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    Wo war Sven?

    Wo war Sven?

    Freiheitliche und BürgerUnion wollen bei den Bozner Gemeinderatswahlen mit einer Art rechten Bürgerliste antreten. Die Süd-Tiroler Freiheit wurde dazu vorerst nicht eingeladen.

    Von Matthias Kofler

    Unter dem Motto „Gemeinsam Bozen erneuern“ wollen Freiheitliche und BürgerUnion eine gemeinsame deutsche Liste in Bozen aufbauen. Ziel sei eine deutsche Stadtliste in der bürgerlichen Mitte, ganz ohne Parteisymbole. Das dazugehörige Credo von Andreas Pöder und Co.: „Die Politik in Bozen ist in den letzten Jahren zu sehr nach links gedriftet und die SVP hat zugelassen, dass die deutsche Komponente eine schwächere Rolle spielt.“

    Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Bozen haben Freiheitliche und BürgerUnion einen ersten Einblick in ihre Projektvorbereitung gegeben. Namen möglicher Kandidaten wurden noch nicht genannt. Wie die anwesenden Politiker betonten, „geben wir nur den Anstoß und die Unterstützung zur Bildung der Stadtliste – doch auch andere können und sollen mitmachen.“

    Auch eine Zusammenarbeit mit einer „blockfreien“ SVP (ohne PD) sei nicht ausgeschlossen, heißt es vonseiten der deutschen Rechtsopposition. Dafür müssten in der SVP aber die „Mitte-Kräfte“ ans Ruder kommen. Selbiges gelte auch für eine Zusammenarbeit mit einer bürgerlichen Abspaltung von der SVP. „Bozens Politik muss sozusagen wieder mehr in die bürgerliche Mitte und muss deutscher werden. Die deutsche Komponente darf nicht nur Anhängsel des PD oder sonst einer italienischen Partei sein“, so Andreas Pöder.

    Aufmerksamen Beobachtern stach bei der Pressekonferenz zwischen Freiheitlichen und BürgerUnion ein Detail ins Auge: Es fehlten die Vertreter der Süd-Tiroler Freiheit. „Das hat mich auch gewundert“, sagt dessen Abgeordneter Sven Knoll. Er habe aber weder eine Einladung erhalten noch etwas von der PK gewusst.

    Der Hintergrund: Im deutschen Rechtslager laufen seit geraumer Zeit Gespräche zur Planung eines gemeinsamen Bündnisses für Bozen. Wie Sven Knoll betont, hat auch seine Bewegung stets ihr Interesse bekundet. „Parteipolitische Alleingänge haben nämlich keinen Sinn“, zeigt sich der Abgeordnete überzeugt.

    Einen kleinen Seitenhieb in Richtung der Blauen kann sich Knoll nicht verkneifen: „Die Freiheitlichen haben erklärt, dass sie keine Kandidaten für Bozen finden. Bei uns gibt es hingegen mehrere Interessenten.“

    Der Fraktionschef der Süd-Tiroler Freiheit will in der kommenden Woche das persönliche Gespräch zu seinen Kollegen im Rechtslager suchen. „Dann können sie mir erklären, warum sie jetzt alleine mit dieser Ankündigung vorgeprescht sind.“

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    Kommentare (17)

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    • Silvius M.

      Und wenn dann noch die SVP mit fünf kleinen Edelweißlisten antritt: eine pro Benko, eine contra Benko, eine für die Italiener, eine für die Deutschen und eine mit dem PD, ja dann haben wir einen schönen bunten Politsalat von Phrasendreschern ohne Umsetzungskompetenz ja beisammen!

    • Einereiner

      Warum nicht Pius als Spitzenkandidat?
      Er wollte bei den EU Wahlen 60000 Stimmen holen, bekommen hat er 6000.
      Somit wäre er genau auf Bozner Niveau.

    • chris

      Zitat: „Freiheitliche und BürgerUnion wollen bei den Bozner Gemeinderatswahlen mit einer Art rechten Bürgerliste antreten.“

      vielleicht weil die SüdTiroler Freiheit nicht so rechts ist wie viele behaupten???

    • Schorsch

      Eine „bürgerliche Mitte“ mit Pöder und den Freiheitlichen?
      Irgendwie scheint Herr Pöder seine derzeit wohl unmögliche Wiederwahl im Jahre 2018 „anzupeilen“. Anstatt mit Egger und Pizzinini dann halt mit Mair? Damals (2013) war’s die „soziale Mitte“, diesmal die „bürgerliche Mitte“. Am Ende lässt man die vielbeschworene Mitte „links liegen“ und fährt als „Beobachter“ zur Pegida.

    • hannes

      Die Süd-Tiroler Freiheit ist kein Mitglied des Rechtslagers! Das ist eine freche Unterstellung von den Medien, v.a. der Tageszeitung. Alleine die Mitgliedschaft in der „Europäischen Freien Allianz“ zeigt doch, dass die Bewegung rein gar nichts mit Rechtspopulisten und Hetze zu tun hat und auch nicht haben will. Eine gemeinsame Liste in Bozen wäre zwar sinnvoll, sie deshalb aber als „Liste des Rechtslagers“ zu bezeichen, wäre ebenso falsch.

