Du befindest dich hier: Home » Wirtschaft » Keine Frachtflüge

    Keine Frachtflüge

    Keine Frachtflüge

    Am Bozner Flughafen gab es bislang keine Frachtflüge. Diese wird es wohl auch in Zukunft nicht geben.

    Der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas hat sich in einer Anfrage an die Landesregierung mit den Themen Flughafen, Südtiroler Exportwirtschaft und Frachtflugzeugen auseinander gesetzt.

    „Bisher wurden am Flughafen von Bozen keine Frachtflüge abgewickelt“, stellt Walter Blaas mit Blick auf die Antwort auf seine Anfrage einleitend fest. „Ein funktionierender Flughafen sei für den Warentransport und die Exportwirtschaft von besonderer Wichtigkeit, argumentieren die Befürworter. Diese Ansichten wurden in einer Landtagsanfrage überprüft und es stellte sich heraus, dass es bis heute noch keine Frachtflüge vom Flughafen von Bozen gab“, stellt Blaas fest.

    „Theoretisch könnten dieselben Flugzeugtypen, die für den Personentransport im Entwicklungskonzept für den Flughafen Bozen vorgesehen sind, auch als Frachtflugzeug eingesetzt werden“, entnimmt der Freiheitliche Landesparteiobmann und Abgeordnete aus der Antwort auf seine Anfrage. „Es darf jedoch bezweifelt werden, ob jemals größere Frachtflugzeuge Bozen ansteuern werden“, so Blaas

    „Große Frachtflugzeuge wie eine An-124 würden bei maximaler Zuladung eine befestigte Startrollstrecke von 3.000 Metern brauchen. Selbst eine wesentlich kleinere A300-600R würde eine Startstrecke von mindestens 2.324 Metern brauchen“, führt Blaas einige Beispiele an und äußert seine Skepsis, dass auch nach einem möglichen Ausbau des Flughafens von Bozen kein Interesse an Frachtflügen besteht.

    Clip to Evernote

    Kommentare (9)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • markusgufler

      Wieder mal einer der sich – gedanklich zweckorientiert – voll und ganz darauf konzentriert wie und warum etwas vielleicht NICHT funktionieren kann, anstatt zu schauen wie etwas zu Stande kommt.

      Damit es Frachtflüge geben kann muss sich die Wirtschaft entsprechend entwickeln. Das geht logischerweise Hand in Hand. Sobald es besser Anbindungen und die Möglichkeit zu Frachtflügen gibt, wird ein Unternehmen überhaupt erst daran denken sich bzgl. Produktion und Logistik auf Südtiroler Gebiet einzulassen. Bis dahin wird die schlechte Anbindung einer der wesentlichen Gründe sein wieso derartige Betriebe bei uns keine solchen Arbeitsplätze schaffen werden.

      Anstatt ständig überall mit offiziellen Anfragen zu nerven sollte ein Blaas einfach mal 3 Minuten seiner Zeit für eine Google-Recherche verwenden. Selbst er sollte es zusammenbekommen und die beiden Begriffe „Frachtflug+b737“ ins Google-Fensterchen zu tippen.

      Bereits das erste Suchergebnis ist ein Wikipedia-Artikel (https://de.wikipedia.org/wiki/Boeing_737) wo beim für die Landebahn des Airport Südtirol in Frage kommenden Modell zu lesen ist… „Die Boeing 737-700C (C = Convertible) ist eine Version, die mit einer „Quick-Change“-Option in weniger als einer Stunde von einem Passagierflugzeug in ein Frachtflugzeug umgebaut werden kann“

      Vollbetankt kommt sie mit 18 Tonnen Fracht über 5000 km weit. Bei halber Betankung und somit halber Distanz ist sie ungefähr 10 Tonnen leichter und sollte somit auch mit dem Minimum an Landestrecke der in unserer Neidgesellschaft vielleicht ermöglicht wird funktionieren.

      Aber immer feste schauen wie etwas NICHT geht, dann werden wir noch weit kommen in unserem Schlaraffenländchen…

      • latemarbz

        Mein lieber Markus, es ist gut, dass die Opposition im Landtag auch mit hilft die „Lügenmärchen“ des ABD, der Landesregierung und der Wirtschaftsverbände zu entlarven!
        MW steht weder im Entwicklungsplan noch im Umweltbericht des ABD etwas von Frachtflügen. Wohl aber von Flugtaxis: das wird verschwiegen. Die Realität ist, dass die Unternehmer, Manager, usw. eben mit diesen zu ihren Anschluss-Flughäfen fliegen werden.
        Zu diesem Zeitpunkt muss darüber diskutiert werden, worüber wir im Juni abstimmen abzustimmen haben!!

