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Impfen im April?

Florian Zerzer

Ordnungskräfte, Zivilschutz und chronisch kranke Patienten in Südtirol sollen noch spätestens im April gegen Corona geimpft werden, sagt Florian Zerzer.

von Markus Rufin

Italiens Premierminister Mario Draghi hat sich eine große Aufgabe gesetzt. Die Bürger sollen schneller zur Corona-Impfung kommen.

Bisher gibt es noch keine Anzeichen dafür, dass der Staat deutlich mehr Impfstoff von den drei Herstellern AstraZeneca, Moderna sowie Pfizer und Biontech erhält. Auf der anderen Seite sind derzeit aber auch keine größeren Einschränkungen in Sicht.

Das heißt, eine längerfristige Planung ist möglich – auch für Südtirol. Vergangene Woche ging ein Schreiben an alle Zivilschutzvereine, dass diese die Impfung spätestens im April bekommen werden.

Der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Florian Zerzer, bestätigt das: „Noch hängt alles davon ab, wie zuverlässig die Lieferungen kommen. Unser derzeitiger Plan, wird zwar immer wieder aufgrund der Lieferungen angepasst, aber wir rechnen jetzt damit, dass im April auf jeden Fall die Ordnungskräfte und der Zivilschutz geimpft werden.“

Weil im März der Impfstoff von Johnson & Johnson in der EU zugelassen werden dürfte, hofft Zerzer darauf, dass die Impfung für den Zivilschutz sogar vorher möglich ist: „Derzeit dürften gegen Ende März die letzten Mitarbeiter in den Schulen geimpft werden, dann kommen Zivilschutz und Ordnungskräfte dran. Womöglich geschieht das aber sogar noch früher.“

Der Generaldirektor erinnert aber daran, dass auch der umgekehrte Fall eintreten könnte, wenn es Verzögerungen bei den Lieferungen gibt. Sollte Mario Draghi sein Versprechen aber einhalten, dürfte der Prozess aber auf jeden Fall beschleunigt werden. Daher hat sich Südtirol auch darauf vorbereitet, mehr zu impfen, als im Plan vorgesehen ist und Strukturen wie das Kurhaus als Impfzentrum ausgewählt.

Die Mitglieder des Zivilschutzes werden den AstraZeneca-Impfstoff erhalten, aber auch der Impfstoff von Biontech und Pfizer soll spätestens im April einer neuen Personengruppe verabreicht werden. Und zwar die Risikopatienten. „Sobald die Über-80-Jährigen geimpft wurden, das sollte spätestens im April so weit sein, werden die vulnerablen Patientengruppen die Impfung erhalten“, erklärt Zerzer. „Anschließend geht es mit den 79- bis 50-jährigen weiter. Allerdings könnte das auch hier früher der Fall sein, wenn mehr Impfstoff eintrifft.“

Zwar betont Zerzer, dass die Lieferungen ausschlaggebend für die weitere Planung sind und er diese nicht vorhersagen könne, aber auch bei ihm keimt offenbar Hoffnung auf, dass der Prozess im März deutlich beschleunigt wird.

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