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    Die Wünsche der Grünen

    Die grünen Abgeordneten Hans Heiss, Brigitte Foppa und Riccardo Dello Sbarba

    Die Grünen bezeichnen den Durchbruch in Sachen Brennerautobahn-Konzession als „großen Erfolg“. Davon müssten aber auch die Anrainer und die Umwelt profitieren.  

    Die Inhouse-Vergabe der Konzession der A-22 an die Brennerautobahngesellschaft, wie sie seit drei Jahren von der Region und den Ländern mit anderen öffentlichen Körperschaften angepeilt worden ist, scheint nun unter Dach und Fach zu sein. „Nach so langer Zeit mag man es kaum glauben, dass der Durchbruch gelungen ist, aber wir Grüne begrüßen ihn ausdrücklich“, so schreiben die Grünen in einer Aussendung.

    Darin heißt es weiter:

    „Eine von örtlichen Körperschaften geführte Gesellschaft hat weit mehr Achtsamkeit für Land, AnwohnerInnen und Umwelt an der Transitstrecke als ein profitorientierter Konzern. Falls die Übernahme der Konzession nun definitiv gelänge, hätten die von Gemeinden und Umweltorganisationen, vielfach vom Land akzeptierten Forderungen zum Schutz vor Emissionen und Lärm oberste Priorität.“

    Für die Grünen gibt es allerdings noch offene Fragen in Bezug auf die mit einer Vergabe verbundenen Querfinanzierungen aus den Erträgen der Autobahn.

    Als da wären:

    • Diese sind in jedem Fall umweltgerecht und im Sinne der BürgerInnen einzusetzen. Hier gibt es klare Prioritäten: Würden die bereits angesparten über 600 Mio. € und die künftigen Jahresbeiträge für die BBT-Zulaufstrecken südlich von Franzensfeste verwendet, wäre dies auch in 30 Jahren nicht mehr als ein Tropfen auf einen heißen Stein. Dagegen sind mit diesen Beträgen ein wirkungsvoller Lärmschutz und die überfällige Ertüchtigung der Bahnstrecken sehr wohl finanzierbar.

    • Vordringlich aber ist der Bau der Bahnumfahrungen der Städte Bozen und Trient, die absoluten Vorrang genießen sollten. Die absehbare Zunahme des Güterverkehrs darf nicht auf Kosten der bereits zu sehr belasteten Städte gehen, sondern muss ihren Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen.

    • Zentrales Anliegen bleibt schließlich die Verlegung der Autobahn selbst im Bereich Bozen, wo eine Verlegung in den Berg einen enormen Zugewinn an Lebens- und Luftqualität bieten würde. Nicht umsonst ist sie im Masterplan Bozens als wesentlicher Bestandteil einer positiven Stadtentwicklung vorgesehen.

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