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„Auf den Platz getrieben“

Die Fachgewerkschaft der Öffentlich Bediensteten im AGB-CGIL weist aufs Schärfste die von Landesrätin Waltraud Deeg und Landeshauptmann Arno Kompatscher getätigten Aussagen zurück, die Teilnehmer der Protestkundgebung seien „auf den Platz getrieben“ bzw. „falsch informiert worden“.

„Diese Unterstellungen gegen die Gewerkschaften und die Entmündigung der Teilnehmer an der Protestkundgebung können wir als AGB-CGIL Öffentlich Bedienstete so nicht stehen lassen“, wird in einer Aussendung klargestellt.

Die Fachgewerkschaft erinnert an die mühsamen und schleppenden Vertragsverhandlungen der vergangenen Jahre. Den bescheidenen „Lohnerhöhungen“ (2009-2010 insg. 25,64 € brutto monatlich) stehe ein Kaufkraftverlust von 10,4% gegenüber. „Über 4.000 Öffentlich Bedienstete haben dies wohl verstanden und wussten es zu werten, ansonsten hätten sie ihren Unmut und „Zorn“ durch ihrer Teilnahme an der Protestkundgebung am 10. April nicht so zahlreich kundgetan. Wenn es bei den politisch und Verwaltungsverantwortlichen immer noch nicht angekommen ist kann es uns nur verwundern“, so die Fachgewerkschaft.

„Um die viel gepriesene Sozialpartnerschaft im Öffentlichen Dienst ist es wahrlich schlecht bestellt“, fährt die Aussendung fort. „So erfahren die Gewerkschaften durch die Medien nicht nur wen sie künftig als Verhandlungsdelegation für die Tarifverhandlungen gegenüber sitzen haben, sondern auch der Termin für ein erstes Treffen wird zuerst in den Medien veröffentlicht bevor er den Sozialpartnern, den Gewerkschaftsvertretern, direkt mitgeteilt wird. Schlussendlich wird uns dann auch noch der Kaffee, der pro Monat herausschaut, mit einem „Lutscher“ von Herrn Lanz versüßt, der an Respektlosigkeit wohl kaum noch zu überbieten ist.“

Der ABG-CGIL Öffentlich Bedienstete ist überzeugt, „dass die Teilnehmer/innen an der Protestkundgebung in Bozen auf jeden Fall so mündig sind, dass sie aufmerksam das derzeitige Verhalten und die Aussagen einzelner Politiker und Verwaltungsverantwortlicher wahrnehmen und entsprechend zu werten wissen“.

 

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Kommentare (11)

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  • pingoballino1955

    Unerhörte FRECHHEIT! Typisch S V P !!!

    • asterix

      Stimmt. Das ist wirklich eine Frechheit. Bei der Demo hat sich keine und keiner der SVP – Strategen an das Mikro getraut. Da sind sie herumgestanden wie die begossenen Pudel. Nicht einer hat sich vor getraut. Außer der Maria Rieder vom Team Köllensperger, die auch nix außer „ich bin stolz auf euch“ hervorgekrächzt hat. Die hätten die Leute auf dem Platz ja nur fragen brauchen ob sie jemand hergetrieben hat. Alles ein arroganter Lobbyhaufen.

  • echnaton

    Abgesehen jetzt von den Verhandlungen für die öffentlichen Bediensteten diese Personen sin arrogant und selbstherrlich; es ist einfach nur mehr peinlich, dass uns solche Politiker regieren. Es ist erstaunlich, dass die Leute immer noch diese Partei wählen, die nur für Bauern, Hoteliers und für die Wirtschaft da sind und diesen immer mehr finanzielle Mittel zusteckt, die nur Großprojekte im Kopf hat und für sich „steuerfreie“ Bezüge genehmigt.

  • unglaublich

    Unsere Volksvertreter werden alle 5 Jahre neu gewählt. Arbeiter und Angestellte werden vor den Wahlen mit kleinen Wahlgeschenken geködert und schon wählen die Schafe ihre Schlächter.
    Selber schuld! Bauern, Unternehmer und Freiberufler sind nicht so dumm.

  • kurt

    @unglaublich
    Genau ,dann gibt es da noch solche Idioten wie die SVP Pflichtverteidiger andreas und mannik die das verteidigen und noch verherrlichen ,Leute gibt es schon in unserem Land unglaublich!!!!.

  • ralf

    Falsch informiert ?! dass diesen Personen nur nie nichts zu dumm ist, schamp enk !

  • sabine

    Auf den Platz getrieben haben sie die Leute wohl selbst, mit ihrem ewigen Nicht Wahrhaben und Ernst Nehmen Wollen, und abwertenden Sprüchen noch dazu, wie „kein Blumentopf zu gewinnen“….
    Das mittlerweile kaum mehr jemand in den Landesdienst zum Arbeiten will ist ein offenes Geheimnis, nur mehr Studienabgänger ohne oder mit wenig Berufserfahrung, Mütter mit Bedarf einer Teilzeitarbeit oder Arbeitslose aus anderen Provinzen streben in den Landesdienst. Und bewährte Kräfte im Dienst denken über einen Abgang nach, da es kaum Perspektiven gibt.

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