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    „Musik ist ein Grundrecht“

    Mit einer pädagogischen Tagung haben die deutschen und ladinischen Musikschulen am Montag das neue Bildungsjahr eingeläutet.

    Die deutschen und ladinischen Musikschulen haben den Aufklang ins neue Bildungsjahr mit einer gemeinsamen Tagung begangen. Der Einladung von Landesmusikschuldirektor Josef Feichter waren auch Bildungslandesrat Philipp Achammer sowie Schulamtsleiter und Ressortdirektor Peter Höllrigl gefolgt.

    Nach einer historischen Rückschau auf die Entwicklung der Musikschulen seit ihrer Gründung vor 40 Jahren und einem kurzen Bericht über das vergangene Jahr, das vor allem durch die Reform im Bildungsressort geprägt war, erwarte er sich vom kommenden Schuljahr eine administrative Entlastung, gab Landesmusikschuldirektor Feichter zu verstehen.

    Besonders was die Ausübung von Nebentätigkeiten der Lehrpersonen anbelangt, erhofft er sich einige Erleichterungen. Schwierigkeiten gebe es dagegen weiterhin bei den Wartezeiten. „Angebot schafft Nachfrage“, erklärte Feichter in diesem Zusammenhang, „und ein gutes Angebot schafft viel Nachfrage.“ Aufgrund der geltenden Rechtslage sei außerdem die Beauftragung von Lehrpersonen mit einem befristeten Vertrag über einen Zeitraum von mehr als 36 Monaten mit erheblichen Problemen verbunden, berichtete der Landesmusikschuldirektor und gab zu bedenken, dass ein guter Teil der künftigen Musikschullehrer heute die Musikschulen besucht.

    Landesrat Achammer wies in seinen Grußworten auf die Bedeutung der Musik für eine ganzheitliche Bildung hin. „Gerade in einer Zeit, in der ökonomische Faktoren zunehmend bestimmender werden, in einer Zeit, in der Kinder und Jugendliche überhäuft und überfrachtet werden und gleichzeitig Zukunftsängste zum Ausdruck bringen, ist es besonders wichtig, auf Herzensbildung zu setzen“, stellte Achammer fest.

    Musikalische Ausbildung bezeichnete er dementsprechend als ein Grundrecht. Der Musikunterricht trage dazu bei, die Aufnahmefähigkeit und die soziale Kompetenz zu stärken, zeigte sich der Landesrat überzeugt.

    Im kommenden Jahr gelte es vor allem, konkrete Maßnahmen umzusetzen, um die Wartelisten zu reduzieren, betonte Achammer. Ein Beitrag dazu könne unter anderem durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Musikschulen und den Grund-, Mittel- und Oberschulen erzielt werden.

    Was die Nebentätigkeiten betrifft, müsse eine Öffnung und Lockerung der gegenwärtigen Regelung noch im kommenden Jahr erreicht werden. „Wir müssen alles dafür tun, dass die Musik noch mehr – eben weil Musik ein Grundrecht ist – im Bereich der Inklusion tun kann: mit Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung, aber auch in der Integration von ausländischen Kindern und Jugendlichen, weil Musik eine universelle Sprache ist“, stellte Achammer abschließend fest.

    Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungskonferenz diesmal von der Fachgruppe Blechbläser und Fagott.

    Nach der Begrüßung und einem Referat zum Thema „Schülervorspiele – leidige Pflicht oder bewegendes Erlebnis?!“ von der Musik- und Konzertpädagogin Corina Nastoll standen am Nachmittag noch die Fachgruppensitzungen der Lehrpersonen auf dem Programm.

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    Kommentare (1)

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    • cicero

      Na wie wär`s den arbeitslosen Gitarrelehrer, von dem die südtiroler tageszeitung auf der Titelseite berichtet hat, endlich anzustellen. Zur Not wird das wohl gehen. Denn in den Pflichtschulen ist man ja auch nicht so empfindlich zwecks Einstellung von „Hilfslehrern“ ohne Titel. Gell. Herr Achhammer.

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