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    245 Millionen verloren

    21_Spielhalle188In der Region Trentino-Südtirol wurden im Vorjahr fast 1,2 Milliarden Euro in Glücksspiele gesteckt. Die Gewinne beliefen sich aber nur auf 935 Millionen Euro.

    von Heinrich Schwarz

    Wer sein Glück herausfordert, dem droht eine leere Brieftasche. Hunderte Menschen in Südtirol sind süchtig nach Glücksspielen. Obwohl sie wissen, dass sie langfristig eigentlich nur verlieren können, spielen sie immer weiter. Verbessert hat sich die Situation nicht. Der Geldbetrag, der in der Region Trentino-Südtirol jährlich für Glücksspiele ausgegeben wird, bleibt konstant. Das zeigen die neuen Statistiken der italienischen Agentur für Zoll und Monopole.

    Im Jahr 2015 wurden in der Region insgesamt 1.180 Millionen Euro in Glückspiele gesteckt. Die Summe ist etwas höher als im Jahr 2014 und etwas niedriger als im Jahr 2013.

    Was bei Spielern die Alarmglocken schrillen lassen müsste: Von den 1.180 Millionen flossen nur 935 Millionen Euro als Gewinne zurück. Das ist ein Prozentsatz von gerade einmal 79,2 Prozent. Das heißt also: In der Region wurden in einem einzigen Jahr 245 Millionen Euro für Glücksspiele ausgegeben.

    LESEN SIE IN DER DIENSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG:
    – Slot, Lotto, Bingo: Für welche Spiele die Südtiroler das meiste Geld ausgeben.
    – Warum der Sanitätsbetrieb dem Land 70.000 Euro im Bereich der Spielsucht-Prävention zurückzahlen muss.
    – Ein totales Verbot von sogenannten Totems und mehr sensible Orte: Die neuen gesetzlichen Bestimmungen des Landes im Bereich des Glücksspiels.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (2)

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    • pantone

      So ganz plausibel klingen die Zahlen nicht. Daß fast 1,2 Miliarden (!) Euro gespielt wurden wußte ich nicht, ich nehme es jedoch zur Kenntnis. Wer hat die 935 Milionen Euro jedoch gewonnen: die Spieler oder der Staat?

      Etwas ist hier falsch oder zumindest unklar formuliert. Wurden jetzt in der Region 1,180 Miliarden ausgegeben oder 245 Milionen wie gegen Ende des Artikels geschrieben?

      Ein Gewinn von € 935 Milionen für die Spieler wäre ja gar nicht so schlecht, bzw. die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen ganz passabel.

      • franz

        Die 935 Millionen ( 79 % ) flossen als Gewinne zurück.
        Was heißt, dass die Spieler 245 Millionen verspielt haben. der Rest geht an den Staat bzw an die Spielbetreiber.
        Das Problem ist, dass die Glücksspielbetreiber die geschuldeten Steuern nicht bezahlen, bzw der Staat diesen Glücksspielbetreibern einen Skonto auf den geschuldeten Betrag von 95 Milliarden auf ca 300 Milionen macht. Während der Staat Bürgern die auf Grund der hohen Steuern nicht imstande sind ihre Steuern zu zahlen gleich Equitalia schickt.
        ( “ di 95 miliardi di euro poi ridotta strada facendo dalla Corte dei conti a poche centinaia di milioni e addirittura abbonata a chi non aveva pagato nulla,)“ (…….)
        http://www.ilfattoquotidiano.it/2016/04/15/slot-buco-da-160-milioni-concessionari-e-gestori-non-pagano-la-tassa/2634748/

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