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„Würde auf die Straße gehen“

Franz Kompatscher

Der Bürgermeister von Brenner, Franz Kompatscher, stellt sich anlässlich des Verkehrsgipfels hinter den Landeshauptmann und vertraut darauf, dass sich dieser nichts dreinreden lässt.

Dass der Brenner-Gipfel am 12. Juni trotz Absage des deutschen Verkehrsministers stattfindet, ist für den Bürgermeister von Brenner, Franz Kompatscher, eine große Chance für die Südtiroler und Wipptaler Interessen gegen den Transit.

„Landeshauptmann Arno Kompatscher hat mit der Bestätigung des Brenner-Gipfels Stärke bewiesen und die einzig richtige Entscheidung getroffen. Dem Druck, der durch die Absage von Minister Andreas Scheuer aus Deutschland aufgebaut wurde, hat unser Landeshauptmann standgehalten und somit eine starke Botschaft an alle Beteiligten gesendet“, ist Franz Kompatscher überzeugt.

Der Bürgermeister der Gemeinde Brenner begrüßt das Vorgehen von LH Kompatscher: „Endlich zeigt das Land Südtirol seine Zähne. Wir können es nicht länger dulden, dass andere über unsere Köpfe hinweg entscheiden und über uns Südtiroler und Tiroler im wahrsten Sinne des Wortes einfach drüberfahren.“

Für den Brenner-Gipfel am Dienstag wünscht sich der Bürgermeister für Südtirol und das Wipptal, dass Landeshauptmann Kompatscher den neuen italienischen Verkehrsminister und alle Beteiligten von der „nicht mehr tragbaren Situation“ überzeugt.

Im Wipptal, im Eisacktal, im Raum Bozen und im Unterland sind für den Wipptaler Bürgermeister die Grenzen des Ertragbaren längst erreicht. Der Brenner Basistunnel kommt im Jahre 2027 und sei daher die Lösung für die Zukunft. „Da die Verkehrssituation nicht so bleiben kann, wie sie ist, braucht es konkrete Sofortlösungen“, so Franz Kompatscher. Schließlich nehme das Verkehrsaufkommen seit der Krise jährlich zu und sei auch dieses Jahr wieder im Steigen begriffen.

Schon beim BBT waren die Länder Südtirol und Tirol maßgeblich daran beteiligt, dass man schlussendlich auf nationaler und europäischer Ebene zu einem gemeinsamen politischen Entschluss gekommen ist. „Genau dasselbe muss nun in Bezug auf den Kampf gegen den Transit geschehen“, fordert Bürgermeister Kompatscher.

„Ich habe Vertrauen in das politische Geschick unseres Landeshauptmanns, dass er sich weder von den Frächterlobbys noch von den Ministern dreinreden lässt. Sollten es die Umstände verlangen, bin ich der Erste, der Seite an Seite mit unserem Landeshauptmann auf die Straße geht, um den Verkehr in verkraftbare Bahnen zu lenken“, so Franz Kompatscher.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (4)

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  • george

    Scheinheiligkeit und Falschheit pur von denen, die bisher immer für die Wirtschaftslobby geredet und gehandelt haben und das einfache Volk und die Umweltvereine/Verbände im südlichen Tirol vom Brenner bis Salurn im Regen stehen haben lassen bzw. sie sogar verteufelt haben. Jetzt vor den nächsten Landtagswahlen schwingen sie sich plötzlich in Sonntagsreden zu Hütern für Gesundheit und Umwelt auf.

  • unglaublich

    Die südtiroler Politik, also die Volkspartei, hat zu diesem gigantischen Verkehrsproblem viel zu lange geschwiegen. Jetzt, vor den Landtagswahlen, wird das wohl kurzfristig geändert. Wahrscheinlich für die Zeit bis zu den Wahlen.

  • rota

    Tolles Bild: zwei Kompatscher, Seite an Seite auf der Straße.

    Ich glauben, wenn Politiker plötzlich sich selbst in bildhaften öffentlichen Protesten zu inszenieren versuchen, kommunizieren sie in Wahrheit nur Ohnmacht und Ratlosigkeit.

    Und noch eine Frage, wer könnte diese Kompatschers von der Straße wieder in die reale Politik zurückholen?

  • drago

    Beim (Transit)verkehr ist unser LH plötzlich bereit auf die Strasse zu gehen (laut Kompatscher 2) und auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Autobahn zu verordnen, auch wenn er dazu keine Berechtigung hat und laut eigenen Aussagen auch eine Anzeige in Kauf nimmt (Kompatscher 1).
    Aber beim (Flug)verkehr, sprich Flugplatz BZ, geht nach Jahren immer noch nichts weiter und da gibt’s dann immer nur die Aussage: Ach ja, die Gesetze.
    Ein Schelm, wer Böses denkt.

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