      Warum diese Tatsachen von den Medien verschwiegen werden, bleibt mir unklar.

      • Yannis

        @Hannes

        >>>Warum diese Tatsachen von den Medien verschwiegen werden, bleibt mir unklar.<<<

        es gab eine Zeit der Medien Gleichschaltung, damals diente sie der NS Propaganda, heute geht's in die Richtung Volksverdummung, oder wichtige Themen und Sorgen der Bevölkerung
        auszublenden, was wieder der sog. Propaganda gleichkommt.

        Da ist so wie bei Medikamenten z.B. bei Tamiflu etc. es werden die Vorteile groß herausgeputzt aber über die Risiken, Begleiterscheinungen und Nebenwirkungen wird so wenig wie möglich gesagt.

      • Lisbeth Salander

        Die einzige Position der STF, die von den anderen rechten Parteien nicht geteilt wird, ist die, dass sich Knoll für ein Adoptionsrecht für Homosexuelle ausgesprochen hat. Das dürfte aber weniger mit der politischen Ausrichtung der Partei, als mit Eigeninteressen einiger Akteure zusammenhängen. Dafür überholt die STF ihre strammen Kameraden an vielen anderen Stellen rechtsaußen. Unterm Strich: ein peinlicher Haufen von Opportunisten. Der Fanatismus eines Knoll ist alarmierend, er ist wirklich der Letze im Landtag dem ich irgendetwas anvertrauen würde. Deshalb, who cares, wo sich diese Truppe politisch einordnet?

        • hannes

          @ Lisbeth Salander

          Belege? Quellen?

          Sie stellen Behauptungen auf, ohne dass es dafür Beweise gibt.

          1. Wer konkret profitiert aus Eigeninteresse in der STF? Haben Sie jeden einzelnen Funktionär auf dessen Sexualität kontrolliert?
          2. An welchen Punkten KONKRET überholt die STF denn rechtsaußen? Behauptungen sollten auch begründet sein!
          3. Glauben Sie wirklich, die STF wäre von der EFA aufgenommen worden, wenn nur einer dieser Punkte stimmen würde?

        • hannes

          und überhaupt ist die Selbstbestimmung an sich in jedem anderen europäischen Land ein Thema der linksorientierten Parteien und Bewegungen. Nur in ST komischerweise will man es vonseiten der Medien in die rechte Ecke drängen.

          Suchen Sie die schwarzen Schafe lieber bei FH oder Lega Nord. Bei der STF wird es solche radikale Ideologen nie geben.

        • Lisbeth Salander

          1) Schau mal nach was der Konjunktiv aussagt.
          2) z.B. Italien Bashing oder Umgang mit Flüchtlingen. Aktuell, siehe Artikel „hausgemachte Nöte“ in der TZ.
          3) Ja, das glaube ich. In der EFA ist die STF, was Nationalisten betrifft, ja in guter Geselllschaft. Ob die jetzt linke oder rechte Themen vertreten…. Nationalismus ist Nationalismus.

          Wie lange wollt ihr dieses Märchen von der linken Selbstbestimmung denn noch erzählen? Selbstbestimmung ist nicht, wie von dir behauptet, in jedem anderen europäischen Land ein Thema von linken Parteien. Da ist von extrem links bis extrem rechts alles dabei: z.B. von Vlaams Belang, die auch in Meran beim Unabhängikeitstag dabei waren (rechtsextreme separatistische Regionalpartei in Belgien, vertritt nationalistische und rassistische Positionen, Quelle: wiki) bis zur CUP in Katalonien.

          Die Freiheitlichen sind doch auch für die Selbstbestimmung. Im Gegensatz zur STF stehen die wenigstens dazu eine rechte Partei zu sein. Ihr schafft es sogar deswegen noch herum zu jammern, aber das passt auch zur Linie der STF und ihrem Opfermythos.

          • badabimbam

            Lächerlich..
            Was soll an Selbstbestimmung rechts oder links sein?
            Selbstbestimmung ist Selbstbestimmung..
            Aber jaja das Volk selbst entscheiden zu lassen ist ja ultra radikal..
            Interessant wie hier mit Fakten herumgeschleudert wird, aber man von der Realität keine Ahnung hat.

      • Alter Egon

        @Hannes, Blödsinn. Hab von der STF noch nie gehört, dass zwischen ’43 und ’45 in Südtirol mehr Menschen ums Leben gekommen sind, als in den 20 Jahren Faschismus davor. Nicht dass ich den Faschismus verharmlosen möchte, aber solange jemand nicht beide Diktaturen gleich verurteilt, bleibt er eben „rechts“.
        Auch huldigen die so manchem Altnazi….von daher…..

      • Luis

        Journalisten, Medien, … brauchen Sündenböcke.
        Gegen die SVP trauen sich viele nicht die wirklichen Fakten zu schildern.

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