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„Schwaches Land“

Paul Köllensperger

Das Team Köllensperger fordert den Landeshauptmann auf, das Abkommen mit der Post sofort zu kündigen.

Was als „autonomiepolitischer Erfolg“ vor zwei Jahren von der SVP und Landeshauptmann Arno Kompatscher präsentiert wurde, entpuppe sich immer mehr als Komplettversagen, so das Team Köllensperger.

Die Grundlage für dieses Scheitern der politischen Führung sei vor zwei Jahren mit dem Abschluss des Abkommens zwischen Poste Italiane und der Landesregierung gelegt worden. Das Team Köllensperger fordert schnelle und mutige Entscheidungen, sowie Konsequenzen.

In einer Aussendung schreibt das TK:

„10 Millionen Euro hat die Landesregierung im Zeitraum 2017-2019 für das Abkommen mit der italienischen Post zweckgebunden.

Gar mancher glaubte nach der Unterzeichnung am 05. April 2017 in Rom zwischen Landeshauptmann Arno Kompatscher und Post-Chef Francesco Caio, dass die Post nun Landeskompetenz geworden sei – von wegen.
Bei genauerem Hinschauen zeigt es sich, dass im Abkommen alles wichtiger zu sein scheint, als die Mitarbeiter der Post, damit der Mensch, der im aktuellen Regierungsprogramm der SVP so salbungsvoll in den Mittelpunkt gestellt worden ist.

So sieht der Vertrag zwischen Land und Post z.B. vor, dass 75.000 Euro für die Ausstattung der Postämter mit Wi-Fi, 223.800 € für die Installation der zusätzlichen blauen Postkästen (für die internationale Post) und sage und schreibe 4,6 Millionen für die Zustellung der Zeitungen und Zeitschriften, auch samstags, aus dem Geldtopf der Südtiroler/innen bezahlt werden.

Von einer Zuweisung der öffentlichen Geldmittel gezielt in die Anstellung und Aus- bzw. Weiterbildung der Mitarbeiter/innen der Post steht im Abkommen nichts. Hier hat sich das Land als ziemlich schwacher Vertragspartner gezeigt.“

Maria Rieder

Ein Abkommen, das von vornherein vorwiegend strukturelle Dinge wie Postkästen, Schließfächer, Internet und Verteilerzentren fördere, aber die Poste Italiane mit keiner Zeile zu einer Personalaufnahme verpflichtet, hätte so nie abgeschlossen werden dürfen“, zeigt sich Maria Elisabeth Rieder vom Team Köllensperger verwundert.

Aus der Sicht des Teams Köllensperger muss das Abkommen sofort aufgelöst und neu verhandelt und anstatt in Postkästen in Menschen investiert werden.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • drago

    Da braucht nichts aufgelöst werden, laut Aussagen unseres LH wurde ja nichts bezahlt. Aber er hat schon mal verbal auf den Tisch gehaut. Da wird jetzt sofort alles besser werden. Wenn nicht, geht er selbst mit Schiefer und dem Arbeitnehmerfuzzi die Post austragen, vor allem die Zeitungen der Athesia, und sie bekommen dann einen Teil der 4,6 Mio als Gehaltszulage (steuerfrei natürlich). 🙂

  • schinger

    Man mag meine Aussage gerne stark kritisieren, jedoch glaube ich, dass auch die Südtriler Politik mittlerweile komplett femminisiert ist. Man will in keinen mehr auf die Füsse treten. Es in alle Recht machen. Aber wer alle zufrieden stellen will, erreicht nur, dass alle unzufrieden sind.
    Wir brauchen unbedingt wieder starke Führungskräfte welche auch Verantwortung übernehmen und auch die schmutzingen Aufgaben erledigen.
    PS: man muss nur schauen wie Herr Gatterer die Landesregierung verarscht!!! Das würde sich kein richtiger Mann gefallen lassen.

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