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    „Wollen kein Militär“

    Bernhard Zimmerhofer (Süd-Tiroler Freiheit)

    Bernhard Zimmerhofer (Süd-Tiroler Freiheit)

    Der Landtagsabgeordnete Bernhard Zimmerhofer fordert in einem Beschlussantrag die Landesregierung auf, sich für eine entmilitarisierte Zone Süd-Tirol einzusetzen.

    Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, fordert in einem Beschlussantrag die Landesregierung auf, sich für eine entmilitarisierte Zone Süd-Tirol einzusetzen. Seit Mitte Dezember patrouilliert das italienische Militär wieder an den Grenzen zu Nord- und Ost-Tirol. Die Quästur in Bozen begründet dies damit, dass diese Maßnahme Teil eines staatlichen Programms sei, das auch andere Grenzbereiche im italienischen Staatsgebiet umfasst.

    „Entgegen allen Beteuerungen und Sonntagsreden von vielen Europa- und Landespolitikern, wonach die Grenzen nur noch in den Köpfen bestehen würden, werden wir jetzt wieder eines besseren belehrt. Die Untergrabung des Schengen-Abkommens bedeutet einen herben Rückschlag für Südtirol und für ein gemeinsames Europa“, so Zimmerhofer. „Militär sollte, wenn überhaupt, nur an den EU-Außengrenzen zum Einsatz kommen. Diese Entwicklung erinnert gerade uns Südtiroler wieder zwangsläufig an ein dunkles Kapitel unserer Geschichte. Deshalb sollten wir uns für eine entmilitarisierte Zone Südtirol einsetzen!“

    Für Zimmerhofer sprechen aber noch weitere Gründe für eine Entmilitarisierung:

    „Unser Land ist keiner direkten äußeren Bedrohung ausgesetzt. Die italienischen Gebirgstruppen haben im Alpenbogen auf ihrem Staatsgebiet noch genügend Raum für Kasernen und Truppenübungsplätze, außerdem identifiziert sich unsere Bevölkerung nicht mit dem italienischen Militär!“

    Umso unverständlicher sei es, dass gerade die Landesregierung aufgrund der mit dem Verteidigungs- und Finanzministerium geschlossenen Abkommen eine weitere Militarisierung und damit Italianisierung des Landes fördere.

    Auch im Verfassungs-Gesetzesentwurf zur Anerkennung des Selbstbestimmungsrechts des Landes Südtirol, ausgearbeitet durch den ehemaligen italienischen Staatspräsidenten Francesco Cossiga, war unter Artikel 5 Absatz 4 folgendes vorgesehen:

    „Sollte das Volk des Landes Südtirol – Autonome Provinz Bozen sich für die Bildung eines unabhängigen, freien und souveränen Staates aussprechen, oder den Anschluss an die Republik Österreich […] begehren, dann werden die Einheiten der italienischen Streitkräfte und der Finanzgarde innerhalb von 48 Stunden das Gebiet des Landes Südtirol-Autonome Provinz Bozen verlassen.“

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    Kommentare (35)

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    • romanok66

      Lassen wir doch die Schützen patroullieren … oder sollen die gleich mitabgeschafft werden?

    • Schorsch

      Werter Herr Zimmerhofer, bedenken Sie doch auch wie viel Geld durch die Berufssoldatinnen und -soldaten nach Südtirol kommt. Viele mieten eine kleine Wohnung außerhalb der Kaserne, viele kaufen in unseren Läden ein, viele zahlen für diverse Freizeitaktivitäten, viele holen ihre Familienangehörigen in deren Urlaub nach Südtirol, viele kommen nach dem Militärdienst selbst lebenslang nach Südtirol in den Urlaub usw.
      Ihre Forderung ist reiner politischer Populismus, sie schadet in Wahrheit sehr vielen Südtirolern.

      • Stefan H.

        „Viele mieten eine kleine Wohnung außerhalb der Kaserne“. Informier Dich bitte besser, Schorsch. Die Wohnungen sind Militärwohnungen.
        Zudem wäre Südtirol als Urlaubsland ohne die gräßlichen Kasernen und die knatternden Militärhubschrauber viel schöner.

