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Bischof bei den Kranken

Bischof Ivo Muser war zum 26. Welttag der Kranken im Bozner Spital: „Die Krankenhausseelsorge ist ein Dienst der Hoffnung, des Respekts und der Liebe.“

Bischof Ivo Muser hat den 26. Welttag der Kranken mit einem Gottesdienst im Krankenhaus von Bozen begangen. „Für uns Christen“, sagte der Bischof dort, „entscheidet sich unsere Glaubwürdigkeit nicht zuletzt im Umgang mit den Kranken.“

Zum Welttag der Kranken galten die Gedanken des Bischofs nicht nur den Kranken selbst, sondern auch Ärzten, Krankenschwestern und Pflegepersonal, den Krankenhausseelsorgern und nicht zuletzt den Freiwilligen: „Ich möchte Euch von ganzem Herzen danken, dass Ihr gemeinsam versucht, an diesem Ort Hoffnung, Hilfe und Respekt vor dem Geheimnis des Menschen zu leben“, sagte Bischof Muser.

Krankendienst sei eine besondere Form, um Gott selber im Menschen zu begegnen und zu dienen.

Der diesjährige 26. Welttag der Kranken steht unter dem Wort des Johannesevangeliums: „Siehe, dein Sohn… Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich“ (Joh 19,27). Bischof Muser erinnerte daran, dass Papst Johannes Paul II. den Welttag der Kranken ganz bewusst mit dem Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes verbunden habe: „An diesem Tag verweist uns Maria in besonderer Weise auf die Gegenwart ihres gekreuzigten Sohnes in den kranken Menschen“, so der Bischof.

In der Krankheit würden die Menschen ihre Ohnmacht, Begrenztheit, Angewiesenheit und Endlichkeit erfahren, erklärte Bischof Muser heute. „Kranke erfahren, wie wenig wir unser Leben in der Hand haben“, so der Bischof. Das führe oft zu Isolierung, Mutlosigkeit, Angst oder Verzweiflung.

„Auf der anderen Seite bringt die Krankheit im Menschen oft Kräfte zur Reifung und verhilft uns zu tieferen Einsichten darüber, was in unserem Leben vordergründig und vergänglich ist und was Werte von bleibender Bedeutung sind“, sagte Bischof Muser.

Mit dem Dienst der Seelsorge im Bozner Krankenhaus wurde Piero Gobbo aus Meran vom Bischof betraut, der betonte, dass nicht vergessen werden dürfe, wie wichtig Christen der seelsorgliche Dienst an den Kranken sein müsse.

„Liebe Krankenhausseelsorger und -seelsorgerinnen, ich wünsche euch von Herzen, dass ihr Segen bringt und selber ein Segen seid“, sagte Bischof Muser, der unterstrich: „Für uns Christen entscheidet sich unsere Glaubwürdigkeit nicht zuletzt im Umgang mit den Kranken.

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