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    „Eine deutschere Stadt“

    „Eine deutschere Stadt“

    Die Süd-Tiroler Freiheit hat am Dienstag ihre Kandidatur in Bozen bekanntgegeben. Mit einer eigenen Liste will man eine „patriotische Alternative“ anbieten. Die Namen.

    Die Bewegung tritt mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten, dem Sprachwissenschaftler Cristian Kohlmann, an. Mit ihrer Kandidatur will die Süd-Tiroler Freiheit den Boznern eine patriotische Alternative bieten. Diese brauche die Stadt mehr denn je, denn die Interessen der deutschen und ladinischen Bevölkerung würden nicht mehr vertreten, so die Partei am Dienstag.

    Die Süd-Tiroler Freiheit sei die Stimme all jener Bürger, für die die SVP unwählbar ist, weil diese zu einer gewöhnlichen italienischen Regionalpartei verkommen sei und ihren Blick nur noch auf sich selbst und nach Rom richte.

    In den Mittelpunkt rückt die Süd-Tiroler Freiheit die volkstumspolitischen Themen und die Aufwertung der deutschen Sprache.

    „In Bozen herrschen italienische Chaosverhältnisse“, erklärt die Partei – und: „Nicht umsonst ist Bozen die einzige Stadt in ganz Südtirol, in der nichts weitergeht. Dies gilt es zu ändern! Im Sprachgebrauch, in der Mentalität, Arbeitsmoral und Effizienz der Verwaltung muss Bozen wieder eine deutschere Stadt werden.“

    Der Kandidat für das Amt des Bürgermeisters ist der Sprachwissenschaftler Cristian Kollmann. „Im Gegensatz zur Süd-Tiroler Freiheit sind alle anderen Parteien, was die ethnische Komponente betrifft, völlig austauschbar!“, sagt Kollmann. „Immer wieder stellt sich heraus, dass die deutsche Sprache in Bozen willentlich vernachlässigt wird. Auch das Problem der faschistischen Vergangenheit Bozens, die in die Gegenwart hereinstrahlt, harrt nach wie vor einer Lösung. Die Verwaltung insgesamt muss Sachen endlich weiterbringen und Probleme lösen, statt, nach italienischer Manier, alles zu zerreden und Projekte einschlafen zu lassen.“

    Die vollständige Kandidatenliste:

    Cristian Kollmann, 45, Sprachwissenschaftler

    Alexander Wurzer, 30, Student und Vorsitzender der ASGB-Jugend
    Peter Brachetti, 37, Physiotherapeut
    Barbara Klotz,58, Büroangestellte
    Hannes Marmsoler, 27,Student
    Hannes Innerhofer , 23, Medienmitarbeiter
    Lorenz Puff, 46, Unternehmer
    Veronika Renner, 31, Angestellte im Wirtschaftssektor
    Michael Berger, 45, Berufsfeuerwehrmann
    Maria Mayr, 71, Rentnerin
    Meinrad Berger, 69, Rentner.

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    Kommentare (4)

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    • iceman

      ich wünsche mir eine europäischere und nicht eine deutschere Stadt…..stell dir vor wir rennen in Sandalen und weißen Socken herum. 🙂

    • roadrunner

      Für die kulturellste Stadt / Ort Bozens will man wieder das Deutsche einführen? Eine patriotische Partei, welche nur auf die eigenen (deutschen) Interessen vertretet, ist für Bozen total fehl am Platz.

    • andreas69

      Sicher können sie antreten. Entscheiden tut dann der Wähler. Bei den 20% deutschsprachigen Wählern Bozens zu fischen bedeutet die anderen Parteien, die eine reale Chance haben in den Gemeinderat zu kommen, zu schwächen. Das muss ihnen klar sein!

    • martinsenoner

      Sicher helfen sie durch ihre Kandidatur, das Chaos zu vergrößern, möglicherweise veringert sich die Zahl der deutschsprachigen Gemeinderäte durch ihre Kandidatur, also ob sie dadurch den deutschsparchigen Boznern einen Dienst erweisen, ist sehr fraglich!

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