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    Die Drei-Minuten-PK

    Die PK der SVP-Leitung

    Die PK der SVP-Leitung

    In drei Minuten wollte Philipp Achammer den Wahlausgang analysieren. Dann erklärte der SVP-Obmann „die Diskussion für beendet“.

    von Matthias Kofler

    Diese Pressekonferenz wird in die Geschichte der Volkspartei eingehen.

    Um 16:36 Uhr eröffnete Philipp Achammer am Montag im SVP-Sitz in der Bozner Brennerstraße die Konferenz. Um 16:39 Uhr war sie beendet.

    Außergewöhnlich dabei: An der PK nahmen zwar nur fünf Journalisten, dafür aber auch die gesamte, aus über 20 Mitgliedern bestehende Parteileitung teil. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, um deutlich zu machen, dass wir den Auftrag der Bevölkerung geschlossen umsetzen werden“, erklärte der Obmann.

    Der Wortlaut Achammers in Kurzform:

    „Es gab bei dieser Befragung nur einen Gewinner, und das ist die Bevölkerung. Absolut niemand hat verloren. Wir haben von Anfang an erklärt, dass wir diese Befragung wollen. Es war eine emotionale, teils nicht leichte Diskussion. Nun ziehen wir einen Schlussstrich unter das Kapitel Flughafen. Die Diskussion ist beendet. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“

    Als die Drei-Minuten-PK damit beendet war, stürmten die meisten Leitungsmitglieder wortlos aus dem Saal.

    Auch wenn man mit dieser Aktion das Gegenteil bezwecken wollte. Der Auftritt machte deutlich, wie tief der Stachel bei der Parteiführung nach der Niederlage am Sonntag sitzt.

    In der gestrigen Sitzung ging es primär um Schadensbegrenzung. Gegner und Befürworter schoben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu.

    Ein Leitungsmitglied bezeichnete den Wahlausgang als „großen Tiefschlag für die Partei“. Bei der Bevölkerung sei es nicht gut angekommen, dass Spitzenexponenten, die jahrelang gegen den Flughafen gekämpft hätten, plötzlich zu Befürwortern würden. Auch Philipp Achammer habe in seiner Zeit als JG-Obmann immer wieder gegen den Airport Stellung bezogen.

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    Kommentare (19)

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    • besserwisser

      svpd siegertypen … eigentlich waren sie ja schon immer alle gegen das flughäfchen. war alles nur ein missverständnis, das dumme volk hat nix verstanden …

      • marting.

        die Volkspartei ohne Volk!
        schlechte Verlierer durch und durch!!
        mich freut es sehr!

        • guyfawkes

          Habe selbst für Nein gestimmt und das Verhalten des LH im Vorfeld der Befragung nicht gut gefunden.
          Aber: man muss nicht immer nachtreten. Wieso „schlechte Verlierer“? Das Gegenteil ist der Fall.

          • besserwisser

            @guyfawkes: sieger sehen anders aus! die haben sich so verbohrt in die sache hineingesteigert, statt über den dingen zu stehen, dass sie jetzt bei 70% nicht mal zugeben können dass sie ihr ziel nicht erreicht haben (man soll das wort verlierer ja nicht zu viel strapazieren).

