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    Südtirol wird älter

    01-rentner-renten-sicherDie Bevölkerung in Südtirol hat sich seit 1931 fast verdoppelt – von 283.000 auf über 530.000. Wie hoch die Lebenserwartung ist. 

    Seither hat sich die Bevölkerung fast verdoppelt.

    Dieses  Wachstum verlief jedoch nicht gleichmäßig:

    In den Jahren des 2. Weltkrieges ist aufgrund der großen Opferzahl und der Auswanderung infolge der Option ein deutlicher Einbruch zu verzeichnen, ab 1945 nimmt die Bevölkerung wieder zu.

    Nach den Baby-Boom-Jahren verlangsamt sich das Wachstum in den 70er Jahren, um erst Ende der 80er Jahre aufgrund der beginnenden Einwanderung wieder zuzunehmen, so heißt es in einer Aussendung des Astat.

    Quelle: Astat

    Quelle: Astat

    Die Veränderungen im Altersaufbau der Bevölkerung sind in den untenstehenden Abbildungen deutlich sichtbar: Der Anteil der älteren Bevölkerung nimmt zu, jener der jüngeren sinkt, sodass die ursprüngliche Pyramidenform langsam in die für alle überalterten Gesellschaften typische Pilzform übergeht.

    Die Veränderungen im Altersaufbau der Bevölkerung sind in den untenstehenden Abbildungen deutlich sichtbar: Der Anteil der älteren Bevölkerung nimmt zu, jener der jüngeren sinkt, sodass die ursprüngliche Pyramidenform langsam in die für alle überalterten Gesellschaften typische Pilzform übergeht.

    Die Altersverteilung gerät immer mehr aus dem Gleichgewicht: Das Gewicht der beiden Bevölkerungsgruppen „Junge“ (0-14 Jahre) und „Alte“ (65 Jahre und älter) verlagert sich immer mehr in Rich- tung der Senioren. Am 31.12.2015 stehen 100 jungen Menschen 119,8 Ältere gegenüber; 1995 waren es lediglich 84,4.

    Diese beiden Bevölkerungsgruppen leben zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung, da sie noch nicht bzw. nicht mehr am Erwerbsleben teilnehmen (können): Insgesamt betrug die Anzahl dieser beiden Gruppen 183.141 Personen, jene der erwerbsfähigen Personen 338.690, was einen strukturellen Abhängigkeitskoeffi- zient von 54,1 ergibt.

    Quelle: Astat

    Quelle: Astat

    Dies bedeutet, dass 100 Personen im erwerbsfähigen Alter für 54,1 (24,6 jüngere und 29,5 ältere) Personen sorgen müssen; 1995 waren es noch 46,1. Während jedoch bis 2005 der Anteil der jüngeren Personen jenen der älteren überstieg, hat sich der Trend seit 2006 umgekehrt:

    Im Jahr 2015 ist die Abhängigkeit der älteren Bevölkerungsgruppe (29,5%) von der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter höher als jene der jüngeren Bevölkerungsgruppe (24,6%), d.h. einer wachsenden Zahl von Rentenempfängern steht eine abnehmende Zahl von künftigen Beitragszahlern gegenüber.

    Diese veränderte Altersstruktur hat auch Auswirkungen auf die Arbeitswelt: 100 potenziellen Neueintritten in die Arbeitswelt entsprechen 91,9 Arbeitsaustritten aufgrund von Pensionierungen. 1995 lag dieser Wert bei 81,9.

    Überwiegt die ältere Bevölkerung über die junge, so verbessern sich zwar einerseits die Jobaussichten für die neuen Berufseinsteiger, andererseits aber könnte es auch zu einem möglichen Arbeitskräftemangel in der Zukunft führen aufgrund von Pensionierungen. 1995 lag dieser Wert bei 81,9.

    Überwiegt die ältere Bevölkerung über die junge, so verbessern sich zwar einerseits die Jobaussichten für die neuen Berufseinsteiger, andererseits aber könnte es auch zu einem möglichen Arbeitskräftemangel in der Zukunft führen.

    Dank einer Reihe wichtiger Faktoren stieg die Lebenserwartung bei der Geburt im letzten Jahrhundert rasant an. Zu diesen Einflussgrößen zählen der Rückgang der Säuglingssterblichkeit, der Anstieg des Lebensstandards, eine gesündere Lebensweise und bessere Bildung sowie Fortschritte im Gesundheits- wesen und in der Medizin.

    In den letzten Jahren hat sich der Anstieg der Lebenserwartung allerdings verlangsamt und der geschlechtsspezifische Unterschied verringert:

    2015 konnten Männer bei der Geburt mit 80,8 Jahren Lebenszeit rechnen, Frauen mit 85,7.

    1995 lebten Frauen im Schnitt noch 7 Jahre länger als Männer, 2015 nur mehr 4,9 Jahre.

    In Südtirol überwiegen immer noch die Geburten (5.337) über die Sterbefälle (4.357). In den letzten 50 Jahren hat sich allerdings auch hier die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen, die sogenannte Geburtenbilanz, immer weiter verringert.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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