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„Mit Zähnen und Klauen“

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Das Land muss wegen Bestimmungen zu den Führungszulagen vor das Verfassungsgericht. „Hier wird das Grundprinzip der Rechtssicherheit in Frage gestellt“, ist Landesrätin Waltraud Deeg aufgebracht. Sie will die Landeszuständigkeit mit allen Mitteln verteidigen.

von Heinrich Schwarz

Der regionale Rechnungshof macht gegen das Land Südtirol Ernst: Er hat im Hinblick auf mehrere Landesbestimmungen zu den Führungszulagen die Verfassungsmäßigkeitsfrage aufgeworfen. „Der Rechnungshof möchte diese Bestimmungen also direkt anfechten und zu Fall bringen“, erklärt Verwaltungslandesrätin Waltraud Deeg. Sie gibt sich kämpferisch: „Wir werden unsere Landeszuständigkeit in den Bereichen Personal, Ämterordnung und Führungsstruktur mit Zähnen und Klauen verteidigen.“

Das Verfahren hängt mit einem brisanten Urteil des Rechnungshofes von Ende des letzten Jahres zusammen. Damals wurden 18 Personen aus Politik und öffentlicher Verwaltung zu einer Schadenersatzzahlung von 565.000 Euro verurteilt. Am härtesten traf es den Ex-Direktor der Personalabteilung des Landes, Engelbert Schaller, mit 182.000 Euro. Der Grund für das Urteil: Die bereichsübergreifenden Kollektivverträge ab 1999 seien in Bezug auf die Funktions- und Koordinierungszulagen für Führungskräfte widerrechtlich gewesen.

Konkret sei ehemaligen Abteilungs- und Amtsdirektoren ein Teil der früher bezogenen Zulagen bis zur Pensionierung als fixes Lohnelement ausbezahlt worden. Das sei aufgrund fehlender Gegenleistung eine nutzlose Ausgabe. Das Land hätte sich laut Rechnungshof an das Staatsgesetz halten müssen.

EINEN AUSFÜHRLICHEN ARTIKEL DAZU UND DIE VERTEIDIGUNGSLINIE VON WALTRAUD DEEG LESEN SIE IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

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Kommentare (8)

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  • unglaublich

    Bei den Rechten der „Führungspersonen“ geben sie Vollgas, die VOLKSvertreter. Beim Volk ist es nicht so tragisch.

    • andreas

      Du bist der ertse der SVP Gegner, welcher die Brisanz dieses Artikels verstanden hat und um was sie da „kämpft“. 🙂
      Sie kämpft darum, widerrechtliche Auszahlungen tätigen zu dürfen und gleichzeitig mussten solche von Rentnern abgestottert werden, weil „man“ da nichts machen kann.

      • morgenstern

        Falsch, sie kämpft um eine Zuständigkeit, welche angeblich Bestandteil der weltbesten Autonomie sein soll, die wiederum nicht das Papier wert ist auf der sie geschrieben wurde, was selbst den größten Optimisten seit der Regierung Monti klar sein sollte.

  • thefirestarter

    Widerrechtliche Auszahlungen = Steuergelder
    Anfechten Rechnungshof = wieder Steuergelder

    Am Ende zahlen halt immer wir Arbeiter.

  • kurt

    Die Frau Gebert sollte sich um die Belange der Santitätseinheit in Bruneck kümmern da könnte sie sich wenigstens nützlich machen dieses scheinheilige Geschöpf!!!!!.

    • asterix

      @kurt, genau. Bei den „normalen“ Kollektivverträgen da hat sie keine Eile. Da wird gebremst und gebockt wo es nur geht. Aber bei 18 Führungskräften da wird das Messer gewetzt. Da sind wir wieder autonom. Wär ja noch schöner.

  • kira2000

    ….mit Zähnen und Klauen….! Liebe Rentnerinnen und Rentner wehrt euch auch mit Zähnen und Klauen, dass ihr die Beträge, welche einige Beamte fälschlicherweise an euch ausbezahlt haben, nicht zurückzahlen müsst! Es ist einfach beschämend, was im Land Südtirol abgeht – Herr Landeshauptmann, Südtirol steht gut da…..

  • meinemeinung

    wieso eigentlich Führungszulagen ,arbeiten diese Herrn/Frauen mehr als 36 Stunde die Woche , haben die mehr Verantwortung ,hab nie gehört dass jemand etwas zurückbezahlen musste oder weniger Lohn bekam , wenn er seinen Job macht bekommt er /sie einen Gehalt ,das sollte reichen je nach Einstellungsstufe und wieviel das ist, wußten diese Herrn/frauen auch schon bei der Anstellung . Verstehe diese Führungszulage nicht ,es ist ja seine Arbeit die er/sie machen will ,sonst soll er/sie das eben lassen ,das Führen

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