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    „Wir bleiben hart“

    „Wir bleiben hart“

    Matteo Renzi will die Bargeldobergrenze auf 3.000 Euro anheben – doch parteiintern gibt es heftigen Widerstand. Warum SVP-Fraktionschef Daniel Alfreider trotzdem siegessicher bleibt.

    TAGESZEITUNG Online: Herr Alfreider, die Linken im PD wehren sich gegen eine Anhebung der Bargeldobergrenze. Fällt damit Ihre größte politische Errungenschaft ins Wasser?

    Daniel Alfreider: Ich hoffe, dass es mit der Anhebung der Bargeldobergrenze klappen wird. Dazu habe ich auch schon mehrere Gespräche mit Regierungsvertretern und dem Präsidenten der Bilanzkommission geführt. Ich habe klar aufgezeigt, warum es eine Anhebung braucht. Der Wille der Regierung ist es, das Vorhaben so durchzusetzen.

    Warum braucht es eine Anhebung?

    Der HGV und andere Verbände aus Südtirol berichten von ihren Erfahrungen mit der Bargeldobergrenze von 1.000 Euro – und sie haben darlegen können, dass diese Grenze im Endeffekt nichts gebracht hat. Die Schwarzgeldzahlungen konnten nicht unterbunden werden. Schauen Sie: Wenn ein Kunde heute eine Ware für 1.100 Euro kaufen und in bar bezahlen will, dann darf er das nicht. Für ihn besteht nur mehr die Möglichkeit, schwarz zu zahlen. Und auch dem Verkäufer sind die Hände gebunden: Er könnte höchstens auf den Verkauf komplett verzichten – was total absurd ist. Mit einer höheren Bargeldobergrenze hätte der Betrieb die Möglichkeit, den Verkauf offiziell abzurechnen und eine Rechnung auszustellen – so wie es in großen Teilen Europas schon der Fall ist.

    Können Sie sich einen Kompromiss von 2.000 Euro vorstellen?

    Nein, wir werden hart bleiben. Die 3.000 Euro sind schon sehr, sehr tief gesetzt. Der europäische Richtwert liegt bei 15.000 Euro.

    Im Nachbarland Frankreich gibt es eine Obergrenze von 1.500 Euro …

    Ja, aber erst seit zwei Monaten. Auch Frankreich wird sehen müssen, dass dieser Weg der falsche ist. In Deutschland und Österreich liegt die Grenze viel höher. Und dort gibt es fast keinen Schwarzmarkt. In Italien werden jährlich 60 Milliarden Euro am Fiskus vorbeigewirtschaftet. Das zeigt doch, dass der ideologische Machtkampf im PD reine Augenauswischerei ist.

    Die Regierung ist auf Ihrer Seite?

    Die Regierung will Härte zeigen und in diesem Punkt nicht nachgeben. Es sind nur noch einige Details zu regeln: etwa dass Mietgeldzahlungen und bestimmte andere Operationen nicht in bar bezahlt werden dürfen.

    Ist die Anhebung der Obergrenze entscheidend für eine Zustimmung der SVP zum Stabilitätsgesetz?

    Nein, wir wollten damit eine wichtige Diskussion in Italien anregen. Unsere Zustimmung hängt aber allein von Südtirol-spezifischen Fragen ab.

    Wobei die Folgen der 1.000-Euro-Grenze in Südtirol stark zu spüren sind …

    Trotzdem muss man das relativieren. Ich bin jedenfalls gespannt darauf zu sehen, wie sich die PD-internen Kritiker verhalten, wenn Renzi hierzu die Vertrauensfrage stellt. Ich bin zuversichtlich und hoffe das Beste.

    Interview: Matthias Kofler

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    Kommentare (53)

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    • wert

      Ist das nicht die Errungenschaft anderer ?????

