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Pfefferspray am Brenner

Bei einer Protestaktion von Menschenrechts-Aktivisten gegen den Grenzzaun am Brenner kam es am Sonntag zu Ausschreitungen. DAS VIDEO.

Am Brenner kam es am Sonntag bei einer Demo von Menschenrechts-Aktivsten gegen die geplanten Grenzzkontrollen am Brenner zu Ausschreitungen.

Knapp 1000 Menschen nahmen am Sonntagnachmittag an der Demo teil, darunter auch die Grünen-Politiker aus Südtirol Hans Heiss und Riccardo Dello Sbarba.

imageDie Kundgebung stand unter dem Motto: „Aufstehen gegen die Grenzen der Festung Europa.“ Die Demonstranten sprühten Slogans wie „Refugees welcome to EU“ auf den Teer und auf Schilder. Das Schild der Republik Österreich wurde mit „Welcome“ übersprüht.

Die Stimmung auf der Demo kippte gegen 15.00 Uhr als – nach Agenturberichten – eine Gruppe von 50 Aktivisten plötzlich die Polizei attackierte. Als die österreichische Polizei die Straße abriegelte, wurden aus den Reihen der Demonstranten Steine und Bengalische Feuer geworfen. Es kam zu turbulenten Szenen, die Polizei setzte auch Pfefferspray ein.

Es kam auch zu Festnahmen.

Fotos: Gerhard Kernstock

Fotos: Gerhard Kernstock

Es liegt indes auch eine Stellungnahme des Tiroler LH Günther Platter vor.

Er verurteilt die Gewalt gegen PolizistInnen bei der Demonstration am Sonntag am Brenner scharf: „Es ist legitim, in der Frage von Grenzkontrollen geteilter Meinung zu sein, und es hat auch jeder das Recht, seine Meinung im Rahmen einer friedlichen Kundgebung zu äußern. Wenn dieses Recht aber für die Anwendung von Gewalt missbraucht wird, geht das zu weit und ist entschieden abzulehnen. Wenn DemonstrantInnen jene PolizistInnen, die für die sichere Durchführung und Abwicklung einer Demonstration sorgen, attackieren, ist das nicht zu tolerieren und verlangt nach harten Strafen!“

Landeshauptmann Günther Platter

Landeshauptmann Günther Platter

Nach aktuellem Stand gehen die Behörden derzeit von fünf verletzten PolizistInnen aus. 100 PolizistInnen waren bei der Demo am Brenner im Einsatz, zudem der Polizeihubschrauber Libelle, das Rote Kreuz mit sieben Rettungstransportwägen, die Feuerwehr Gries am Brenner und Beamte des Staatsschutzes Italien. „Ich hoffe, dass es der Polizei rasch gelingt, die gewalttägigen Urheber auszuforschen“, so Tirols Landeshauptmann.

Unabhängig von den zu verurteilenden Vorfällen am Brenner bekräftigt LH Platter am Sonntag einmal mehr seine Linie in der Flüchtlingspolitik.

image„Es braucht eine spürbare Reduktion der Flüchtlingsbewegungen nach Europa. Niemand von uns wünscht sich Grenzkontrollen am Brenner. Wenn allerdings die Europäischen Staaten nicht in der Lage sind, die Außengrenzen abzusichern, ist Österreich gezwungen, Grenzkontrollen am Brenner durchzuführen. Über die Einrichtung des Grenzmanagements wird lageabhängig vom Innenministerium entschieden“, so LH Platter abschließend.

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Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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