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AC/DC im Vinschgau

Unter den sechs Bands, die an diesem Wochenende beim „Tatscher Bichl Open Air” im Vinschgau spielen werden, ist auch die aus München stammende AC/DC-Coverband Over/Dose gelistet.

Zwei Tage wird es dauern, Freitag, 07., Samstag, 08. August. Beginn jeweils 18 Uhr, mit drei Bands pro Tag. Das „Tatscher Bichl Open Air” will mit seinem Programm vor allem den klassischen (Hard-)Rock feiern, abseits von neuen Strömungen und extremen Seitenlinien. Und so sind neben den beiden Openern Electric Super Wolves (Österreich) und REAT (Schweiz) vier erfahrene und hochkarätige Coverbands auf der Bühne, die den Bands Motörhead (Motörblock) und AC/DC(Over/Dose) am Freitag, und Van Halen (Van Dalen) und Iron Maiden (Ironhead) am Samstag Tribut zollen.
Wissend, dass ein sehr hoher Prozentsatz des hiesigen Rockpublikums locker mindestens zehn AC/DC-Songs aus dem Stand mitgröhlen kann, haben wir uns im Vorfeld mit den Münchnern Over/Dose in Verbindung gesetzt und mit vier Hardcore-Fragen konfrontiert. Holger „Holly” Schulten, Bassist bei Over/Dose, hat die Herausforderung angenommen. (rhd)

Headliner: Mit einigen Ausnahmen – z.B. „Thunderstruck” oder „Hard As A Rock” – habt ihr nur AC/DC-Songs bis 1980, also einschließlich „Back In Black”, im Programm. Sind AC/DC nach „Back In Black” nicht mehr relevant für euch?

Over/Dose: AC/DC ist für uns immer relevant. Aber du hast eben nur maximal zwei Stunden Zeit auf der Bühne und möchtest den Leuten einen repräsentativen Querschnitt dessen geben, was sie gerne hören möchten. Und für die meisten sind das eben Songs aus der Bon Scott-Ära. Over/Dose wurde zur Jahrtausendwende gegründet und für die damaligen Gründungsmitglieder waren die Songs mit Bon Scott top favorisiert. Ich für meinen Teil mag auch die Sachen mit Brian Johnson und das merkt man auch an manchen „Änderungen“ an der Setliste…

AC/DC machen auch nach dem Tod von Malcolm Young weiter, inclusive Album und Tour. Wie steht ihr als Fans dazu?

Ich bin mir sicher, das ist absolut im Sinne von Malcolm Young. Malcolm war zwar meistens im Hintergrund, war aber der wichtigste Songwriter der Band. Wie man sieht, ist das Experiment, ohne ihn weiter zu machen, ebenso gelungen wie das Replacement eines neuen Sängers – das hätte auch schief gehen können. Ich glaube, das wirkliche Ende von AC/DC kommt erst, wenn Angus wegfallen sollte, das wäre für die Fans ein echter Bruch! Grenzwertig fand ich persönlich, für den Rest der „Rock Or Bust“-Tour Axl Rose auf die Bühne zu stellen und ich hoffe, das war ein einmaliger „Ausrutscher“. Auf das neue Album in fast kompletter Originalbesetzung (angeblich ja auch mit Gitarrenspuren, die Malcolm noch eingespielt hatte) sind wir sehr gespannt und das ist der Beweis für ein wahres Wort: Never change a winning Team. Als Bassist bin ich vor allem froh, dass Cliff Williams und Phil Rudd mit von der Partie sind! Ohne die beiden ist es einfach nicht AC/DC…

Als Schwerpunkt im Schwerpunk fällt auf, dass ihr praktisch die kompletten beiden Alben „Powerage” und „Let There Be Rock” spielt. Was ist der Reiz dieser beiden Scheiben?

Die rohe und ungebremste Leidenschaft, mit der die beiden Alben eingespielt wurden, das ist nach wie vor unerreicht. Man merkt schon, dass da unter dem Motto „Youth gone wild“ Musik gemacht wurde und eben in dieser Zeit entstand der Begriff der „Bösen Buben des Rock‘n‘Roll“. Ich hab sie 1974 das erste Mal live gesehen und war hin und weg. Sowas gab es bis dahin nicht und genau dieses Feeling hörst du auf „Powerage“ und „Let There Be Rock”. Und das passt perfekt ins Konzept von Over/Dose.

„Overdose” ist in unseren Augen einer der besten AC/DC-Songs überhaupt, wegen seiner rohen Energie und wegen seines minimalistischen Aufbaus. Einverstanden?

Dass wir diesen Titel als Bandnamen tragen, dafür bin ich ehrlich gesagt nicht verantwortlich. Aber ich liebe den Song auch sehr. Minimalismus war von je her das Markenzeichen von AC/DC. Davon lebt die Band und diese Stilistik haben sie perfektioniert. Wo andere Bands hoch aufwendige und sündteuere Produktionen brauchen, reicht bei AC/DC ein Gitarrenriff und du weißt sofort, was Sache ist. So ist das auch beim Song „Overdose”. Das ist für mich die Quintessenz an Effektivität. Und genau das ist es auch, was wir mit Over/Dose live umsetzen wollen – rauf auf die Bühne, Kabel in die Gitarre und los geht‘s !! Das ist Musik wie sie sein soll und darauf freuen wir uns auch beim Open Air am Tartscher Bühel.
Let there be ROCK!!

Info: https://www.facebook.com/events/776442069802650

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