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„Abgerechnet wird im Ziel“

Lukas Hofer hat bei den Olympischen Spielen in Sotschi eine Medaille gewonnen. Im Interview spricht er über die Erwartungen der Fans und die Rennstrecke in Südkorea.

Tageszeitung: Herr Hofer, in wenigen Tagen beginnen die Olympischen Spiele. Sind Sie schon nervös?

Lukas Hofer: Natürlich hat man im Kopf, dass die Olympischen Spiele näher kommen, aber derzeit versuche ich mich noch in Ruhe vorzubereiten.

Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?

Das wichtigste ist, dass man wirklich top vorbereitet nach Korea reist. Dann muss man schauen, was drin ist und jedes Rennen von Null starten. Im Biathlon hängt viel von der Tagesform ab und jeder Fehler kann einen weit zurückwerfen. Wichtig ist, dass man das Rennen bis zum Schluss durchkämpft und das Beste aus sich herausholt. Abgerechnet wird hinter der Ziellinie.

Lukas Hofer

Sie kennen die Piste schon vom Weltcuprennen im Vorjahr. Wie sind Sie mit der Rennstrecke zurecht gekommen?

Mir persönlich gefällt die Piste sehr gut, da es sich um eine Strecke handelt, auf der man viel arbeiten muss – diese Strecke verzeiht keine Fehler. Die Piste ist sehr vielseitig: knackige Aufstiege aber auch Passagen, mit schnellen Kurven und schnellen Abfahren sind dabei.

Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend. Steigen dadurch der Druck und die Erwartungshaltung an?

Natürlich erwarten sich die Fans und Zuschauer immer viel von den Athleten, aber es ist nicht immer so einfach. Vor allem bei Olympischen Spielen braucht es auch ein bisschen Glück, da nur die drei Medaillen zählen. Ich versuche mir jetzt aber noch keinen großen Kopf zu machen.

Sie haben bei den letzten Olympischen Spielen eine Medaille gewonnen. Gehen Sie dadurch vielleicht auch ein bisschen lockerer an den Start?

Das ist sicher ein kleiner Vorteil, weil man ein großes Ziel schon erreicht hat. Es ist aber wichtig, dass man sich auf das Rennen konzentriert und sich nicht von den Medaillen ablenken lässt. Die Medaille ist aber sicher auch eine zusätzliche Motivation, weil man weiß, dass man es schaffen kann.

Die Vorbereitungszeit auf Olympia wurde von den Doping-Ermittlungen gegen Russland überschattet. Was sagen Sie zum Ausschuss von Russland?

Natürlich ist es schade, dass eine ganze Nation ausgeschlossen wird, aber hinter dieser Entscheidung stehen Fakten und Gründe, die zu diesem Entschluss geführt haben.

Olympische Spiele sind für jeden Sportler ein Highlight. Wie sieht ein Tag im Olympia-Dorf aus? Gibt es neben den Rennen auch zahlreiche andere Verpflichtungen?

Die Olympischen Spiele sind eigentlich ein ziemlich ruhige Zeit, da man normale zwei Mal pro Tag trainiert und ansonsten recht gelassen den Tag genießen kann. Natürlich stehen auch Pressetermine an, aber eigentlich dreht sich alles um die Vorbereitung auf die Rennen.

Wie würden Sie den Olympia-Zauber beschreiben?

Olympische Spiele finden nur alle vier Jahre statt und ich finde genau das macht sie so besonders.

Was darf fehlt in Ihrem Südkorea-Gepäck auf keinem Fall?

Frische Unterhosen (lacht).

Interview: Lisi Lang

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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