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Vinschger Steuerbetrug

Die Schlanderser Finanzpolizei hat einen internationalen Steuerbetrug aufgedeckt. Es geht um fünf Millionen Euro. Immobilien, Gesellschaften und Konten wurden beschlagnahmt.

Immobilien, ein Auto, Gesellschaftsanteile, Versicherungen und Bankkontos mit einem Wert von einer Million Euro wurden von der Finanzpolizei Schlanders beschlagnahmt. Hintergrund ist die Aufdeckung eines Steuerbetrugs durch eine Gesellschaft, die in Italien und im Ausland im Lebensmittel-Großhandel tätig ist. Auch ein Steuerberater aus Genua ist involviert.

Die Vinschger Finanzbeamten haben in diesen Tagen die Ermittlungen abgeschlossen, die von der Bozner Staatsanwaltschaft koordiniert wurden. Es wurde ein Steuerbetrug in Höhe von fünf Millionen Euro festgestellt.

Konkret soll die Gesellschaft Rechnungen für nicht-existente Geschäftstätigkeiten ausgestellt und das Geld teilweise auch auf ausländischen Konten gebunkert haben. Alle Beteiligten wurden angezeigt.

Der vorerst letzte Akt in dieser Causa erfolgte erst vor wenigen Tagen an der ligurischen Küste, wo laut der Finanzpolizei im Zusammenhang mit den Ermittlungen eine Villa samt Garage beschlagnahmt wurde.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • ollaweilleiselber

    Solche Meldungen sind mit Vorsicht zu genießen.
    Im Artikel steht geschrieben: „Konkret soll die Gesellschaft Rechnungen für nicht-existente Geschäftstätigkeiten ausgestellt haben.“
    Mit dem Ausstellen einer Rechnung für nicht erbrachte Leistungen hat die Gesellschaft noch keine Steuern hinterzogen. Wenn dann haben andere Steuersubjekte diese Rechnungen verwendet um die in diesen Rechnungen ausgewiesene MwSt. als Vorsteuer in Abzug zu bringen.
    Es sind auch andere „Karussell-Betrügereien“ denkbar, welche aber nicht im Detail veröffentlicht werden, auch um nicht als Gebrauchsanweisung für andere zu dienen.
    Auch ist zu bedenken, dass die von der Finanzpolizei „festgestellten“ Steuerhinterziehungen in vielen Fällen von den nächsten Instanzen (Agentur der Einnahmen oder Steuergerichtsbarkeit) um einiges heruntergestuft oder komplett annulliert werden.
    Die Staatsanwaltschaft wird die Sache aber schon unter Kontrolle haben.

    • robby

      Dein Wort im Munde des Propheten.
      Wenn ich sehe welche absurden Forderungen seitens der Steuerbehörden oft gestellt werden dann sollte diese aufreißerische Meldung wirklich mit Vorsicht genossen werden.

  • morgenstern

    … Villa samt Garage?? Man kann wohl davon ausgehen dass die Garage nicht leer war.

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