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Deutsch nur mit Glück

Thomas Widmann

Corona-Kommunikation fast nur auf Italienisch: In der Bevölkerung wächst der Unmut über die zunehmend fehlende Zweisprachigkeit beim Sanitätsbetrieb. Gesundheitslandesrat Thomas Widmann macht wenig Hoffnung auf eine baldige Besserung.

von Heinrich Schwarz

Die Corona-Pandemie hat die Zweisprachigkeits-Situation im Südtiroler Sanitätsbetrieb noch einmal verschlechtert. Es gibt zunehmend Personal, das der deutschen Sprache nicht mächtig ist.

So schildert etwa Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit, folgenden Fall, der ihm zugetragen wurde: „Ein Bürger, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde, konnte sowohl bei den Tests als auch bei allen nachfolgenden Telefonaten/Gesprächen mit dem Sanitätspersonal lediglich ein einziges Mal in seiner deutschen Muttersprache sprechen. Immer wieder wurde ihm nahegelegt, dass es besser sei, Italienisch zu sprechen.“

Die Süd-Tiroler Freiheit reichte zu diesem Thema eine Landtagsanfrage ein und wollte unter anderem wissen: „Wie kann es sein, dass man in Südtirol mittlerweile offenbar Glück haben muss, um mit dem Personal des Sanitätsdienstes Deutsch sprechen zu können?“

Jetzt liegt die Antwort von Gesundheitslandesrat Thomas Widmann vor.

WAS ER SAGT, LESEN SIE IN DER MITTWOCH-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (32)

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  • tiroler

    Da stimmt sicher, allerdings ist es momentan bedeutungslos welche Sprache das Personal spricht.
    Die Zahlen steigen weiterhin und es kommt ab nächster Woche der Totallockdown. Das Haus darf nur mehr für Dringlichkeiten verlassen werden. Anders sind die Zahlen, vor allem die Mutation nicht in den Griff zu bekommen. China Australien Neuseeland Südkorea. All diese Staaten gingen hart vor und haben die Pandemie im Griff.
    Die Schulen und Kindergärten so lange offen zu halten war auchbein großer Fehler. Diese müssen bis auf weitetes geschlossen bleiben

    • markp.

      Man muß da aber schon auch unterscheiden. Die asiatischen Länder sind solche Krankheitsausbrüche gewohnt, also war es ein leichtes bei der Bevölkerung eine Sperrung durchzuführen. Daß Europa da behäbiger war, ist nachzuvollziehen. Weil es in der Vergangenheit schon ähnliche Krankheiten gab, wo vorher Angst geschürt wurde und es sich dann doch nicht so massiv, wie in den asiatischen Ländern ausgewirkt hat.

      Und Australien und Neuseeland sind Inseln. Da ist es um ein vielfaches leichter die ganzen Häfen zu schliessen und die Krankheitserreger schon an der Küste abzufangen.

    • thefirestarter

      Momentan bedeutungslos? Weil Krisensituationen.

      Also ist unsere Autonomie nur ein Luxus den wir uns leisten wen es uns gut geht.
      Aber in Krisenzeiten überflüssig?

  • gestiefelterkater

    „allerdings ist es momentan bedeutungslos welche Sprache das Personal spricht.“

    Na dann können wir ja jetzt auf Suaheli kommunizieren, dann verstehen wenigstens die Hochqualifizierten Ärzte etwas.

    Übrigens, was hält der Allerwerteste da in seinen Händen, etwa gar einen Mutanten?

  • zusagen

    Es sollte der Bevölkerung schon aufrichtig und klar verständlich gemacht werden, dass es unbedingt notwendig ist, die italienische Sprache gut zu beherrschen um sich auch rechtzeitig über die geltenden Rechte informieren zu können. Es reicht leider einfach nicht immer noch zu glauben dass Südtirol nicht Italien ist.

  • thefirestarter

    Wenn auch das Personal am Telefon höflich ist, so sind sie doch außerstande auch nur ein Wort in Deutsch zu sprechen….
    Ein Armutszeugnis für die Sanität.
    Aber leider nur die Spitze des Eisbergs. Noch weitaus schlimmer ist es das auch die Ärzte nur mehr Italienisch sprechen und ihnen, der deutschen Sprache „mächtige“ Krankenpfleger beigefügt werden, um zu übersetzen.