        • Schorsch

          @ Stefan

          Da brauch ich mich echt nicht „besser zu informieren“, sondern kann mich auf meine tägliche Erfahrung berufen. Dies offensichtlich ganz im Gegensatz zu dir. Du hast echt keine Ahnung wie viele Mitglieder des Heeres, vor allem Soldatinnen, in privaten Wohnungen eingemietet sind. Teilweise werden sogar Wohnungen für eine gewisse Zeit käuflich erworben und nach einigen Jahren wieder – vor allem an Einheimische – verkauft. Die Kasernen und Militärwohnungen decken eben nur einen Teil des Wohnbedarfes der Berufssoldaten und -soldatinnen ab.
          Du irrst auch im zweiten Teil deines Schreibens. Das Militärwesen ist nicht nur allgemein betrachtet ein Wirtschaftsmotor im Land, gerade im Bereich des Tourismus hat es sogar nachhaltige, langfristige positive Auswirkungen.
          Schließlich sollten wir, neben allen anderen genannten Argumenten, auch nicht vergessen, dass das Militär im Katastrophenfall den örtlichen Rettungskräften ein wichtiger Helfer sein kann.
          Du kommst sicher nicht aus einem Ort mit einer größeren Kaserne, ansonsten könntest du nicht so wirklichkeitsfremd argumentieren. Aber Hauptsache andere frech auffordern sich zu informieren.

          • Stefan77

            Die hunderte Hektar Kulturgrund die das Militär in Südtirol gestohlen hat, haben also keinen Wert? Die auf gestohlenen Grund errichteten Kasernen, die meisten in einem desolaten Zustand, sind eine wahre Augenweide in der Landschaft. Die hunderte Militärwohnungen welche auf Kosten der Südtiroler Steuerzahler errichtet werden, sind dann wahrscheinlich auch positiv zu sehen. Dass Südtirol aufgelassene Militärareale teuer kaufen muss, welche eigentlich unentgeltlich übergehen müssten, ist sicherlich auch positiv zunwerten. Die Hubschrauberflüge, auch Nachts, sind für alle Bewohner des Bozner Talkessels und der Touristen wahrscheinlich ein Highlight. Dass die Militärangehörigen in Uniform gratis die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen ist sicherlich auch positiv. Einige Südtiroler würden sogar ihre Großmutter verkaufen, nur um ein paar Cent mehr in der Tasche zu haben, Leute wie Sie z.B. Eine Stationierung von Militär in Südtirol ist absolut nicht zu rechtfertigen. Erstens grenzen wir ausschließlich an Staaten an, von denen keinerlei Gefahr ausgeht, und für Katastrophenfälle sind wir mit dem Südtiroler Zivilschutz und den Feuerwehren bestens abgedeckt.

            • google

              @Stefan77
              Sollen dann die Carabinieri auch weg ?

            • Aber-Hallo

              Das italienische Militär muss uns vor den Lokal-Milizen schützen.

            • Franz

              Stefan77
              Das ist doch ein völliger Schwachsinn was Du da schreibst.
              1. die bereits Aufgelassenen Militärareale wurden mit einen Tausch für Wohnungen an das Land Südtirol abgetreten.
              2.) Du glaubst doch nicht im Ernst, dass der italienische Staat 70 ha Baugrund in zum Teil zentraler Wohnlage bzw. 14 Kasernen ohne Gegenleistung dem Land überlässt.
              Wenn Du davon überzeugt bist, dann marschier einfach mit ein paar Schützen nach Rom und fordere unter Androhung eines Staatsstreiches die Rückgabe des Landes- Südtirol. 🙂
              Und, dass der italienische Staat das Heer bzw. die Carabinieri abzieht dürfte wohl auch eine Illusion sein.

            • Stefan77

              Ja, sie sind ja Teil der Streitkräfte. Dafür sollte eine Landespolizei in Südtirol für Recht und Ordnung sorgen

            • Garuda

              Also manche hier schreiben einen totalen Stuss :

              1. Sind die Carabinieri seit langem kein Teil des italienischen Heeres mehr.
              2. Wieviele Berufssoldaten in Südtirol außerhalb der Kasernen Wohnungen oder WGs mieten zeigt allein der Umstand, dass Berufseinsteiger angeblich 700€ verdienen und kaum Wohnungen in Südtirol unter 500€ zu finden sind.

              Also wie sehr diese in Südtirol lebenden Berufssoldaten die Wirtschaft ankurbeln sollten , scheint mir fraglich.

            • Franz

              Garuda, “ manche hier schreiben einen totalen Stuss.
              1. Sind die Carabinieri seit langem kein Teil des italienischen Heeres mehr. “(….)

