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Das Wolf-Urteil

Foto: Valentin Platzgummer

Herbert Dorfmann zeigt sich erfreut über Verfassungsurteil zur Entnahme von Wolf und Bär.

Das 2018 verabschiedete Landesgesetz der Provinz Bozen zur Regulierung und Entnahme von Großraubwild ist legitim: Das hat der Verfassungsgerichtshof heute im Berufungsverfahren festgestellt. Südtirols EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann freut sich: „Ich arbeite in Brüssel weiter mit voller Kraft daran, damit die Südtiroler Landesregierung beim Wolfs- und Bären-Management möglichst viel Spielraum hat.“

Das Landesgesetz vom 16. Juli 2018, Nr. 11 ermächtigt den Landeshauptmann zur Entnahme von Problemwölfen. Zur Durchführung der Habitat-Richtlinie kann er bei Großraubwild vorbeugend und intervenierend eingreifen. Die römische Regierung hat das sogenannte Wolfsgesetz vom vergangenen Jahr angefochten. Heute kam die Legitimierung seitens des Verfassungsgerichtshofes.

EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann kämpft in Brüssel und Straßburg seit jeher darum, den Schutzstatus des Wolfes auf EU-Ebene zu senken und so die Regulierung des Wolfs-, aber auch des Bärenbestandes zu ermöglichen. Es sei davon auszugehen, dass ansonsten die Zahl der Wölfe in den kommenden Jahren noch weiter ansteige und dadurch immer größere Konflikte zwischen Wolf und Nutztieren entstünden. Umso richtiger sei die heutige Entscheidung, begrüßt Herbert Dorfmann das Urteil: „Südtirol kann die EU-Gesetzgebung direkt umsetzen“, sagt er. Ich arbeite mit vielen Kollegen auf allen Ebenen daran, die europäischen Gesetze flexibler zu machen. Die können wir dann auch in Südtirol ohne römische Fußfesseln umsetzen.“

Die heimischen Berggebiete müssten aufgrund der intensiven Vieh- und Almwirtschaft zum sensiblen Gebiet erklärt werden, betont er. Es brauche eine besondere Regelung für die alpinen Weideflächen. Das heutige Urteil ist, so Herbert Dorfmann, ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (18)

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  • silverdarkline

    Bravo Herr Dorfmann! Nun verkaufen Sie dieses Pseudo-Gesetz den Hinterwäldlern wieder als ach so großen Erfolg! Ich würde mir alles mal genau durchlesen, dann müsste eigentlich jeder Tölpel verstehen, dass im Prinzip NICHTS entnommen werden darf. Aber so weit reicht die Bildung bei gewissen Gesellschaftsschichten wohl nicht, deshalb: Bravo!

    • einereiner

      @silberfuchs
      das ist ein weiterer Schritt zum wieder wolfsfreien Südtirol.
      Da kannst du Handstand machen und LaPaloma pfeifen…..die Wölfe werden wieder gehen oder gegangen werden.

      • silverdarkline

        Bei Ihnen bewahrheitet sich wieder mal: Wer lesen kann ist im Vorteil. Aber wie schon erwähnt, gewisse Gesellschaftsschichten lassen sich lieber Märchen erzählen oder besser “ einen Bären aufbinden“!

      • alsobi

        Silverdarkline hat schon recht und mit „einereiner“ präsentiert sich zu diesem Thema im wahrsten Sinne des Wortes der Obertölpel! Es gibt keine Wolfproblem in Südtirol, sondern vielmehr ein Bauernproblem! Schönen Abend noch……..!

        • einereiner

          @silver udn alsobi
          wieso adoptiert ihr keinen Wolf, wenn ihr ihn so liebt?
          Verbietet euch das eure Mami?

          • george

            Wieso stellst du „silver udn alsobi“ solche Fragen? Haben sie etwas den Wolf verteidigt bzw. gesagt, sie mögen ihn? Bleib doch beim Thema, welches sich ja mit dem verabschiedeten Gesetz bzw. mit den europäischen Richtlinien dazu befasst. Und nichts anderes ist momentan Sache!

          • silverdarkline

            ????….jedweder weitere Kommentar sinnlos! Adoptieren Sie doch ein Schaf, meinen Wolf wird’s freuen!

