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    Achammers Ängste

    Philipp Achammer

    Philipp Achammer

    SVP-Chef Philipp Achammer befürchtet nach dem Brexit, dass das nationalstaatliche Denken zunehmend an Bedeutung gewinnen wird.

    SVP-Obmann Philipp Achammer nimmt nach der Abstimmung über den EU-Austritt Großbritanniens Stellung: „Wirklich besorgniserregend ist, dass das nationalstaatliche Denken zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dies kann für Südtirol nur von Nachteil sein“, so Achammer. Die europäischen Institutionen müssten nun die unmittelbar notwendigen Veränderungen einleiten.

    Südtirol habe von der europäischen Entwicklung enorm profitiert.

    „In den vergangenen Monaten wurde uns aber immer und immer wieder eindrücklich vor Augen geführt, dass europäische Regierungen zunehmend das gemeinsame Ganze, die wahre Bestimmung der Europäischen Union aus den Augen verlieren und vielfach aus politischem Kalkül heraus zu nationalstaatlichen Maßnahmen greifen“, so Achammer.

    Dies könne von Südtirol nur von Nachteil sein, weil damit eine neue Abschottung und Abgrenzung zwischen den Staaten einhergehe. Daher seien die vorschnellen Reaktionen einiger Südtiroler Parteienvertreter, welche nun das Brexit-Ergebnis hochjubeln, völlig unverständlich. „Gerade weil wir alle wissen, dass Südtirol von der europäischen Entwicklung nur profitieren kann.“

    Die Institutionen der Europäischen Union müssten nun jedoch entschlossen handeln und einen notwendigen Veränderungsprozess auf den Weg bringen. „Indem Handlungsfähigkeit wieder hergestellt wird und die Chancen der gemeinsamen Entwicklung wieder in den Mittelpunkt gestellt werden“, betont Achammer. In gleichem Maße seien aber auch die europäischen Regierungen gefordert: „Weil die europäische Vision als bedeutendstes Friedensprojekt in jedem Falle über dem nationalen parteipolitischen Kalkül stehen muss!“, betont Achammer.

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    Kommentare (7)

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    • einereiner

      Ja Achhammer, gibt dir das zu denken? Dann überleg mal, in welchem Staat es für uns weniger Probleme geben würde: Italien oder Österreich?

    • richard

      Je egoistischer die Gesellschaft, desto nationalistischer die Politik.

    • franz

      „Wirklich besorgniserregend ist, dass das nationalstaatliche Denken zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dies kann für Südtirol nur von Nachteil sein“,(…..)
      Ich würde sagen, besorgniserregend ist, dass die regierenden in Brüssel nicht auf ihr Mitgliedsstaaten bzw. deren Bürger und deren Ängste und Bedürfnisse rücksichtnehmen und alles von oben regieren wollen, nach dem Motto ich bin der Staat. Was die Bürger denken interessiert mich nicht.
      ( Lutwig der XIV- ) und Merkel : der Wille des Volkes interessiert mich nicht!
      http://www.efk-riedlingen.de/wordpress/?p=959
      Nein, so hat sie es nicht gesagt. Sie hat gesagt: „Umfragen sind nicht mein Maßstab“. Im Endeffekt läuft das aber auf dasselbe hinaus, denn Umfragen sollen ja den Willen des Volkes repräsentieren. Das juckt Merk nicht. Merkel zieht ihr Ding durch. Der Wille des Volkes geht ihr am Allerwertesten vorbei.
      So herrscht man über ein Volk! Merkels Regierungsstil erinnert mich immer mehr an Ludwig XIV. Der sagte ganz ähnlich „l’état c’est moi – der Staat bin ich!“ Wer so denkt, der macht Umfragen nicht zum Maßstab seines Handelns.

    • morgenstern

      Brexit hin oder her, für mich stellt sich nur die Frage wieviel politische Klugscheißerei kann man den Wähler in unserem Land eigentlich noch zumuten?

    • sascha

      Geehrter Philipp Ahammer, sehr falsche Einschätzung. Was heisst da nationalstaatlich???
      Nationen, Regionen und selbstbestimmung was ist da falsch. Die vereinigten Staaten von Europa und Beiträge aus Bruessel bestimmt von Konzernen solange regional laut deren Regeln produziert wird. Suedtirol kann hier vorbild sein. Suedtiroler Land in fremden Land und alles gehts gut durch kluge, überzeugende und respektvolles miteinander.

    • sascha

      Sorry info fuer Herrn Franz, Ludwig der XIV war sicher kein Genie. durch die Vielfalt der Kolonien und des Reichtums kam der Wohlstand und das Volk hat sich dagegen gewehrt, Was kam nachher Napoleon, den das Volk braucht Führung und die kann nur gelingen wenn man in demokratischen Ländern lebt, dort werden Regierung durch Wahlen wieder abgewält.
      Merkelland tut suedtirolern ja gut, sagt die Mehrheit

      • franz

        Merkelland mit Merkel und ihren Willkommengruß “alle können kommen“ hat die Lawine ausgelöst für diese Lawine und den Chaos den sie damit in der EU angerichtet hat , ist sie gemeinsam mit der Regierung Renzi verantwortlich .
        Zu Glück gibt es Politiker und Staaten wie Österreich und die Visegrad Staaten die mit deren Grenzkontrollen das Schlimmste verhindern. bzw. das kleine Nicht EU-Land Mazedonien das mit der Grenzschließung der Masseneinwanderung ein Ende bereitet hat.

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