              L’Arma dei Carabinieri è una delle quattro forze armate italiane, assieme a: Esercito Italiano, Marina Militare ed Aeronautica Militare inoltre annovera anche il ruolo di forza di polizia in ambito civile. Per via della sua doppia natura di forza armata e forza di polizia le sono devoluti compiti militari in cui concorre alla difesa della Patria, garantisce la sicurezza delle rappresentanze diplomatiche italiane all’estero, partecipa alle operazioni militari in Italia e all’estero sulla base della pianificazione d’impiego delle forze armate stabilita dal capo di Stato Maggiore della Difesa, attua l’esercizio esclusivo delle funzioni di polizia militare e sicurezza per l’Esercito, per la Marina Militare e per l’Aeronautica Militare, nonché, ai sensi dei codici penali militari, esercizio delle funzioni di polizia giudiziaria militare alle dipendenze degli organi della giustizia militare.
              Compiti di polizia, nel cui ambito esercita funzioni di polizia giudiziaria e di pubblica sicurezza.

            • Stefan77

              @Franz
              Dies ist mein erster und einziger Kommentar, den ich an Sie richten werde. Ich habe es mir bisher immer verkniffen, auf Ihre zum größtenteils menschenverachtende Kommentare einzugehen. Mir ist die Zeit einfach viel zu schade, um mit solch homophoben Menschen zu diskutieren, weshalb ich auf Ihren Kommentar nicht eingehen werde. Nur eines möchte ich loswerden, wer so homophob ist wie Sie (Ihre Kommentare strotzen sonst vor Homophobie), der ist wahrscheinlich selbst latent homosexuell, getraut sich jedoch nicht dazu zu stehen. Um Ihrer Reaktion zuvorzukommen, bin weder schwul (bin glücklich verheiratet), bin kein Drogenkonsument und auch kein Grünen-Sympathisant.
              Eine Anmerkung an die Redaktion: Eine Kontrolle von Kommentaren des Users Franz wäre höchst angebracht, gehen diese doch, meiner Ansicht nach, oft über das Recht der freien Meinungsäußerung hinaus.

            • Garuda

              @Stefan77

              Ich kann Ihrem Kommentar zum User Franz vollkommen zustimmen.

              Sie bringen es exakt auf den Punkt

            • Franz

              Stefan77
              Deine dummen Kommentare werden mir sicher nicht fehlen, wenn Du nicht mehr schreibst.
              Keine Argumente keine Ahung, nur eine große Klappe, als so gesehen machst Du Dir selbst einen Gefallen wenn Du einfach die Klappe hällst.
              @ Garuda
              was den Obertrottel Garuda betrifft der meint,
              , ” manche hier schreiben einen totalen Stuss.
              1. Sind die Carabinieri seit langem kein Teil des italienischen Heeres mehr. ”(….)
              Wie gesagt erst informieren bevor Du einen totalen Blödsinn schreibts warmer Bruder. Garuda Größeren Stuss wie Du schreibt bestimmt niemand.

    • Seffa

      A bissl Hetzen hot allm no Stimmen gebrocht, des hat schun die Eva gewisst.
      A guets Neues!

    • jok

      früher oder spater wermer froah sein is militär zu hobm.

    • bergbauer

      ich wäre eher für eine politikerfreie Zone in Südtirol…..

    • anarchoseppl

      Wer brauch heutzutage noch Militär.. Sobald uns die Amerikaner angreifen, können wir uns sowieso nur ergeben und hoffen, dass sie uns nicht so abschlachten wie die Indianer.

      Für Katastrophen haben wir die Feuerwehr und leider Polizei, Gemeindepolizei, bzw. Finanz, bzw, Carabinieri, und nicht zu vergessen die Förster, bzw………..

      Ein Militär ist viel zu teuer.. und steht für Gewalt, Zerstörung, Unterdrückung.. allessamt negative Begriffe..

      Soldaten sind Mörder…

      Peace&Love

      • lora

        Noch schlimmer sind die Jäger, die Lebewesen umbringen, aus purer Lust am Töten.

