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    „Alex ist stark“

    „Alex ist stark“

    Alex Schwazer kämpft für Rio. Seine Mutter Maria Luise Schwazer über sein Comeback am Sonntag.

    Der kommende Sonntag wird für Alex Schwazer ein großer Tag. Ein Tag, an dem sich seine Zukunft entscheiden könnte. Es gibt nur diese eine Chance für ihn, sich nach dem Ablauf seiner Doping-Sperre für die Olympischen Spiele in Rio De Janeiro qualifizieren zu können. Nur diese eine Chance.

    Seine Mutter Maria Luise blickt diesem Tag nervös und eher skeptisch entgegen. „Ich bin stolz auf ihn, dass er es noch einmal durchzieht. Das hat er so gewollt“, sagt Maria Luise Schwazer auf Anfrage der TAGESZEITUNG.

    Die letzten Jahre waren für den jungen Geher dunkle. Der Doping-Vorwurf, die Beichte, die Enttäuschung und der Hass ehemaliger Fans, die Verachtung anderer Sportler, die Gerichtsverhandlungen und der Kampf zurück.

    In Interviews erklärte Maria Luise Schwazer nach der Doping-Beichte ihres Sohnes, dass sie denke, ihr Sohn habe aus Verzweiflung zu diesen Mitteln gegriffen. „Mein Sohn ist in einer Sackgasse gelandet. Er konnte dem Druck nicht mehr standhalten“, so die Mutter wenige Tage nach der Pressekonferenz ihres Sohnes. Alex Schwazer selbst beteuerte während dieser Beichte mehrmals, wie leid es ihm tue, seine Eltern enttäuscht zu haben.

    „Niemand von uns wusste etwas darüber, dass Alex zu Doping gegriffen hat. Er hatte Angst es nicht schaffen zu können, stand zunehmend unter Druck“, erklärte Maria Luise Schwazer gegenüber italienischen Medienhäusern.

    Heute betont Maria Luise, dass sie sowohl heute als auch damals als Familie immer hinter Alex gestanden haben: „Er hat einen Fehler gemacht, aber er war aufrichtig bis zum Ende. Wir stehen hinter ihm und standen auch immer zu ihm – daran gab es nie Zweifel.“

    Alex Schwazer hat sich zurückgekämpft und will es noch einmal versuchen. Er will sich nach dieser schweren Zeit wieder an die Weltspitze herankämpfen und wird am Sonntag einen ersten Schritt dazu setzten.

    „Wir sind stolz auf ihn und stehen als Familie hinter ihm“, betont Maria Luise Schwazer, „er ist stark.“

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (5)

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    • watschi

      Würde er gewinnen, kònnte er der ganzen Welt beweisen, dass es auch ohne Doping geht. Nur, sind wir sicher , dass die anderen Teilnehmer Sauber ins Rennen gehen? Wenn man z.b. den Radsport betrachtet, wird einem nur mehr schlecht. Sogar versteckte Motoren lassen sie da einige einbauen um ganz vorne mit dabei zu sein. Viel Glück Alex

    • erbschleicher

      @ Watschi
      genau deiner Meinung.
      Für den Radsport sollte man das Doping freigeben, denn meiner Meinung nach dopt dort jeder. wer die Knete hat soll sich kaufen was er will, dann sehen wir früher oder später wer nachgibt. Der Berg oder der Radfahrer. Interessanter Weise sind auch sehr viele Radfahrer ASTMATIKER 🙂
      Dem Alex alles Gute und hoffentlich sehen wir dich in Rio. Er hat seine Strafe abgebüst, also lasst ihn in Ruhe. Was er getan hat ist nicht richtig aber er hat es bereut. Ende der Geschichte.

    • marting.

      ein starker Betrüger und würdig die Tricolore zu tragen!

    • prof

      marting.
      Bist sicher ein echter Waschechter- Tiroler der sich nie etwas zu Schulden hat kommen lassen,
      gleichzeitig die Rot-Weiße Fahne schwingt und über Andere sein Urteil abgibt.
      Wünsche den Alex alles gute für den morgigen 50 Km Wettkampf.

    • goggile

      nun ist es endlich soweit: ALEX COMEBACK.

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