    • drago

      Arno Kompatscher hat als Landeshauptmannkandidat der SVP im Wahlkampf die Volksabstimmung über die Zukunft des Flugplatzes versprochen, womit er und die SVP gesagt haben, dass nicht sie, sondern der Wähler entscheiden soll. Logische Konsequenz wäre gewesen, dass der Landeshauptmann und die SVP sich neutral verhalten hätten sollen; d.h. die SVP hätte keine Stellung nehmen sollen, es aber ihren Wählern, Vertretern, Richtungen etc. freistellen hätte sollen, welche Position sie einnehmen. SVP und Landeshauptmann haben einen anderen Weg eingeschlagen, nämlich eindeutig und vehement für den Flugplatz zu kämpfen. Die Folge dieses Verhaltens ist natürlich, dass die klare Ablehnung nun eine Niederlage für Landeshauptmann und Partei darstellt; für die Partei möglicherweise mit schlimmeren Folgen als für den LH (wird sich aber erst bei den nächsten Wahlen herausstellen).
      Dass der Flugplatz noch für einige Zeit einen gewissen (Charter)flugverkehr sehen wird, war von vorneherein klar. Die Mär vom privaten Investor glaubt sowieso keiner, auch nicht die Befürworter. Ohne öffentliche Zuschüsse ist kein derartiger Provinzflughafen zu betreiben und öffentliche Zuschüsse sollte es vom Land nach der Volksbefragung nicht mehr geben und der italienische Staat gibt diesbezüglich sowieso nichts. Somit dürfte in ein paar Jahren (und so lange wird sich die Suche nach privaten Investoren sicher hinziehen bei den Zeiten von öffentlichen Ausschreibungen) der Flugverkehr der Vergangenheit angehören. Die Wirtschaft und der Tourismus werden die Anbindungen an die nahegelegenen Flughäfen optimieren und außer ein paar Nostalgikern wird niemand den Flughafen vermissen (überhaupt nicht den Betrieb der letzten paar Jahre: mal fliegt der Flieger, mal landet er woanders, ein Weilchen gibt es eine Fluglinie, dann wieder nicht). 🙂

    • Philipp, iss erst mal ein Snickers.
      jedes Mal, wenn du ein Referndum verlierst, wirst du zur Diva.

    • sepp

      lachhammer zurück treten solche Politiker braucht Südtirol nett

    • think_

      In dieser Pressekonferenz hat Achammer entschieden, was hinein darf und was nicht. (Punkt!) Maximal 3 Minuten, das führte zum Selbstbild! Ärger, Unzufriedenheit und Schuldgefühle in einem… Schlimm … War das notwendig? Worum geht es ihm und seiner Partei wirklich?

    • flocke2016

      Liebes Du-hast-die-Haare-schön Obmännchen, träum ruhig weiter……

    • hells_bells

      Was mich bei der ganzen Sache am meisten stört ist dass Die SVP Spitze allen voran Achhammer und der LH so tun als wäre alles in Ordnung ganz nach dem Motto: Niederlage??…was ist das? Das ist doch an Arroganz kaum zu überbieten!

      • andreas

        Würde es etwas ändern, wenn sie zur Buße Weisenstein pilgern würden?
        Was wäre deiner Meinung nach eine angemessene Reaktion?

        • Eine angemessen Reaktion wäre den Wählerwillen so zu interpretieren dass endlich Schluss sein muss mit sinnlosem Geldverschwenden und daher gleichzeitig mit dem Flugplatz auch aus dem Safety-Park aussteigen!

          • andreas

            🙂 das ist dann mal eine abenteuerliche Interpretation.
            Warum nicht auch die Thermen Meran, Cascada, Stadtheater BZ, gut, alle Theater, Musikschulen, usw., kostet alles nur Geld.
            Oder sie setzen dich ein und du entscheidest was sinnlos und was sinnvoll ist.

    • naomi

      3 Minuten waren zu lang.
      3 Worte hätten genügt:

      WIR HABEN VERLOREN

    • martasophia

      Was für ein Desaster für die SVP! Auch der Umgang mit dem Ergebnis: man hatte doch die Volksbefragung gewollt (aber dennoch zu manipulieren versucht), eine Sammelpartei (dessen Spitze sich als Vertreter einer Lobby und nicht des Volkes gezeigt hat)!

      • andreas

        Gewollt war die Volksbefragung sicher nicht, so dämlich sie die bei der SVP dann doch nicht, da dieser Ausgang recht absehbar war.
        Wenn die SVP sich mit den Gegnern aus wahltaktischen Grünen solidarisiert hätte, hätten wir uns die Millionen für die Befragung auch sparen können, der Sinn von Befragungen ist ja der zwischen 2 Meinungen die zu ermitteln, welche die Mehrheit hat.
        Und wer wo manipuliert hat, solltest mal erklären. Werbung und Propaganda ist immer Manipulation, sie bei einer Seite zu akzeptieren und bei der anderen zu kritisieren ist nicht im Sinne des Erfinders.

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