  • silverdarkline

    Und sollte irgend ein Zurückgebliebener doch die Hände gen Himmel strecken und jubeln, bitte lesen:
    Sie (die Provinz) kann über die Entnahme, den Fang oder Abschuss einzelner Bären oder Wölfe in bestimmten Ausnahmesituationen und unter Beachtung der staatlichen und europäischen Vorgaben und nach Einholen des Gutachtens der Höheren Anstalt für Umweltschutz und Forschung (ISPRA) autonom bestimmen.”

    Also zum Glück nichts mit Büchse rausholen usw.

    • fronz

      @silverdarkline
      …geats dir guat? I hoff du vosteasch mein Dialekt!
      A bissl wianiger aufregn, des schodet der G’sundheit

      • silverdarkline

        Keine Sorge, ich bin sehr gesund und mit Aufregung hat das schon mal gar nichts zu tun. Ihren Dialekt verstehe ich sehr gut aber der Bildung willen sollte man doch die gemeine hochdeutsche Sprache verwenden wenn man sich zu einem Thema schriftlich äußern muss/will/darf/soll usw.

  • batman

    Wenn ein Krawattenträger, wie Dorfmann, von Entnahme spricht, kommt mir die Galle hoch!
    Sag halt erschießen ! Gscheidian!

  • jeronimo

    .. was ist ein Problemwolf? Sicher keiner der ein Schaf reisst das frei herumläuft. Hier in Südtirol haben und hatten wir bisher noch keinen Problemwolf. Herr Dorfmann, bitte sagen Sie genau wann ein Wolf oder Bär entnommen werden darf. Ich denke erst sobald ein Mensch angefallen wird.. und das kann dauern oder gottseidank fast nicht zutreffen. Alles andere ist Augenauswischerei um die Bauern und Wähler zu beruhigen und den Eindruck zu schenken dass der Herr Dorfmann jetzt endlich ein Gesetz zum feien Abschuss dieser Tiere durchgesetzt hat.

  • heinz

    Nicht die Wölfe sind das Problem, sondern die bei uns praktizierte, intensive Vieh- und Almwirtschaft. Wobei die Vergabe von Fördermitteln vonseiten des Landes ernsthaft hinterfragt werden müsste. Wer braucht so viele Schafe? Klimapolitisch ist die massive Förderung von Viehwirtschaft sowieso kontraproduktiv. Stattdessen könnte etwa der Anbau von seltenen Getreide- und Obstsorten stärker gefördert werden.

  • drago

    Eigentlich ist es zu begrüßen, dass das südtiroler Gesetz bestätigt wurde. Zumindest wissen die Bauern jetzt, wem sie die Schuld geben müssen, wenn immer noch keine Wölfe entnommen werden dürfen.
    Und ganz Südtirol als sensibles Gebiet erklären zu wollen, um alle Wölfe abschießen zu dürfen, dürfte dann doch etwas viel verlangt sein.
    Nebenbei dürften sich LH und Schuler an die Verurteilung des Alt-LH’s wegem des Abschusses der Murmeltiere erinnern; vor allem an das Prinzip, dass Wildtiere Eigentum des Staates sind und ein ungeregelter Abschuss ungute Folgen haben kann.
    Nebenbei: die Schafhaltung in den gegenwärtigen Ausmaßen gibt es erst wieder seit vielleicht 20 Jahren, vorher liefen praktisch keine Schafe frei auf den Almen herum.

    • george

      @drago
      Was heißt hier: „…, vorher liefen praktisch keine Schafe frei auf den Almen herum.“ Ich habe „vorher“ den Sommer über auf der Alm mehr 150 Schafe gehütet. Diese sind sehr „frei“ herum gelaufen. Ich habe sie nicht eingesperrt oder Tag und Nacht bewacht.

  • franz1

    Wer lesen kann ist im Vorteil!
    Bis jetzt ist alles beim Alten, es fehlen die Richtlinien der Politk, der Umweltschützer und und …….
    Bis der erste Wolf fällt, wird er wahrscheinlich an Altersschwäche verenden, nur so drauflosgeballert kann nicht werden wie es sich die Bauern vorstellen und der Tiefentahler es ihnen um den Mund streicht!

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