      • saustall_kritiker

        Der Zufall will es, dass ich gerade vorgestern in HR (Hessisches Fernsehen) einen aktuellen Bericht über den Flughafen Kassel Calden gesehen habe. Auch dort wollte die Politik vor 5 Jahren den Flughafen neu lancieren. Man stellte eine Managerin ein, die mit salbungsvollen Worten damals vor 5 Jahren versicherte, sie werde dafür sorgen, dass der Flughafen in ein zwei Jahren schwarze Zahlen schreibt (das Interview wurde vorgestern gezeigt 🙂 ). Gekommen ist es ganz anders: Die Managerin musste entlassen werden, der Flughafen schlitterte immer tiefer in die roten Zahlen. Jetzt, wo man sieht, dass nicht einmal mehr die Feriencharter funktionieren, will man auf Frachtflüge setzen. Die Situation ist eine ganz ähnliche wie bei uns, auch in diesem Fall nur knapp 200 km von einem funktionierenden Flughafen (Frankfurt am Main) entfernt und daher von Jahr zu Jahr immer weniger überlebensfähig, wie alle Experten unisono sagen. Auch dem Frachtflugverkehr dort geben die Experten keine Chance.
        Auch unsere Flugplatzbefürworter hier in Bozen hören genauso wenig auf die Experten und wollen wohl genauso wie jene in Kassel mit großer Wucht auf die Nase fallen, nachdem sie wieder Millionen und Abermillionen an Steuergeldern verbraten haben.
        Ich hoffe jetzt nur, dass die Südtiroler Bevölkerung beim Flugplatzreferendum genauso unabhängig von den Empfehlungen der S(üdtiroler) V(etternwirtschafts) Partei entscheidet wie die Bozner gestern beim Benko-Referendum. Und das Flugplatzprojekt mit mindestens dem Prozentsatz ablehnt wie gestern die Bozner das Benko-Projekt befürwortet haben. 🙂 🙂 🙂 . Sagen wir der Vetternwirtschaft doch endgültig ade!!!!!!   .

    • marting.

      nur noch ein Grund um gegen den Flughafen zu stimmen!

    • gerry

      Auf Anfrage an die Landesregierung. Wann haben die jemals die Wahrheit gesagt. Seit 20 Jahren wird nach Strich u. Faden gelogen. Dieser Flughafen hat keine Berechtigung und ich hoffe dass unsere Bürger beim Referendum ihren gesunden Hausverstand benutzen .

    • sepp

      gerry das der flughafen kimp isch schun sicher wie amen in gebet les dir amol die abstimmungs frage ob das land finanziern soll oder nicht des isch koane klare frage die frage muiss hoassen flughafen JA oder NEIN
      und oans kenn mo ins sicher sein a Hintertürchen wird sich schun au tien das Gelder fliesen
      der flughafen isch für a poor leit für Politiker und für unternehmen die Geld damit verdien

    • lissnamol

      Frachtflüge hin, Frachtflüge her. Es ist schon fast rührend, wie Herr Blaas Argumente anführt, warum ein Frachtflugverkehr von Bozen aus nicht möglich ist. Eine verantwortungsvolle Opposition könnte vielleicht mal aufzeigen, welche Chancen ein solcher Service bieten könnte. Da hat Herr Gufler schon recht.
      Ach ja, wir brauchen ja keine zusätzlichen Arbeitsplätze. Wir haben ja eh fast Vollbeschäftigung. Wer sorgt dafür? Die ach so bösen Unternehmer, die mit dem Flughafen nur Geld verdienen wollen.
      Ich sage: gottseidank gibt es zigtausende Leute, die einfach anpacken. Die arbeiten, die anderen Leuten Lohn und Brot geben. Die dabei Risiken eingehen und sich nicht scheuen, mit neuen Produkten und Dienstleistungen zur Sicherung unseres Wohltandes beizutragen. Dazu kann und darf auch ein Flughafen seine Rolle spielen.

      • eisacktaler

        @lissnamol
        Bin ganz deiner Meinung. Und dass nur darüber abgestimmt werden kann ob sich die Provinz weiterhin finanziell beteiligt liegt einfach an der Tatsache dass nur das zur Debatte steht. Ob schliessen oder nicht liegt nicht in der Entscheidungsgewalt der Provinz. Und die Bauern aus der Umgebung die jetzt laut nach der Loyalität der restlichen Bauern im Land schreien sollten mal darüber nachdenken wie es mit ihrer Loyalität gegenüber der Wirtschaft und Tourismus aussieht, die ja immerhin einen Großteil der großzügigen Beiträge die die Bauern bekommen erwirtschaften.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen