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Neue Schlafplätze

Gemeinsam mit der Stadt Bozen stellt das Land Südtirol 90 neue Schlafplätze für Obdachlose und Flüchtlinge zur Verfügung. Die Details.

Rund einhundert Menschen mussten in den letzten Tagen und Wochen die kalten Bozner Nächte im Freien verbringen. Während der Präsentation der diesjährigen Flüchtlingsstatistiken am Montag blieb man noch vage – einen Tag darauf setzt das Land nun auf Lösungen.

30 Schlafplätze werden ab Dienstag Abend in der Bozner Reschenstraße zur Verfügung stehen, 60 weitere Plätze werden  ebenfalls heute Abend in einer Schul-Turnhalle in der Cadorna-Straße für Schutzsuchende geöffnet.

Ein erster Schritt zu einem neuen Flüchtlingsheim? Nein, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher heute, „wir machen keinen Unterschied zwischen Obdachlosen und Flüchtlingen. Es sind Menschen, punto e basta.“

Der Zugang zu den neuen Schlafstellen soll, ähnlich wie in den bereits geöffneten Strukturen im Bozner Boden, äußerst unbürokratisch funktionieren. Das heißt: Ausweise oder Aufenthaltsgenehmigungen sind keine Voraussetzung für ein (kurzfristiges) Dach über dem Kopf.

„Wir machen keinen Unterschied zwischen Obdachlosen und Flüchtlingen. Es sind Menschen, punto e basta.“

Weil die Schul-Turnhalle nach Ende der Ferien wieder für Schüler offen stehen soll, wird eine weitere Struktur innerhalb der nächsten Wochen gefunden werden, kündigte Kompatscher an.

„Wir wissen, dass ein größeres Angebot auch mehr Nachfrage zur Folge hat“, erklärte der Landeshauptmann, „aber das kann noch kein Grund sein, das Angebot nicht zu schaffen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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