Du befindest dich hier: Home » News » Die Eil-Sanierung

Die Eil-Sanierung

Der Krimi um die Eintragung von Sabes-Generaldirektor Thomas Schael in der Verzeichnis der Generaldirektoren ist um eine weitere Episode reicher.

Die Südtiroler Landesregierung hat nun – in der Beantwortung einer Landtagsanfrage von Andreas Pöder (BürgerUnion) – bestätigt, dass nur wenige Tage nach öffentlichem Bekanntwerden der ersten Zweifel um die Ernennung des Sanitäts-Generaldirektors Thomas Schael die Ausschreibung für das Landesverzeichnis der Generaldirektoren auf den Internetseiten des Landes und des Sanitätsbetriebes veröffentlicht wurden.

Wie Andreas Pöder unterstreicht, wurde am 12. Februar 2018 vom Gesundheitsministerium in Rom die Liste der für das Amt des Sanitäts-Generaldirektors geeigneten Personen, die rund 800 Namen umfasste, veröffentlicht. Südtirols Generaldirektor Thomas Schael fehlte in der Liste.

Andreas Pöder hat, ebenso wie Paul Köllensperger, nur wenige Tage später auf diesen Umstand aufmerksam gemacht und erhebliche Zeifel an den formellen Voraussetzungen für die Ernennung Schaels zum Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes geäußert.

Schael und auch die Landesregierung haben sofort darauf verwiesen, dass Thomas Schael in Südtirol die entsprechende Eignung besessen habe bzw. besitze.

Das entsprechende Südtiroler Landesverzeichnis der möglichen Sanitäts-Generaldirektoren, das mit der Sanitätsreform Anfang 2017 eingeführt worden war, gibt es bislang jedoch nicht, so Andreas Pöder. „Eiligst wurde nach dem Auftauchen der Zweifel und nach der Veröffentlichung der Ministeriumsliste ohne den Namen Thomas Schael die Ausschreibung für das noch nicht existierende Landesverzeichnis der möglichen Generaldirektoren gemacht.“

Wie Martha Stocker nun auf eine Landtagsanfrage von Andreas Pöder mitteilt, hat das Land die Ausschreibung für das Landesverzeichnis, in das Schael sich eintragen lassen sollte, erst am 26. Februar 2018, also einige Tage nach Auftauchen der öffentlichen Zweifel an der Schael-Ernennung publiziert. „Damit wird klar, dass Landesregierung und Sanitätsbetrieb eine Art Eil-Aktion zur Sanierung Schaels initiiert hat, nachdem bekannt wurde, dass Schael nicht in der Ministeriumsliste aufscheint“, so Pöder.

Auch in den nachfolgenden aktualisierten Versionen der Ministeriums-Liste fehlte der von der Südtiroler Landesregierung vor knapp drei Jahren ernannte Generaldirektor. In der zuletzt vergangenen Freitag, am 27. April 2018, aktualisierten und vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Liste scheint Thomas Schael immer noch nicht auf.

Pöder wartet immer noch auf die Einberufung der Sanitätskommission des Landtages, (4. Gesetzgebungsausschuss), bei dem er schriftlich die Bewertung der Modalitäten zur Ernennung von Thomas Schael zum Südtiroler Sanitäts-Generaldirektor beantragt hat.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (16)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • rambo

    Erbärmliche SVP, erbärmliche Frau Stocker und noch mehr erbärmlicher Schael.

  • goggile

    ich ärgere mich grüng und blau über die Wartezeiten die oftmals gesundheitlich benachteiligend sich auswirken. wann kommen endlich sammelklagen? schafft eine unabhängige Verbraucherzentrale die nicht am geldzipfel von mami-svp zuzzeln muss und darauf angewiesen ist zu überleben. schafft aufsichtsorgane für alle ordunungskräfte für alle beamten die wir steuerbuggler gezwungen sind zu bezahlen und gegen die bei Ungerechtigkeit kaum ein kraut gewachsen ist.

    • leser

      schael wurde halt geholz um die drecksarbeit für die parteimannen zu machen
      er hat kein problem jemanden auf den latz zu steigen
      und wie es in unserem ländle funktioniert ,das weiss doch jeder dass das so weiter funktioniert, dafür ist halt die mehrheit einverstanden so einfach ist das

    • hells_bells

      Man merkt es an Ihren Kommentaren dass Sie infolge von zu langer Wartezeiten einer dringenden Visite, an Folgeschäden leiden!