    Das ganze Autonomie Gequassel wird in der SüdTiroler Sanität zur Farce.

    • cicero

      Ich spreche grundsätzlich nur Deutsch mit Behörden. Wenn sie mich nicht verstehen dann spreche ich Englisch. Wenn sie das auch nicht verstehen dann verdreh ich die Augen, schüttle den Kopf und gebe ihnen zu verstehen dass es eine Schande sei, wenn schon nicht Deutsch, auch nicht Englisch zu können, was mittlerweile Standard ist. Manche schämen sich.

  • walter11

    Ein weiteres Komplettversagen von Widmann und Zerzer. Beide müssen weg

  • quovadis

    Wäre es in anderen Bereichen genau umgekehrt, könnte ich damit leben. Aber wehe dort wird nicht italienisch gesprochen. Deutsch wird immer mehr nur ein zufälliges Optional. Das zweisprachige Südtirol ist eine Mär. (sorry Ladiner, aber ihr verkauft eure Sprache auch nur dem Tourismus. Ich würde mir ein Ladinien wünschen, wo das Ladinische selbstverständlich an erster oder alleiniger Stelle ist. So wie in Val Müstair. )

  • olle3xgscheid

    Hoffe es gibt keine Zweisprachigkeitszulage !!! Ausserdem wer will erlernts wer nicht, eben nicht.
    2 Sprache ( egal ob italienisch oder deutsch) dürfte heutzutage kein Problem mehr sein.

  • goggile

    SÙDTIROLER KÕNNEN LANGFRISTIG NUR UNTERGEHEN IN DIESEN STAAT, SCHIN ALKEIN WEGEN DER MASSENZUWANDERUND AUS DEM SÙDEN

  • olle3xgscheid

    Lebm mittlerweile 70 und mehr Johre in Südtirol, und noch nicht erlernt??? Hallo?? Vor 20 Johren wornse 50!!! Also bitte…

  • yannis

    so geht die schleichende „Italianisierung“Südtirols voran, nur Tolomei hat es nicht verstanden diese Methode anzuwenden.

  • schwarzesschaf

    Herr Knoll einer der auf der intensivstation ist redet und hört sowieso nichts da ist es egal welche sprache er spricht und wenn er nur indisch kann wichtig ist das er hilfe bekommt.

  • papaf

    Lieber einen kompetenten Arzt, den ich nicht verstehe, als einen Doktor, der mir zwar die Symptome erklärt, aber den Patient nicht kurieren kann. Einige in diesem Forum können sowieso nur mehr im Dialekt schreiben. Wenn schon ist unser Untergang ist nicht die „sprachliche Italanisierung“, sondern die englische!

  • tirolersepp

    Jetzt kommt der Selbsttest zuhause – mal sehen was die ganzen Nörgler und Jammerer dazu sagen – jeder einzelne kann seinen Beitrag leisten !!!

  • tirolersepp

    Was sollen die Selbsttests bringen?

    Ziel ist es, die Überträger des Virus früh zu erkennen. Wenn die Hälfte der Bevölkerung sich zweimal pro Woche selbst testen würde und bei einem positiven Test zu Hause bliebe, dann hätte dies einen impfähnlichen Effekt, sagte Alexander Beisenherz, Mitgründer der unabhängigen wissenschaftlichen Initiative rapidtests.de, im NDR. „Das Virus könnte sich in der Gesellschaft nicht mehr ausbreiten.“

  • thefirestarter

    Das genetische Erbe der längst ausgestorbenen Neandertaler kann Menschen heute einer Studie zufolge vor einem schwerem Covid-19-Verlauf schützen: Die Neandertaler haben im menschlichen Genom Genvarianten hinterlassen, die das Risiko, bei einer SARS-CoV-2-Infektion schwer zu erkranken, wohl um gut 20 Prozent reduzieren. ORF.at

    Da werden aber viele hier in ST froh sein.

  • sepp

    WIDMANN ÜBER SIE LACHT DIE GANZE WELT

  • freitag

    Voraussetzung für die Ärztekammer ist die italienische Sprache.

    Eigentlich traurig wie es einseitig geht.

  • thefirestarter

    Auch der Befund ist nur Italienisch!?
    Habe gerade das Ergebnis meines Tests bekommen……. alles nur Italienisch!

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