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    Sprung in den Tod

    wingsuite emanueleDer Leiferer Extremsportler Uli Emanuele ist tot. Der Wingsuit-Springer ist am Mittwoch tödlich abgestürzt.

    Es ist eine Schock-Nachricht:

    Uli Emanuele ist tot!

    Der 30-jährige Leiferer Extremsportler ist am Mittwoch während der Dreharbeiten für ein neues Video in der Schweiz abgestürzt.

    Der Extremsportler hatte immer wieder mit waghalsigen Aktionen für Aufsehen gesorgt. So war Emanuele im Frühjahr 2015  in der Schweiz durch ein zwei Meter breites Felsloch gesprungen. Das Video ist auf Youtube mehr als 6 Millionen Mal geklickt worden!

    Erst im Dezember vergangenen Jahres war mit Armin Holzer ein bekannter Südtiroler Extremsportler ums Leben gekommen.

    Am Mittwoch um 07.39 Uhr hat Uli Emanuele auf Facebook das letzte Posting veröffentlicht.

    Das letzte Facebook-Posting

    Das letzte Facebook-Posting

    Auf Uli Emanueles Facebook-Seite gibt es bereits hunderte Beileidsbekundungen.

    Nun liegen auch erste Informationen zum Unfallhergang vor:

    Der Unfall ereignete sich demnach am Mittwoch gegen 14.00 Uhr im Schweizerischen Lauerbrunnen.

    Die Mürrenfluh im Berner Oberland

    Die Mürrenfluh im Berner Oberland

    Laut Auskunft der Kantonspolizei Bern hat sich Uli Emanuele gemeinsam mit zwei Freunden per Helikopter zur Absprungstelle „Black Line“ im Gebiet Stechelberg begeben.

    Nach dem Absprung mit einem Wingsuit kurz nach 14.00 Uhr geriet Uli Emaneuel aus noch zu klärenden Gründen in eine instabile Fluglage, in deren Folge er gegen eine Felswand prallte und abstürzte.

    Die Kantonspolizei Bern bestätigte am Donnerstag gegenüber TAGESZEITUNG Online den Tod von Uli Emanuele. Am Mittwoch ist auch ein zweiter Basejumper an der Mürrenfluh tödlich verunglückt.

    Uli Emanuele konnte durch den Helikopter der Air Glaciers zwar rasch lokalisiert, jedoch nur noch tot geborgen werden.

    Ermittlungen zu den genauen Unfallhergängen sowie zu den Umständen wurden durch die Kantonspolizei Bern aufgenommen.

    Die Bilanz der verunglückten Basejumper im Schweizer Lauterbrunnental in den letzten fünf Jahren: 2011 starben sechs Springer, 2012 deren vier, 2013 fünf, 2014 zwei und 2015 deren drei.

    Immer wieder wurden Stimmen laut, die Behörden sollten das Springen verbieten.

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    Kommentare (23)

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    • yannis

      Ob man dazu überhaupt „Extremsport“ sagen kann ist sehr fraglich, für mich ist es so eine Art „Russisch-Roulette-Sport“
      Wer mit dem Tod pokert kann durchaus auch verlieren, in diesen Fall das Leben.

      • erich

        Du wersch a so a Schreibtischgscheide sein, isch woll logisch, dass a Sportler olm an seine Grenzen gian will. Wo war s Bergsteigen wenn net onzelne Maßstäbe gesetzt hettn.

        • markp.

          Und du wirst gemeinsam mit hells_bells der Allmächtig sein, der für jeden einzelnen weiß, was gut ist.
          Im Grunde hat Yannis mehr als recht und es ist ein russisches Roulette.

          Von mir aus, hat jeder Bergsteiger, jeder Kletterer und vor allem die ganzen Springer das Recht mit ihrem Leben das anzufangen, was sie meinen. An Grenzen und auch darüber hinaus zu gehen. Das ist deren Sache und deren Leben.

