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Konsumklima rückläufig

Konsumklima rückläufig

In April ist das Konsumklima der Südtiroler Konsumenten nach fünf positiven Quartalen in Folge erstmals wieder gesunken. Das geht aus der Konsumentenbefragung des WIFO hervor. 

Die Unsicherheitsfaktoren rund um die internationale Wirtschaftslage haben zugenommen. China wird heuer etwas schwächer wachsen als 2015 und Russland und Brasilien befinden sich weiterhin in einer Rezessionsphase.

Auch in der Europäischen Union wird das Bruttoinlandsprodukt weniger zunehmen als im vergangenen Jahr, unter anderem aufgrund des schwächelnden internationalen Handels. Die Europäische Kommission rechnet derzeit mit einer Steigerung um 1,8 Prozent im Jahr 2016. Die italienische Wirtschaft wird voraussichtlich ein eher bescheidenes Wachstum von 1,1 Prozent erreichen.

Konsumklima im LändervergleichDies führte bereits in den vergangenen Monaten zu einem Rückgang des Konsumklimas in Italien. Nun ist auch in Südtirol eine leichte Verschlechterung festzustellen. Der entsprechende Index erreichte im April einen Wert von +8,8 Punkten, mit einer Abnahme von 5,6 Punkten im Vergleich zur vorherigen Erhebung in Januar. Die Konsumenten bewerten die zukünftige Entwicklung der Südtiroler Wirtschaft und die finanzielle Lage der eigenen Familien sowie die eigenen Sparmöglichkeiten derzeit weniger günstig als noch Anfang des Jahres.

Trotz dieses Rückgangs bleibt der Indexwert im positiven Bereich: Dies bedeutet, dass es in der Südtiroler Bevölkerung weiterhin mehr Optimisten als Pessimisten gibt, was die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten zwölf Monaten angeht. Darüber hinaus bleibt die Konsumentenstimmung in Südtirol im gesamtstaatlichen und im europäischen Vergleich überdurchschnittlich: Der Konsumklimaindex liegt derzeit sowohl in Italien als auch in der Europäischen Union bei -6,6 Punkten und ist somit leicht negativ.

Handelskammerpräsident Michl Ebner äußert sich zuversichtlich: „Auch wenn das Wirtschaftswachstum heuer etwas weniger stark als ursprünglich erwartet ausfallen wird, ist die Verbesserung der Konjunkturlage im Vergleich zu 2015 deutlich spürbar. Der Aufschwung soll aber mit zukunftsorientierten Investitionen langfristig gesichert werden.“

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