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„Wirtschaft bremst ab“

Federico Giudiceandrea

Angesichts der schrumpfenden Wirtschaft in Italien und des geringeren Wachstums in Deutschland fordert der Südtiroler Unternehmerverband mutige Entscheidungen.

Die Wirtschaft in Italien schrumpft und in Deutschland wird das Wachstum deutlich geringer ausfallen als bisher angenommen. „Dies könnte auch auf Südtirol negative Auswirkungen haben, handelt es sich doch um die beiden wichtigsten Absatzmärkte der heimischen Unternehmen“, meint der Unternehmerverband Südtirol.

„Gerade auch in Hinblick auf die jüngsten Daten zur Wirtschaftsentwicklung dürfen strategische Entscheidungen für die Zukunft nicht mehr länger hinausgeschoben werden“ warnt der Unternehmerverband.

Pierre Gattaz, Präsident von BusinessEurope, und Confindustria-Präsident Vincenzo Boccia haben diesbezüglich am Donnerstag in Rom die Vorschläge der europäischen Unternehmen vorgestellt, um Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und so den Betrieben zu ermöglichen, bestmöglich ihrer gesellschaftlichen Rolle gerecht zu werden.

Es handelt sich dabei um die Umsetzung einer effizienten Industriepolitik, um Investitionen in Innovation, Digitalisierung, Ausbildung und Nachhaltigkeit, um die Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze für die großen Herausforderungen in und außerhalb der EU, um die Stärkung des sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalts auf europäischer Ebene. Die Impulse für diese Vision sind vom Business Forum zwischen der italienischen Confindustria und dem Bundesverband der Deutscher Industrie ausgegangen, das im November des vergangenen Jahres in Bozen stattfand.

„Die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene“, so Unternehmerverbands-Präsident Federico Giudiceandrea, „ist in Anbetracht der jüngsten Daten zur Wirtschaftsentwicklung immer wichtiger. Italien ist in die Rezession gerutscht und in Deutschland wurden die Prognosen für das Wirtschaftswachstum 2019 von 1,8 Prozent auf 1,0 Prozent gesenkt. Wir müssen sofort reagieren und wieder wettbewerbsfähige Bedingungen für unsere Unternehmen schaffen. Strategische Infrastrukturen, die Reduzierung der Steuerlast, der Bürokratieabbau und die Unterstützung von Investitionen in Innovation und Aus- und Weiterbildung sind die Maßnahmen, die wir brauchen und die es mit großer Verantwortung gilt, auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene gemeinsam voranzutreiben.“

Giudiceandrea sagt weiters: „Bei unserem Neujahrsempfang haben wir darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, den Mut aufzubringen, Verantwortung zu übernehmen. Wir sind alle gefordert, unseren Beitrag zu leisten, so wie es unsere Unternehmen in diesen Jahren durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und lokalen Investitionen gemacht haben. Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen, den konstruktiven Dialog mit den Sozialpartnern und den politischen Vertretern auf allen Ebenen zu suchen und vor allem aber das zu tun, was unsere Unternehmen besonders auszeichnet: die Schaffung von Arbeitsplätzen und Mehrwert, um Wohlstand und Wohlfahrt zu finanzieren.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • thefirestarter

    Wir müssen sofort reagieren und wieder wettbewerbsfähige Bedingungen für unsere Unternehmen schaffen. Strategische Infrastrukturen, die Reduzierung der Steuerlast, der Bürokratieabbau und die Unterstützung von Investitionen in Innovation und Aus- und Weiterbildung sind die Maßnahmen, die wir brauchen und die es mit großer Verantwortung gilt, auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene gemeinsam voranzutreiben.“

    Weniger Steuern zahlen wollen aber auf der anderen Seite mehr Investitonen von Seiten der öffentlichen Hand verlangen.
    Wie kann diese Rechnung aufgehen!?

  • einereiner

    Die Lösung ist einfach: Los von Rom und zurück zu einem funktionierenden Staat: Österreich
    Wir 500000 Südtiroler Hansl können Italien nicht retten und auch nicht umerziehen. Mit Italien können wir nur absaufen. Und dazu ist Südtirol zu schade.

  • criticus

    Italien macht seit Jahren immer wieder den gleichen Fehler, sobald die Wirtschaft anzieht erhöhen sich fast wöchentlich die Treibstoffpreise. Dass damit die Preisspirale anzieht und das Haushaltsetat eines Normalverbrauchers darunter leidet, verstehen die Schlaumeier nicht. Von der Verschwendungssucht der italienischen Politiker und den dunklen Kanälen wo die Staatseingaben verschwinden gar nicht zu sprechen.

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