          Schlimm ist nur, daß diese Leute andere mitreinziehen. Sei es die Helfer, die ihr eigenes Leben gefährden, um solche Leute zu bergen und vor allem den Hinterbliebenen, die einen schmerzvollen Verlust zu bewältigen haben.

          Von mir aus könnt‘ ihr alle springen. Viel Spass dabei.

    • gredner

      Es war nur eine Frage der Zeit. Wie er selbst bei Markus Lanz gesagt hatte: ALLE seine Freunde, die diesen „Sport“ betreiben sind bereits tot.

    • franz

      Auch im Trentino, kommen jedes Jahr mehrer Jumper ums Leben, letzter vor 5 Tagen.
      http://www.lavocedeltrentino.it/2016/08/13/volo-mortale-dalla-rocchetta-jumper-si-schianta-sulle-rocce/
      unbegreiflich, dass junge gesunde Menschen so gleichgütlig mit ihren Leben umgehen.( eine Art „Russisch-Roulette-Sport“ )
      Leid tun können einem vor allem die Angehörigen und die Rettungsmannschaft die durch solchen unverantwortlichen Handeln solcher Lebenmüden Sportler, beim einsammeln der Überreste.ihr Leben riskieren müssen.

    • hells_bells

      @Yannis der Supergscheide
      Uli hat seinen Traum 30 Jahre lang gelebt, wir hingegen (inkl. Yannis) träumen 85 Jahre lang unser Leben ohne jemals gelebt zu haben! R.I.P

      • franz

        hells_bells
        So einen Blödsinn kann nur jemand schreiben der keine Ahnung vom Leben hat.
        Es gibt wirklich Sinnvolleres im Leben, wie sich auf diese Art umzubringen.

      • markp.

        @hells_bells
        Sorry, aber in meinen Augen ein totaler Hirnschiss, den du da wiedergibst.

        Wenn einer damit glücklich ist, zu riskieren und springen, dann soll er es machen. Die Freiheit gebe ich ihm gerne. Aber den anderen damit vorzuwerfen, nur wiel sie nicht das gleiche tun, nicht gelebt zu haben, ist Bockmist. Wenn einer damit sein Leben ausfüllt von oben herab zu springen, bitte. Ich brauche das nicht und behaupte trotzdem, daß ich leben.

        Oder bist du der Allmächtige, der für jeden genau weiß, was gut für ihn ist. In meinen Augen ein total intollerantes Pauschalisieren.

    • franzbach

      Es ist immer tragisch, wenn ein junges Leben viel zu früh von dieser Welt geht, aber aufgrund der Gefahr, die bei diesen „Sport“ besteht, kann ich leider kein Mitgefühl entwickeln.
      Die einzigen Opfer sind hier die Angehörigen und Nahestehenden, ansonsten ist es reines Eigenverschulden, angetrieben durch die Sensationsgeilheit aller, die sich solch kranke „Rekordvideos“ wie z.B. den Flug durch das Loch ansehen.

    • Ich habe lange gedacht, ob ich überhaupt etwas schreiben soll. Aus Respekt vor dem Verunglückten und anderen Personen, die betroffen sind.

      Vorausgeschickt, dass jeder selbst über sein Leben entscheiden kann, stelle ich mir aber die Frage, ob es richtig ist, dass diese „Sportarten“ medial diese Aufmerksamkeit erfahren und damit andere junge Burschen animieren, damit zu beginnen?

      Jeder soll selber über sein Tun und Handeln entscheiden, aber ob alles als cool und Vorbild dienen muss?
      Ich weiß es nicht. Es ist eine schwierige Frage, aber diese Frage sollte man sich stellen.

