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    Gespaltenes Edelweiß

    Im Senat beginnt die Debatte über das Gesetz zur Homo-Ehe. Die SVP-Politiker Hans Berger und Karl Zeller sind geteilter Meinung.

     von Matthias Kofler

    In Italien geht der Streit um die rechtliche Anerkennung homosexueller Partnerschaften in die entscheidende Runde. Der Senat befindet seit Donnerstag über den seit Monaten heiß umkämpften Gesetzentwurf von Ministerpräsident Matteo Renzi. Die Vorlage orientiert sich am deutschen Vorbild der eingetragenen Lebenspartnerschaft, in der Schwule und Lesben weitgehend die Rechte und Pflichten von Eheleuten übernehmen. Nach dem Willen des Ministerpräsidenten sollen gleichgeschlechtliche Paare auch das Recht erhalten, das leibliche Kind ihres Partners zu adoptieren.

    Genau hier in der Frage des Adoptionsrechts liegt der meiste Zündstoff. Auch die SVP-Fraktion ist gespalten: Während sich Hans Berger gegen das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Partnerschaften ausspricht (siehe Interview mit dem Senator), wählt sein Fraktionschef Karl Zeller einen – wie er selbst sagt – „pragmatischen Ansatz“: „Wenn wir A – also Ja zur Homo-Ehe – sagen, dann müssen wir auch B sagen.“

    Laut dem SVP-Senator ist die Streichung des Artikels 5 zu den Adoptionen keine echte Alternative. Denn die Adoptionen grundsätzlich zu verbieten, sei nicht möglich. „Wenn wir das Thema ausklammern, dann lassen wir weiter die Gerichte entscheiden“, erklärt Zeller. Die Gerichte würden schon jetzt von Fall zu Fall und im Interesse des Kindes über eine Adoption durch den gleichgeschlechtlichen Lebenspartner befinden. Deshalb sei die „ideologische Debatte“, die derzeit im Parlament geführt werde, fehl am Platz: „Entweder wir Politiker haben die Schneid, den Tatsachen ins Auge zu schauen, oder wir verstecken uns und überlassen den Gerichten die Entscheidung“, so Zeller. Letzteres sei aber weder besonders sympathisch noch zielführend, sondern vielmehr „ein Armutszeugnis für das Parlament“. „Ich bin grundsätzlich auch für Mann und Frau“, sagt der SVP-Politiker, „aber ich muss zur Kenntnis nehmen, dass es auch andere Formen von Partnerschaften gibt.“

    Was den übrigen Gesetzestext betrifft, schlägt der SVP-Stratege kritische Töne an: Zwar sei es richtig, Italien in der Frage der Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften an den europäischen Standard anzupassen. „Wir hätten aber nicht eins zu eins vom deutschen Text abschreiben sollen, sondern eine begriffliche Differenzierung zur Ehe beibehalten sollen“, sagt Zeller. Auch wenn das in der Praxis wenig ändern würde.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (10)

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    • hubi

      In der Bibel werden Schwule als Knabenschänder bezeichnet und das zu Recht. Und so jemanden Kinder anvertrauen, ist einfach diabolisch. Die sollen Ihren Perversitäten zu Hause hinter verschlossenen Türen nachgehen und nicht normal empfindende Menschen auf die Nerven gehen.

      • erbschleicher

        @hubi
        In welchem Wald lebst du denn?

        • franz

          erbschleicher
          Ganz unrecht hat hubi nicht, besonders was die Adoption oder die Leihmutterschfat betrifft. Kinder soll man in Ruhe lassen,schließlich habe Kinder ja auch Rechte, wie das Recht auf einen Papi und einer Mami.

          • melina

            In der Bibel steht auch „kein Sex vor der Ehe“ oder, dass man seine Kinder töten soll, falls sie frech werden.
            Wenn man eine Perspektive aufgrund der Bibel vertretet, so muss man auch den restlichen Versen tun. Die Bibel ist nicht zum Rosinenepicken da.

            Eine wesentlicher Punkt den sie vergessen haben:
            Warum braucht Kind Vater UND Mutter?
            Was kann Vater, was Mutter nicht kann (und umgekehrt)?
            Was sollten Folgen der Abwesenheit eines Geschlechtes sein?
            Warum ignorieren Sie den Fakt, dass es zahlreiche Studien gibt, die belegen, dass sich gleichgeschlechtliche Eltern nicht von andersgeschlechtlichen unterscheiden?

    • franz

      Abgesehen davon , dass diese Forderungen bezüglich “ddl cirinna “ aus verschiedenen Gründen ein totaler Schwachsinn ist, frage ich mich wie Senator Zeller zu diesem Schluss kommt.
      Ob ihn Renzi, in Sachen Südtirol) vielleicht bestimmte Zugeständnisse in Sachen Südtirol gemacht hat ( was so gesehen ja durchaus zu begrüßen wäre ) darüber kann man nur spekulieren.
      Senator Zeller ist ja ein alter Fuchs und kennt Renzis.
      Um dieses “ ddl cirinna“ durchzubringen hat Renzi, vermutlich sogar eine Kabinetzumbildung gamacht und dabei den NCD mehr Minister gegeben wie ihn laut Stimmen zustehen würden.
      http://www.ilfattoquotidiano.it/2016/01/28/governo-al-via-mini-rimpasto-costa-agli-affari-regionali-e-dorina-bianchi-ai-rapporti-parlamento/2414800/

    • sepp

      fran du lebsch no in 1800 jahrhundert

    • franz

      sepp
      Schon im 1800 war es so wie es in 100 oder 500 Jahren auch noch sein.wird.
      Homosexuelle werden mit ihren sexuellen Praktiken nie Kinder Zeugen können.
      Naturgesetze – Sepp !
      Ich glaube jdenfalls nicht daran, bis ich nicht eines Tages einen schwngeren Mann sehe. 🙂
      Oder glaubst Du daran ?

    • franz

      ……Ich glaube jedenfalls nicht daran, bis ich nicht eines Tages einen schwangeren Mann sehe. 🙂

      • melina

        Na dann müssen Sie aber auch älteren Menschen verbieten zu heiraten. Die können ja schließlich in ihrer zukünftigen Ehe auch keine Kinder zeugen. Paare, die kinderlos bleiben wollen so wie Frauen/Männer die augrund irgendwelcher angeborenen Faktoren unfruchtbar sind und für immer bleiben, sollte dann die Ehe auch vorenthalten bleiben. Warum steht das nicht so im Gesetz geschrieben?

      • melina

        Apropo „schwangere Männer“. Glauben Sie was Sie wollen, aber so etwas gibt es schon 😉

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