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Neues Sozialunternehmen

Notar Walther Crepaz (links) mit Präsidentin des Weißen Kreuzes Barbara Siri und Direktor Ivo Bonamico

Die Reform des dritten Sektors hat die Gründung einer neuen Organisationsform innerhalb des Landesrettungsvereins notwendig gemacht. Ein Sozialunternehmen in der Form einer GmbH soll zukünftig einzelne Dienstleistungen des Vereins übernehmen und damit die Organisation auf allen Ebenen absichern. 

Am Freitag wurde die Weißes Kreuz Service GmbH als Sozialunternehmen notariell gegründet. Ein Schritt, der von der Führung des Landesrettungsvereins seit Monaten gut vorbereitet wurde. Grund dafür ist eine Norm, welche nun klar definiert, welche Körperschaften dem dritten Sektor angehören und welche Tätigkeiten von diesen ausgeübt werden können. Aber nicht alle Tätigkeitsbereiche, die das Weiße Kreuz ausübt, sind in dieser Auflistung angeführt.

„Um diese Tätigkeiten weiterhin ausüben zu können, war es daher notwendig eine entsprechende Organisationsform zu gründen“, erklärt Präsidentin Barbara Siri. „Es handelt sich dabei vorrangig um Dienstleistungen, die zwar von allgemeinem Interesse sind, aber laut Gesetzgeber auch in den Bereich der kommerziellen Tätigkeiten fallen könnten“, so Siri. Um welche Dienste es sich genau handelt, steht noch nicht fest. Betroffen könnten demnach aber etwa der Langstreckentransport für Versicherungspartner oder Erste-Hilfe-Kurse im Rahmen der Arbeitssicherheit für Betriebe sein.

Ein weiterer Grund für die Entscheidung zur Gründung der Gesellschaft ist die Möglichkeit der Teilnahme an Ausschreibungen. „Ein Verein gilt als Endverbraucher und kann daher die Mehrwertsteuer nicht ausweisen bzw. absetzen, während die meisten Ausschreibungen einen Preis angeben, der exklusive Mehrwertsteuer berechnet wird“, erklärt Direktor Ivo Bonamico. „Aus diesem Grund sind Vereine bei Ausschreibungen benachteiligt, da sie immer um den Mehrwertsteuersatz teurer anbieten müssen“, bestätigt Bonamico.

Am Zweck oder an der Freiwilligentätigkeit des Weißen Kreuzes wird die Gründung des Sozialunternehmens nichts ändern. Einziger Gesellschafter der GmbH wird der Landesrettungsverein Weißes Kreuz selbst sein.

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Kommentare (2)

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  • hansi

    Nun diese Ungerechtigkeit bzw das Dilemma mit der mehrwertsteuer hat nicht nur das weisse Kreuz – auch bei Betrieben besteht eine Wettbewerbsverzerrung im Bezug auf jene mit Pauschalsystem bie welchen die Obergrenze von 30.0000 auf 65.000 Euro angehoben wurde und diese im Entefekt 22% günstiger anbieten können und dies ist eine menge Holz – mir scheint alles ist mittlerweil zu Komplex und von Gerechtigkeit keine Spur mehr – es ist nicht leicht heut Unternehmer zu sein bzw Respekt den Betrieben die sich Angestellte noch leisten – obwohl auch diese nichts zum Lachen haben – die Schere zwischen allem klafft längst überall zu sehr auseinander

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