    • alibaba

      …und auf STOL haben Sie ein Kondolenzbuch eingerichtet????
      Irgendwie stimmen die Wertevorstellungen nicht mehr zusammen!
      Was hat dieser junge Mann für die Allgemeinheit getan?
      Tragische Unfälle gibt es jeden Tag,
      Wenn ein Bauer bei der schweren Arbeit für Seine Lieben sein Leben verliert und die ganze Familie in eine Tragödie gerät, ist es vielleicht eine Randnotiz wert.

      • kleinlaut

        Das ist doch typisch für dieses Pfaffenportal! Ansonsten schließe ich mich der Meinung von @ alibaba vollinhaltlich an.

      • jennylein

        Könnt ihr nicht einmal eure Meinung zurückhalten? Habt ihr überhaupt keine Bildung? Hat euch niemand geleert dass man zu einem tragischen Todesfall einfach schweigt und Beileid wünscht?

        Wenn es euch ein so grosses Anliegen ist über solche Sportarten zu diskutieren, so bringt euch andererorts ein.

        Im Moment kann jeder halbwegs gebildete Mensch nur den Angehörigen ein wirklich herzliches Beileid ausdrücken! Das möchte ich an dieser Stelle auch von ganzem Herzen machen!

        RIP Uli

      • yannis

        >>>Wenn ein Bauer bei der schweren Arbeit für Seine Lieben sein Leben verliert und die ganze Familie in eine Tragödie gerät<<<

        richtig ! "alibaba" für jemand der selbst erlebt hat wie junge Mütter infolge einer unheilbaren Erkrankung oder eines tödlichen Unfalls von ihren KLEINEN Kindern weg sterben und somit die Familie in große Schwierigkeiten gerät, ist für Menschen die mit ihren Leben grob FAHRLÄSSIG umgehen, für Mitgefühl verdammt wenig Platz.

    • wol

      Sport konnmen des net nennen,
      de „naiven“ Buam kennen oan lei Load tian de moanen mittn Leben komman lei a so Spielen.
      Wenns 3 x guat geat nocher krochts holt ban 4x.

    • Lässt das Schreiben, diese Familie hat soeben eine Tragödie erlebst. Nichts wird mehr Sein wie es noch gestern war.
      In solchen Momente ist es besser….. zu schweigen. DANKE FÜR DAS VERSTÄNDNISS

      • yannis

        @peters

        was glaubst Du wieviele Familien genau an diesen Tagen nicht mindere Tragödien erleben ?

        NUR über diese wird nicht berichtet, da sie sich nicht via YouTube medial präsentiert haben und folglich ihre Ruhe haben.
        Leute die unter Zuhilfenahme der Öffentlichkeit ihr „besonders“ Leben allen zur Schau stellen, werden zwangsläufig über ihren Tod hinaus mit Resonanz bedient, zumal die Server von Google & Co NICHTS vergessen.

      • markp.

        @peters

        Dadurch, daß sich der Tod eigentlich angekündigt hatte, sehe ich keinen Grund, warum man NICHT über die Sache genau hier und jetzt diskutieren soll. Anders gefragt: woher nimmst du dir das Recht zu schreiben, was in der Situation „besser“ ist. Uli Emanuele hat es nicht geholfen, daß einige seiner Kollegen vor ihm gegangen sind… aber vielleicht hilft es anderen Basejumpern sich zu überleben, ob es wirklich dieser Sport sein muß, oder ob nicht Fallschirmspringen und Drachenfliegen genauso eine Genugtuung ist.

    • prof

      peters,der einzige der hier etwas Vernünfiges gechrieben hat!

    • cosifantutte

      Mir graut beim Gedanken an den zurückgebliebenen Vater, der seinen Sohn in das Fallschirmspringen eingeführt hat, das diesen dann zum Basejumping führte und nun die Leiche seines Sohnes zum Grab geleiten muss. Wer selbst Vater ist, muss dabei erschaudern.

      In paradisum deducant te angeli;
      in tuo adventu suscipiant te martyres,
      et perducant te in civitatem sanctam Ierusalem.

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