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Gsieser Obfrau

Maria Reier Taschler

St. Magdalena in Gsies hat mit Maria Reier Taschler nun eine SVP-Obfrau – und einen seit vielen Wochen andauernden Machtkampf innerhalb der Partei beendet.

von Silke Hinterwaldner

Kurz vor dem Jahreswechsel – am 31. Dezember um 16.00 Uhr – wurde in St. Magdalena in Gsies gewählt. Die Mitglieder des neuen SVP-Ortsausschusses trafen sich in der Talschlusshütte, um einen neuen Obmann – oder besser gesagt: eine neue Obfrau zu wählen.

Schlussendlich gab es einen einstimmigen Beschluss im sechsköpfigen Gremium. Damit ist nicht länger Kurti Taschler SVP-Ortsobmann in St. Magdalena, sondern Maria Reier Taschler. Was zunächst unspektakulär klingt, hat in Gsies aber doch einen hochpolitischen Hintergrund. Denn: Kurti Taschler war nicht nur SVP-Ortsobmann, sondern bis vor einem guten Jahr auch Bürgermeister in der Talgemeinde. Mit Reier Taschler steht nun eine Frau der SVP-Ortsgruppe vor, die mit Bürgermeister und Ortsobmann Kurti Taschler keine guten Erfahrungen gemacht hat. Sie machte nie einen Hehl daraus, dass Kurti Taschler ihre Kandidatur für den Gemeinderat zu vereiteln verstand.

So viel zur Vorgeschichte: Die SVP-Ortsausschusswahl liegt mittlerweile zwei Monate zurück. So lange haben die neuen Mitglieder gewartet, bis der nunmehr ehemalige Obmann zu einer konstituierenden Sitzung lud. Einige sahen sich deshalb bereits genötigt, die Parteizentrale in Bozen über die Verzögerungen zu informieren, aber kurz vor Jahresende kam dann doch die Einladung zur ersten Sitzung. Dabei war von Beginn an klar, wie die Mehrheitsverhältnisse lagen. Mit Hubert Steinmair bildet Kurti Taschler ein starkes Doppel. Aber ihnen gengenüber stehen neben Maria Reier Taschler noch drei andere: Andreas Pramstraller, Thomas Reier und Michael Taschler.

Kurti Taschler hatte zwar am meisten Stimmen bekommen, aber eine Mehrheit hatte er nun innerhalb des Ortsausschusses nicht mehr. Er kündigte bei der Sitzung an, sich nicht um das Amt des Obmannes zu bewerben. Damit war der Weg für Maria Reier Taschler frei. Zu ihrem Stellvertreter wurde Pramstraller gewählt.

„Wir wollen nun in die Zukunft schauen“, sagt Andreas Pramstraller. Der Vize-Obmann kündigt an, dass man gleich mit der Arbeit beginnen werde, um wichtige Themen herauszuarbeiten und gemeinsam Schwerpunkte in der Tätigkeit für die Bevölkerung zu setzen.

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