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    Die Anti-Airport-Front

     

    Stefan Zelger, Sekretär der Landtagsfraktion und Myriam Atz Tammerle

    Stefan Zelger, Sekretär der Landtagsfraktion und Myriam Atz Tammerle

    Die Opposition freut sich über Niki Laudas kritische Worte zum Bozner Flughafen – und sieht den LH auf der Verliererseite.

    Als „Ammenmärchen“ bezeichnet die Süd-Tiroler Freiheit die Behauptung der Flughafenbefürworter, wonach Südtirol nicht erreichbar sei. Mit diesem Argument sollen die Bürger überzeugt werden, wie dringend der Wirtschaftsstandort Südtirol den Flughafen brauche.

    Myriam Atz Tammerle führt seit mehreren Jahren einen Gasthof in der Tourismushochburg Schenna. Die Fakten, so die Landtagsabgeordnete, sprächen gegen die Behauptung der Unerreichbarkeit:

    „Im Zeitraum von 1980 bis 2014 hat sich die Zahl der Übernachtungen in Südtirol fast verdoppelt. Misst man die Übernachtungen an den Einwohnern, weist Südtirol eine der höchsten Tourismusdichten ganz Europas auf.“

    Auch Andreas Pöder giftet gegen den Flughafen: Die ernüchternden Aussagen des ehemaligen Formel-1-Stars Niki Lauda zum Bozner Airport ließen Arno Kompatscher und die Flughafenlobby „ziemlich nackt dastehen“, so der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion.

    Lauda hat die Tauglichkeit Bozens als Regionalflughafen sowie die Wirtschaftlichkeit deutlich in Frage gestellt und auch die geografische Lage des Bozner Flughafens nochmals als Negativpunkt herausgestellt. Pöder sieht in diesen Aussagen eines Fachmanns und Unternehmers eine „Entlarvung der Pro-Argumente der Flughafenlobby“.

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    Kommentare (9)

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    • sigmundkripp

      Das Problem bei Lauda war offensichtlich, dass er nur von Benko eingeladen und für sein Befürworten des KHB höchstwahrschinlich fürstlich belohnt wurde. Jetzt müssten also auch die Flughafenausbauer nachlegen und Lauda eine schöne Prämie zukommen lasse; vielleicht lässt er sich dann auch noch zu einem Meinungsumschwung hinreißen!

      • markusgufler

        Die grundsätzliche Annahme dass jeder der nicht zum eigenen Weltbild passt das nur tut weil er mit Geld dazu bestochen wurde sagt glaube ich schon mal sehr viel über die Person aus die so etwas von sich gibt.
        Ein Niki Lauda sieht und beantwortet die Frage aus Sicht einer Fluglinie bzw. eines Flughafenbetreibers. D.h. er bewertet die Rentabilität rein auf dessen Betrieb bezogen. Den volkswirtschaftlichen Nutzen welcher durch den den Ausbau entsteht hat er nicht berücksichtigt. Also zusätzliche Arbeitsplätze, Kapitalzufluss, Investitionen, bessere Auslastung, größeres Einzugsgebiet mit für Südtiroler Preise zahlungskräftigen Gästen.
        Würde man die selben, rein auf den Betrieb bezogenen Kriterien, auf andere Verkehrsmittel anwenden würde sich selbstverständlich auch keine Bahn- oder Buslinie und auch keine Seilbahn rentieren. Auch Radwege finanzieren sich nicht einmal ansatzweise selbst. Der Nutzen und die Rentabilität ergibt sich indirekt.

        • gerecht

          Lauda ist ein Teilhaber der SIGNA gruppe,
          Klar da muß er dafür stimmen …
          Bahn- oder Buslinie, und die Gesundheit sind die Basis der Grundversorgung
          und sollen auch gegen kleinen Entgelt alle Nutzen dürfen …
          was bei Flughafen das Entgelt größer ist, aber denoch als Steuerzahler alle zahlen müßen auch wenn es sich leisten können und genau das ist ungerecht …
          denoch wird bei der Grundversorgung weiter eingespart werden, weil es muß der Flughafen bezahlt werden ,,,
          Meine Meinung die Reichen haben nicht das Notwendige für den Luxus und deswegen ist denen alles recht …

        • yannis

          @markusgufler
          ein sehr weit hergeholter Schmarrn !

          Herr Lauda ist unter den ganzen „Experten“ zu BZO der EINZIGE der die fachliche Kompetenz hat eine Aussage über die Wirtschaftliche Seite des Flughafens zu treffen.

          Eigentlich auch nicht schwer, da sich bislang keine Airline und sicher auch „Niki-Air“ kein Interesse an einer Destination BZO zeigt.

    • guyfawkes

      @sigmundkripp
      Ich finde es ganz schön anmaßend wie Sie Herrn Lauda unterstellen, dass er seine Meinung für Geld problemlos ändern würde. Im Übrigen ist es überhaupt nicht „höchstwahrscheinlich“ dass Herr Lauda von der KHB „fürstlich belohnt wurde“: bekanntlich ist Herr Lauda nämlich an der Sigma beteiligt und vertritt insofern „eigene Interessen“.
      Anstatt ironische Kommentare über Herrn Lauda abzugeben, könnten Sie auch einfach froh sein, dass er seine kritische Meinung zur Tauglichkeit/
      Wirtschaflichkeit des Flughafens Bozen geäussert hat: da er nicht im Verdacht steht den Flughafen wegen „linker/grüner Ideologie“ abzulehnen, dürfte dies für die Befürworter doch ein empfindlicher Rückschlag sein.

      • markusgufler

        Hast Du den Text fertig gelesen: „Und für Mini-Flughäfen mit weniger als 200.000 Passagieren wie Rostock-Laage ändert sich nichts: Wie bisher muss deren Unterstützung nicht in Brüssel zur Genehmigung vorgelegt werden“
        Es geht hier um EU- oder staatliche Fördergelder, nicht um das was wir uns selbst finanzieren. Wäre es so müssten wir hier gar einige Dinge die für uns selbstverständlich geworden sind aufgeben.

    • kleiner_mann

      Niki Lauda hat recht. Es fehlen die dafür notwendigen Passagiere um einen Flughafen Bozen rentabel zu erhalten.

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