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    „Italiener, integriert euch!“

    Sven Knoll

    Sven Knoll

    Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit weist die Kritik an seiner umstrittenen Forderung zurück. Er sagt: Ohne Integration der Italiener wird es kein friedliches Zusammenleben geben.

    Sven Knoll hat offensichtlich genug gehört: Nachdem der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit in den letzten Tagen von Landeshauptmann Kompatscher und SVP-Obmann Achammer kritisiert wurde, schlägt er zurück. Seine ärgsten Kritiker „täten gut daran, im Duden einmal nachzulesen, was das Wort Integration überhaupt bedeutet, bevor sie unqualifizierte Äußerungen von sich geben.“, so Knoll.

    Wenn von den Italienern Integrationsbereitschaft eingefordert werde, bedeute dies nicht Assimilierung und kulturelle Selbstaufgabe, sondern vielmehr die Anerkennung der sprachlich-kulturellen Besonderheiten Südtirols, sowie die Bereitschaft, sich in die Gesellschaft einzugliedern.

    „Wer jedoch nach Südtirol kommt und hier den Faschismus verherrlicht, sich weigert Deutsch zu sprechen, die Tiroler Kultur als Provokation empfindet und von Südtirol verlangt, sich Italien unterzuordnen“, schimpft Knoll, „will gar nicht Teil der Süd-Tiroler Gesellschaft werden, sondern zelebriert eine nationalistische siamo-in-Italia-Mentalität. Man kann die Augen vor dieser Realität verschließen, aber Tatsache bleibt, dass Südtirol in vielerlei Hinsicht leider ein Musterbeispiel für misslungene Integration ist, da es durch die staatlich geförderte Zuwanderung zur Bildung einer italienischen Parallelgesellschaft gekommen ist.“

    Wenn von den Südtirolern nun sogar schon verlangt werde, auf den landesüblichen Tiroler Empfang zu verzichten, weil dieser zu wenig italienisch sei, so sei dies nichts anderes, als wenn in Folge der Migration verlangt werde, auf christliche Symbole und Feiern in den Schulen zu verzichten.

    Die Forderung nach einer Integrationsbereitschaft der Italiener seidaher keine Provokation, sondern eine Frage des Respekts.

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    Kommentare (8)

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    • robby

      besonders sympatisch ist mir der Sven ja nicht, aber nachdem ich gewisse Posts von Südtiroler Italienern zum Thema „landesübliche Begrüßung“ auf FB gelesen habe muss ich ihm Recht geben. Und wie.

    • mannik

      So einen Quatsch habe ich selten gelesen. Integration? Von Menschen, die hier geboren wurden und aufgewachsen sind und ihren eigenen kulturellen Background haben? Das Konzept der „Leitkultur“ hat schon genug Unglück gebracht Herr Knoll. Südtirol ist ein Land mit drei Sprachen und zwei Kulturen, die in gegenseitigem Respekt getrost nebeneinander existieren könnten, wenn nicht Leute wie sie, aus persönlichem Kalkül, dauernd Keile in die Gesellschaft treiben würden.

    • zusagen

      Wenn ich diesen Quatsch lese so scheint mir ist die deutsche Kultur in Südtirol irgendwo zwischen Bergen und Tal stecken geblieben

    • unglaublich

      Aber mal ganz ehrlich, die Hysterie über einen zu deutschen Empfang ist doch unangebracht und zeigt wie wenig Gelassenheit in Sachen Nationaldenken besteht.

      • mannik

        Hier geht es nicht um Hysterie sondern zumindest um mangelndes Fingerspitzengefühl. Un die Aussagen von Knoll spotten sowieso jeder Beschreibung und sind ein Stachel im Fleisch all jener Menschen im Land, die sich seit Jahren und Jahrzehnten für die Normalisierung der Beziehungen zwischen den Sprachgruppen einsetzen. Persönlich finde ich es schade, dass Menschen wie er dauernd zu billigsten Provokationen greifen müssen, nur um den Landtagssessel zu erhalten.

    • einereiner

      Bravo Sven,
      gut geschrieben. Die Italiener kamen zu uns und müssen sich integrieren anstatt dauern nur zu schüren.

    • yannis

      @einereiner

      Richtig ! es ist so wie mit den Türken in Deutschland, sie kamen in den 60 und 70igern Jahren weder diese noch die Folgegenerationen haben sich integriert.
      Abgesehen von ein paar WENIGEN arbeiten die meisten um so konsequenter am Ausbau ihrer Parallelgesellschaft.
      Währenddessen Italiener / Südtiroler, Spanier, Portugiesen, Griechen usw. praktisch in der DE-Gesellschafft unsichtbar sind, warum wohl ? sind halt keine Muslime.

    • mannik

      Das Thema Islam hat ja wirklich sehr viel mit dem Argument zu tun…

      Integration hat im Übrigen nichts mit der Aufgabe der eigenen kulturellen Wurzeln zu tun, sondern mit dem Respekt der Kultur des Landes in das man EINWANDERT.

      Halten Sie und Knoll die italienischsprachigen Südtiroler für Einwanderer? Das sagt ja einiges über die geistige Haltung aus.

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