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„Der Leidenschaft folgen“

Der Unternehmerverband wirbt um Jugendliche. Die heimische Industrie biete faszinierende Entwicklungsmöglichkeiten.

In diesen Wochen treffen viele Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern die Wahl für ihren künftigen Ausbildungsweg. „Als Unternehmer raten wir unseren Jugendlichen, ihren Leidenschaften zu folgen. Gleichzeitig laden wir sie ein, die zahlreichen Vorzeigeunternehmen Südtirols kennenzulernen. Ganz gleich, welche Schulwahl sie treffen werden – in der heimischen Industrie werden sie immer eine Vielzahl an faszinierenden Entwicklungsmöglichkeiten für ihre Zukunft finden“, betont der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Federico Giudiceandrea.

Um den Jugendlichen einen Einblick in die Welt der Unternehmen zu geben und sie dafür zu begeistern, hat der Unternehmerverband in diesen Tagen die traditionellen Veranstaltungen in den Schulen gestartet. So konnten beispielsweise letzte Woche bei der Veranstaltung an der Wirtschaftsfachoberschule „Heinrich Kunter“ rund 350 Jugendliche die Erfolgsgeschichten von Unternehmen wie Roner Brennereien, Seppi oder Thun kennenlernen.

Federico Giudiceandrea

„Die Gleichwertigkeit unterschiedlicher Ausbildungswege ist uns dabei ein ganz besonderes Anliegen. Deshalb tauschen wir uns mit allen Schulen aus: technisch-wirtschaftliche, allgemeinbildende und Berufsschulen, und zwar beginnend bei den Mittelschulen bis hin zur Universität“, sagt Giudiceandrea.

Schulen und Unternehmen stehen nicht im Wettbewerb miteinander, vielmehr sind sie Partner: „Wir haben eine gemeinsame Herausforderung: die bestmögliche Vermittlung von Kompetenzen. Ein Schulsystem, das eine exzellente Ausbildung garantiert, qualifizierte Ausbildner und Programme, die sich an die strategische Kompetenzen für die Zukunft orientieren, ermöglichen die Weiterentwicklung der gesamten Gesellschaft“, ist der Präsident des Unternehmerverbandes überzeugt.

Was die Kompetenzen betrifft, so ist die Position der Unternehmen eindeutig: “In unseren Betrieben ist die Nachfrage nach MitarbeiterInnen mit einer technisch-praktischen Ausbildung sehr groß: wir brauchen Ingenieure, Informatiker, spezialisierte Arbeiter und technische Fachkräfte in allen Bereichen. Entscheidend sind auch die Sprachkenntnisse, vor allem aber die Bereitschaft, Neues zu erlernen, die Begeisterung und die Lust, etwas zu bewegen!“, so Giudiceandrea abschließend.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (1)

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  • checker

    Kaum haben die Gewerkschaften Massnahmen für Lohnerhöhungen ausgerufen bzw. unbefristete Arbeitsverträge gefordert, kommt sofort die „Gegenkommunikation“ vom Unternehmerverband. Heisst dann immer „wir haben Fachkräftemangel“. In Deutschland ist dies auch immer ein beliebtes Thema um weitere Zugeständnisse an die Arbeiter zur verhindern. Dabei konnte man bereits sehr deutlich nachweisen, dass es diesen Fachkräftemangel meistens nicht gibt, sondern wenn dann meistens nur kurzfristig besteht. Löhne nach oben, dann findet man leichter Arbeitskräfte.
    Zudem sollte verstärkt auf Eigenständigkeit und Gründung bzw. Unternehmertum gesetzt werden, anstatt immer nur nach neuen Hamsterradidioten gesucht werden.
    Weiters: Die Südtiroler Unternehmen sollten mit flachen Hierarchien punkten anstatt das italienische System von „Servo und Padrone“ zu übernehmen. Dann wird man auch attraktiver.

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