  • criticus

    Ja, erbärmliche SVP! So wie es eine Lex Bedin geben wird, so wird es irgendwann auch eine Lex Schael geben. Wenn es um Lohnstopp bei den Landesangestellten, oder Krankenhaus-Schließungen geht, dann befolgt man die Regeln aus Rom sofort oder voreilig. Bei diesen Personaltheater kann es sich diese (bald jämmerliche) Partei nicht leisten, Fehler bei Ausschreibungen gemacht zu haben. Wer hat diese Person unbedingt hineingeschoben? Das Gute an der Sache, endlich geht diese Frau Stocker von ihrem Hocker!! Schauen wir wie lange sich der Deutsche noch hält.

  • goggile

    ich ärgere mich über die bettelbanden beim krankenhausparkplatz, über die horrenden parkplatzspesen am Krankenhaus, über die 40er Zone auf der mebo über die Radarkontrollen in der 90er Zone auf mebo bei bestem wetter anstatt bei regen, über die immer schlimmer werdenden geldzuzzler dem steuerbuggler gegenüber.
    übrigens wird ich niemals verstehen wie die Sparprogramm förderin der flüchltinge stocker bei den schützen sein kann.
    die Bevölkerung wurde OHNE VOLKSBEFRAGUNG GEWALTSAM UMSTRUKTURIERT. ein grösseres verbrechen ist schwer nachzuvollziehen. hoffen wir dass eines tages rückwirkend alle schuldigen zur Verantwortung gezogen werden. warscheinlich aber erst wenn es 5 vor 12 ist bevor arabisch neuzugänge und andersgläugige anderspraktizierende anderkulturellende 50plus 1e stimme haben und alles verändern werden

  • guyfawkes

    Sowohl die staatliche als auch die Landes-Liste gab es zum Zeitpunkt der Einstellung des Herrn Dr. Schael noch nicht. Zum Zeitpunkt der Verpflichtung waren die Voraussetzungen laut Landesregierung erfüllt.
    Wo ist also das Problem??
    Langsam beginnt dieses Nicht-Thema zu nerven.

  • franz

    guyfawkes
    Wo ist also das Problem??
    Das Problem ist, dass diese SVP-Vasallen der Postkommunisten des PD – von Renzi &Co, die Bürger mit postfaktischen Reden die Bürger belügen und verarschen.
    Ganz nach dem Motto von Frau Stocker “ Man sollte irgendwie Schreckensgespenste vermeiden die Menschen verunsichern oder “Begrifflichkeiten“ die den Menschen Angst machen.
    http://www.tageszeitung.it/2016/02/14/kein-hotspot-am-brenner/ Video 1:45
    Oder LH Kompatscher, zur angekündigten Protest Aktion der ca 1000 – Anarchisten Chaoten Bleck Blocks illegalen Hausbesetzern, meint LH Kompatscher auf “rai-südtirol vom 06.05.2016 20:00
    eine Deeskalation dürfte nicht funktionieren wenn wie angekündigt Hundertschaften von österreichischen Polizisten aufmarschieren.( Schuld sind also die österreichischen Polizisten )
    Anstatt die Demo zu verbieten.+++
    “In der zuletzt vergangenen Freitag, am 27. April 2018, aktualisierten und vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Liste scheint Thomas Schael immer noch nicht auf.
    Pöder wartet immer noch auf die Einberufung der Sanitätskommission des Landtages, (4. Gesetzgebungsausschuss), bei dem er schriftlich die Bewertung der Modalitäten zur Ernennung von Thomas Schael zum Südtiroler Sanitäts-Generaldirektor beantragt.“[..]

  • franz

    “…in welche Entscheidungsprozesse darf ein Verwalter sich einmischen und wann geht er zu weit? Um dieses Problem zu verdeutlichen, hat Schael selbst einen treffenden Vergleich geliefert. Knieprothesen gibt es zu einem Preis von 1.000 oder zu 2.000 Euro. Ist der Patient 70 Jahre alt, könne man die billigere nehmen, er habe nur noch eine Lebenserwartung von 15 Jahren – so ließ sich Direktor Schael zitieren.
    Wenn Patienten so etwas hören, reagieren sie freilich besorgt. Wenn Ärzte so etwas hören, sind sie empört. „Das ist eine Einmischung in ärztliche Entscheidungen“, sagt Ivano Simioni, Psychiater und Sprecher der Ärztegewerkschaft VKS-BSK, „welche Therapie die richtige ist, muss der Arzt wissen. Wenn darüber Verwalter befinden, bekommen wir ein großes Problem.“ [..]
    Woher nimmt sich Thomas der schreckliche der Mann mit Erfahrung aus Crotone, das Recht Menschen vorzuschreiben wie alt man wird.http://www.tageszeitung.it/2015/08/17/thomas-der-schreckliche/

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen