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    Teure App

    Eine App oder ein Navi, die Radarfallen in Echtzeit melden, können teuer werden: Die Nutzung kann mit bis zu 300 Euro bestraft werden. Was das für die Autofahrer in Südtirol bedeutet.

    Ein Urteil des Kassationsgerichts bestätigt, dass sich Autofahrer, die im Besitz eines Navigationsgerätes mit Radarmeldungen in Echtzeit oder einer Smartphone-App mit dieser Funktion sind, strafbar machen. Bis zu 3.000 Euro an Strafe und eine Beschlagnahmung des entsprechenden Geräts drohen den Lenkern, die mit einer solchen technischen Vorrichtung erwischt werden.

    Das Kassationsgericht macht allerdings einen klaren Unterschied im Urteil. So sind nur jene Funktionen gesetzeswidrig, die Radargeräte in Echtzeit melden. Navis, die eine generelle Anwesenheit von Radars oder Speed-Boxen melden, sind von diesem Urteil nicht betroffen.

    TAGESZEITUNG Online hat bei Peter Mock, Kommandant der Straßenpolizei Sterzing nachgefragt, wie es mit der Umsetzung dieses Gesetzes aussieht:

    „Dieses Gesetz gibt es eigentlich schon seit zwei Jahren, aber es wurde nie angewandt“, erklärt Peter Mock. Diese Vorrichtungen (es gibt auch eigene Geräte) seien viel mehr ein Betrug am Konsumenten, da viele Radargeräte nicht erfasst werden können. „Diese Geräte funktionieren über Funk und wir kontrollieren die Geschwindigkeit beispielsweise mit Laser-Pistolen, daher können sie nicht erfasst werden“, erklärt Mock. Auch Speed-Check-Boxen, die verkabelt sind, senden keine Funkwellen und werden daher von den Geräten nicht erfasst. „Diese Geräte kosten teilweise bis zu 500 Euro und ich denke, dass man lange Strafe zahlen kann, bis sich dieses Gerät auszahlt“, so der Kommandant der Straßenpolizei.

    Theoretisch sehe der Artikel des Straßenkodex vor, dass man Strafen von 800 bis 3.000 Euro ausstellen kann, wenn man einen Fahrer mit diesen technischen Vorrichtungen im Auto erwischt. Praktisch sieht der Kommandant der Straßenpolizei Sterzing keine Möglichkeit, dieses Gesetz zu kontrollieren. „Ich kann nicht jedes Navi oder jedes Handy kontrollieren – zudem muss die Funktion eingeschaltet sein“, erklärt Peter Mock.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (16)

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    • X

      Diese Geräte sind ohnehin nur für Dumme, die sich bekanntlich in allen möglichen Formen selbst strafen. Entspannt und sicher fahren, mit 80 km/h außerorts, dann gefährdet man niemand u hat Ruhe von den Bullen.

      • tom

        Es gibt aber genug idiotische Limits, deren Sinn sich einem beim besten Willen nicht erschließt und deren Akzeptanz dadurch unter den Nullpunkt sinkt oder wenn das Limit sich alle paar hundet Meter ändert, dass man mit dem Beschleunigen und Bremsen nicht mehr nachkommt aber durch der spritvedrbrauch um ein Vielfaches ansteigt. Sind dadurch sehr rentable Einnahmequellen, denn nur um das Geld geht es, Sicherheit wird nur als Vorwand vorgeschoben

    • Einereiner

      Es gibt keine App, die die Radars in Echtzeit anzeigen kann! Also sind alle Smartphones und Navigationsgeräte mit Blitzermeldungen LEGAL.
      ILLEGAL sind nur Laser- und Radar-scanner, die mit einem eigenen im Kühlergrill des Autos verbauten Sensor die Radarmessung erkennen.
      Journalisten, bitte informiert euch besser bevor ihr solche verwirrenden Artikel schreibt.

      • Daniel

        300 oder 3.000?
        bei der TG haben die Nullen hinten angereiht wohl keinen Wert, wieder mal!
        TG: vorne angebracht habens Nullen keinen Wert, hinten ja 🙂 🙂

      • Meister

        I glab vom TZ Praktikanten der denn Artikel gschrieben hot isch schun zu viel verlongt 3.000 von 300 Euro zu unterscheiden, also konn er net über weitergehende Kenntnisse verfügen.

      • Armin

        Gibt es gute Geräte?wäre interessiert

      • Franz

        13.12.2015
        “Ein Urteil des Kassationsgerichts bestätigt, dass sich Autofahrer, die im Besitz eines Navigationsgerätes mit Radarmeldungen in Echtzeit oder einer Smartphone-App mit dieser Funktion sind, strafbar machen. Bis zu 3.000 Euro an Strafe “
        Abgesehen davon , dass diese Geräte nichts taugen, wie auch Mock. Peter Mock, Kommandant der Straßenpolizei Sterzing erklärt, ist deren Anwendung verboten. man kann sie überall kaufen, man darf sie aber nicht benutzen.
        Ähnlich wie bei den sogenannten “Dash-Kameras“ die man zwar überall kaufen kann, sie aber aus Gründen der Privacy nicht benützen darf.

      • Informatiker

        Genau so ist es Einereiner.
        Es gibt keine App, die solche Radar- oder Laser-Messgeräte in Echtzeit erkennen und anzeigen kann, da die Navis und Smartphones schlicht und einfach keine technische Möglichkeit haben Radar-oder Laser-Wellen zu empfangen und zu erkennen.

    • Guenther

      Tempomat einstellen, innerhalb Ortschaften auf 50, außerhalb auf 85, Autobahn 110 und gut ist.

      Es gibt noch viel zu wenig Radar Kontrollen, von allem auf der Autobahn hält sich kaum jmd an die 110 kmh, wo man sie mal fahren kann, a so keine Baustellen sind.

    • AL BUNDY

      Mediales Sommerloch mitten im Winter. Ansonsten kann man sich solche Bullshit Meldungen nicht erklären.

    • Alex2

      Stott viel Scheiß reden,bin I mit meinem TOM-TOM go in Ordnung oder nicht?

    • Hubert

      es wird wieder einmal klar, dass es in keinem der Fälle wirklich um die Sicherheit auf den Straßen geht, denn sonst wäre jede Info, die gegen zu schnelles Fahren beiträgt, zu befürworten. Aber im Gegenteil wird nur auf Straßenräuberei geschielt.
      Wer ist hier wohl der wirkliche Gauner?

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