      • Franz

        anarchoseppl
        Anarchisten brauchen natürlich kein Militär, am libsten auch keine Polizei logisch.
        Was mich auch nicht wundert, bei jemand der noch in der Steinzeit lebt, und meint: “Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zurecht ein Sklave. “ Ein Anarchist hat natürlich andere Vorstellungen zur Weltordnung .z.B eine Gesellschaft ohne staatliche Institutionen und ohne Eingriffe von Polizei und dergleichen, eine politische Philosophie ganz nach Stefan Blankertz -Batman’s *Gestalttherapeut
        Ach, anarchoseppl schon der Name verrät dass der gute Mann ein Anarchist ist, der am liebsten irgendwo in aller Ruhe seinen Joint raucht und vom Böllern nicht mitbekommt, abgesehen davon , dass Anarchisten und Ökofreaks sowieso nicht viel mitbekommen

        • anarchoseppl

          Man muss ein überdurchschnittlicher Blitzmerker sein, um zu erkennen dass der Name Anarchoseppl für eine anarchistische Denkweise steht. Gratulation zu dieser Erkenntnis. Für einen ängstlichen kapitalistischen Polizeistaatanhänger gar nicht mal so übel. Geht doch..

          Wieso brachst Du ein Militär? vor wem fürchtest Du dich? Vor den Italiener, Islamisten, Russen, Deutschen, Amerikaner?
          Oder hast Du Angst dass die ohne Militär das Benzin ausgeht?

    • Einereiner

      Bravo STF!
      Wir brauchen hier kein italienisches Militär. Die können besser in Sizilien Krieg spielen. Südtiroler geht eh keiner mehr dazu.

    • THEMA

      Mit was für Blödsinn sich die Leute abgeben,nur um in die Zeitung zu kommen.

      • anarchoseppl

        Steuergelderverpulvern kein THEMA? Ich kann meine Steuern aus Gewissensgründen nicht mehr bezahlen.. Ich kann keinen halben Cent für Militär, Mord, Bombardierung, Rüstung bezahlen.. tut mir leid..

        macht ihr Schafe das..

        • Schorsch

          Dem Herrn der SF geht’s doch nicht um das Einsparen von Steuergeld, jedenfalls schreibt er davon kein Wort. Die politisch Rechten sind im Bereich von Polizei / Sicherheit / Militär – im Gegensatz zu den Grünen – meist sogar eher für höhere Ausgaben und mehr Personal. Die Blauen in Südtirol treten sogar für eine verstärkte Videoüberwachung ein, obwohl in ihrem Parteiprogramm das genaue Gegenteil steht. Herrn Zimmerhofer geht es lediglich aus politischen Gründen darum das Militär aus Südtirol zu verschicken.

      • Stefan77

        Der Obergrüne Thema ist also ein Militarist? Nicht nur bei diesem Thema sind die Südtiroler Grünen in total konträrer Position zu den Europäischen Grünen.

    • google

      Einfach ein Wahnsinn was für Leute mit Steuergeldern bezahlt werden.

    • Naz

      Was man sich nicht alles einfallen lassen muss um wieder mal in einer Lokalzeitung zu einer Notiz zu schaffen.

    • Yannis

      >>>Die Untergrabung des Schengen-Abkommens bedeutet einen herben Rückschlag für Südtirol und für ein gemeinsames Europa“, so Zimmerhofer<<<

      Das Schengen-Abkommen war und ist eines der Überflüssigsten Dinge die sich Europa leistet.
      Was hat der Normal Europäer davon wenn jedwedes Gesindel unbemerkt und unkontrolliert
      kreuz und quer durch Europa reisen kann ?
      Außerdem wird trotz "Schengen" auch innerhalb dieses Raumes nicht selten kontrolliert.
      wie z.B. beim Boarding mitten in der Nacht in ATH und auch bei der Ankunft um 3:30 Uhr in CGN noch auf dem Flugfeld, also exterritorialen Gebiet.
      Zumindest in ATH hat ein Pass/Passagier für die Griechische Polizei nicht zur Reiseroute gepasst, immerhin.

      • THEMA

        „Exterritoriales Gebiet“? Am letzten Tag des Jahres immer noch so dumm ? Das Flugzeug in der
        Luft gehört zum Staat in dem es registriert ist. Der Boden, auf dem es landet gehört dem Staat.
        Lesen Sie, zumindest auf Wikipedia, was ein exterritoriales Gebiet ist.

        • Franz

          Menschen mit einen Dachschaden wie der User Thmea gehört in die klappsmühle.
          Fanatiker des Islam die sich nicht von Attentaten wie das auf “CHARLY HEBDO“ bzw das Attentatt vom 13.11.2015 in Paris distanzieren gehören in den Knast, wie z.B THEMA.

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