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Der Baustart

Die Kölner Hütte

Die Bauarbeiten zur neuen 10er Kabinenbahn „König Laurin“ von der Frommer Alm zur Kölner Hütte sind gestartet.

Die insgesamt 1.807m lange Bahn mit Mittelstation ersetzt die zwei Sessellifte Laurin II und Laurin III und bringt die Fahrgäste künftig bequem und wettersicher in 6,5 Minuten 560 Höhenmeter nach oben direkt an den Felsen des Rosengartens zur Kölner Hütte auf 2.337m.

Es ist das erste Bahnprojekt des Südtiroler Architekten Werner Tscholl, welcher für die Gestaltung der Bergstation verantwortlich zeichnet.

„Der für die neue Bergstation vorgesehene Bauplatz ist aufgrund seiner delikaten und exponierten Lage nicht geeignet, um eine rein technische Struktur einer Seilbahnstation in herkömmlicher Form in die Landschaft zu setzen. Die Bergstation liegt unmittelbar im Blickfeld des Rosengartens. Die heute bestehende Ansammlung vorhandener Strukturen mit der Sesselliftstation, der Kölner Hütte und der Laurins Lounge erscheint dem wunderbaren Panorama nicht zuträglich. Aus diesen Gründen muss eine möglichst wenig sichtbare Einfügung in die Umgebung oberste Priorität erhalten,“ so Italiens Architekt des Jahres 2016 Werner Tscholl.

Die Bergstation soll somit nicht als eigenständiges architektonisches Objekt sichtbar werden.

Nur die Ein- und Ausfahrtshöhlen, durch welche die Kabinen in die unterirdisch angelegte Station ein- und ausfahren, sowie der Zugangstunnel für Wanderer und Skifahrer sind als sichtbare Zeichen in den Hang eingeschnitten. Von hier kann der Skifahrer direkt auf die Skipiste ausfahren, bzw. die Wanderer auf die bestehenden Wanderwege gelangen.

Eine Rolltreppe sowie ein Aufzug führen direkt von der Ankunftsebene auf die Ebene der bestehenden Laurins Lounge.

Werner Tscholl: „

Der Eindruck von Höhleneingängen soll einen Bezug zur Laurin Sage herstellen, die Skifahrer und Wanderer kommen im unterirdischen Palast von König Laurin am Rosengarten an. Gemäß der Sage wonach “Vergessen sind heute die Zugänge zu König Laurins verzaubertem Reiche, versunken seine Tore, verloren ihre Schlüssel, … [] „aber einmal wird alles von Kindern und Sängern wiedergefunden und erschlossen werden.“

Vor der Laurins Lounge wird eine dem Gebäudeverlauf folgende Terrasse angelegt, welche sich zu einem Aussichtspunkt erweitert, indem das ehemalige Podest des Sessellifts integriert wird.

Realisierung eines nachhaltigen Mobilitätskonzeptes unterm Rosengarten

Parallel zum Bau der neuen Kabinenbahn erfolgt die Verlängerung des Sesselliftes Tschein zur Moseralm. „Durch diese Verlängerung kann nicht nur der Skilift Moseralm Baby abgebaut werden – und somit eine weitere Optimierung für den Skibetrieb erreicht werden, sondern auch für den Sommer ergibt sich ein neues, zeitgemäßes Angebot,“ berichtet Florian Eisath, Geschäftsführer von Carezza Dolomites.

„Unsere Vision besteht darin, das Hochplateau unterm Rosengarten autofrei erlebbar zu machen. So kann man künftig von Welschnofen mit der Kabinenbahn starten und umweltfreundlich zu Fuß, mit dem Rad oder mit den Bahnen bis zum Karer See und wieder retour wandern / Rad fahren. Auch vom Karer See aus erreicht man mittels 20 Minuten Fußweg die Talstation des Sesselliftes Tschein, welcher eine Verbindung zur neuen König Laurin Bahn bis zur Kölner Hütte garantiert,“ so Florian Eisath weiter.

Dolomiten UNESCO Welterbe besuchen

Ab der Landeshauptstadt mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln direkt zum Felsen des Rosengartens, das wird ab Weihnachten 2020 barrierefrei möglich sein. Dank der Neuinvestition in eine moderne Aufstiegsanlage können alle Personen ohne Einschränkungen das einzigartige Panorama am Rosengarten erleben. Carezza Dolomites engagiert sich schon seit Jahren für nachhaltigen Tourismus und ist im Herbst 2019 dem Klimaneutralitätsbündnis 2025 beigetreten.

„Durch bewusstes und verantwortungsvolles Wirtschaften ist es das Ziel, ein zukunftsweisendes und nachhaltiges Bergerlebnisangebot ganzjährig zu etablieren und als Impulsgeber für die Region und andere Unternehmen zu agieren. Gerade in der derzeitigen Krise ist es wichtig, positive Signale zu setzen und nachhaltiges Wirtschaften in den Vordergrund zu rücken,“ betont Florian Eisath.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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