Bahnhof schon der Anschlussbus des Personennahverkehrs von ATV Verona oder Venedig, ohne dass der Reisegast Atomphysiker sein musste beim Studieren wie er weiterkommt.
    Ansonsten fehlt es grob mit dem Fernverkehr hierzulande: Der erste direkte Zug am Morgen von Bozen nach München fährt in Bozen um 10.34 Uhr ab. Den Zug um 7.32 nach Innsbruck kann man im 21. Jahrhundert immer noch nicht als Anschlussfahrt für eine weitergehende Fahrt im Fernzug ab Innsbruck z.B. nach Berlin oder Hamburg buchen. Wenn ich dagegen von Kirchberg oder Kitzbuhel nach Hamburg fahre, bekomme ich die Regionalfahrt bis Wörgl bei der Buchung auch im Internet bei DB automatisch dazu und muss dafür nicht extra noch ein Ticket kaufen. Bei uns dagegen ist immer noch so etwas wie eine Berliner Mauer und dicker Stacheldraht in den Köpfen und die Preise/Tarife sind überhaupt nicht untereinander vernetzt. Auch aus diesem Grund fahren viele Münchner Bekannte von mir, die nur den Zug als Anreise nehmen, eher nach Nord- als nach Südtirol…. vor allem wenn sie wie gesagt nicht Atomphysiker sind…. 🙂 🙂

  • tff

    Es scheint als ob die Planer der IDM selbst noch nie mit dem Zug gefahren sind.
    Ein Beispiel: Die Eurocity aus München treffen in Bozen auf Gleis 4 ein.Der Zug nach Meran steht auf dem Stockgleis 1A.In 7 (sieben) sollen die Fahrgäste von Gleis 4 mit ihrem Gepäck den Aufzug hinunter und dann bei Gleis 1 wieder hinauf und dann vor zum dort stehenden Zug nach Meran. Den Eurocity auf Gleis 1einfahren zu lassen ist anscheinend nicht möglich,wohl aber den Freccia aus Rom. Im ganzen Resteuropa steht der Anschlusszug am Gleis gegenüber.
    Übrigens: am Brenner der gleiche Zirkus ,dort sogar ohne Aufzug.
    Was waren es doch für schöne Zeiten als es durchgehende Kurswagen von
    Frankfurt und München nach Meran gab. 50 Jahre her.

  • annamaria

    Eine grosse Hilfe wäre auch, wenn die Anschlusszüge nach Meran 10 min.später starten würden, dass man nicht immer rennen muss .

  • vreni

    Nur große Worte und nichts dahinter. Wenn man vom Vintschgau nach Innsbruck um die 5 Std. braucht mit zweimal umsteigen wo gibt’s sowas noch ? ?

  • matthiasfrasnelli

    Eine Verlagerung der Gästeströme auf den öffentlichen verkehr ist auf jeden Fall zu begrüssen.
    Ich finde es aber befremdlich, wenn nur in Nord – Süd Richtung gedacht wird. Wenn ich mir die Verkehrsbelastung im Vinschgau anschaue müssten auch die Schweizer und österreichischen Gäste, die ja zunehmend zahlreicher nach Südtirol kommen und die öffentlichen Verkehrsträger die die Gäste an die Südtiroler Grenze bringen (rhätische Bahn, Postauto AG Schweiz, ÖBB Bus AG) in der westlichen Landeshälfte mit in die Überlegungen eingebunden werden. Hier sind vor allem schnelle Verkehrsverbindungen mit kurzen Umstiegszeiten nach Zürich und Bregenz für eine rasche An- und Abreise zu unterstützen, dass die Gäste gar nicht mit dem Auto anreisen. Sollten das Verkehrsaufkommen mit PKWs weiter steigen geht die positive Einstellung aller Südtiroler den Touristen gegenüber verloren, etwas was auf jeden fFall vermieden werden soll, da diese Freundlichkeit ja von den Gästen so geschätzt wird.

    Mobilcards sind eine gute Idee, ich denke aber dass der Gast in Südtirol für eine funktionierenden öffentlichen Verkehr auch bereit sein muss etwas zu bezahlen.

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