    • Andreas

      Alfreider, was ist denn das für eine Argumentation?
      “ Wenn ein Kunde heute eine Ware für 1.100 Euro kaufen und in bar bezahlen will, dann darf er das nicht. Für ihn besteht nur mehr die Möglichkeit, schwarz zu zahlen.“
      Er hat natürlich noch andere Möglichkeiten, nämlich mit Überweisung oder Karte zu zahlen, so wie es die Gesetze vorsehen.
      Mit Ihrer Argumentation könnte ich auch auf der Mebo 200 fahren, da ich es möchte und keine andere Möglichkeit habe als dies illegal zu machen. Würden Sie auch ein solches Verhalten als alternativlos hinstellen, wie Sie es hier bei Schwarzgeld machen?

      Sie stellen die Betriebe als arme Opfer hin, welche wegen den bösen Gesetze genötigt werden, illegale Geschäfte zu machen. Anscheinend ist für Sie der Begriff Ehrlichkeit recht dehnbar.

      Die Argumentation mit dem Ausland funktioniert auch nicht, da es einen Mentalitätsunterschied gibt.
      In südlicheren Gefilden ist es Volkssport den Staat zu besch…ßen und mehr Steuerehrlichkeit erreichen Sie nur, wenn die Möglichkeiten der Steuerhinterziehung massiv eingeschränkt werden.
      Durch die dadurch erzielten höheren Steuereinnahmen könnten die Steuern gesenkt werden, was die Zahlungswilligkeit wieder verstärken würde.

      • barfusler

        ich sehe kein so großes moralisches Gefälle zwischen Nord und Süd oder denkst Du unseren nördlichen Nachbarn ist nicht bewusst dass sie mit einer niederen Bargeld-Obergrenze auf so manchen Deal mit vor allem östlichen Nachbarn verzichten müssten ;))

      • Darwin

        Sehr gut argumentiert. Der Mentalitätsunterschied Deutschland – Italien hat sich vermindert (2.000.000.- Italiener assimiliert) und in Deutschland hört man nun täglich von Steuerhinterziehung nicht nur beim Fußball.!!!
        Die hohen Mehrwertsteuersätze laden dazu ein!

      • Mister X

        @Andreas,
        komische Logik, „wenn ein Kunde heute eine Ware für 1.000 Euro kaufen und in BAR bezahlen will“ kann er mit Überweisung oder Karte zahlen?????
        Er will ja BAR bezahlen.

        Ungefähr so wie wenn der Lehrer sagte: “ Wenn ihr hier rumscheien wollt, seid ihr still, oder geht woanders hin.“

      • BatMan

        @Andreas,
        Wenn du glaubhaft rüberkommen willst, mußt du
        AUFHÖREN DICH SELBER ZU BESCHEIßEN,
        DENN DAMIT BIST DU MEISTER!

        Weißt du nicht, dass die einzig gesetzlichen Zahlungsmittel, Münzen und Papiergeld sind.
        Eigentlich müßte man sich die Frage stellen, was hier vorgeht, wenn Zahlungen mit den einzigen gesetzlichen Zahlungsmitteln, nur mehr eingeschränkt getähtigt werden können.

    • Honecker

      die grösste politische errungenschaft des krautwlaschn biabls ist eine massnahme zur steuerhinterziehung.
      coole aussage:
      Schauen Sie: Wenn ein Kunde heute eine Ware für 1.100 Euro kaufen und in bar bezahlen will, dann darf er das nicht.

      schon mal was von bancomat/kreditkarte gehört, Herr „onorevole“?

      • Senoner

        Schon mal was von Privacy gehört?
        Wenn ich in einem Restaurant mit meinen Freunden ein Gelage veranstalte und dafür 1200 Euro ausgebe, braucht der Fiskus davon nichts mitzukriegen: Auch dass ich in Sardinien auf Urlaub war und dafür 2500 Euro ausgegeben habe, geht den Bankangestellten meiner Bank nichts an. Ebenso braucht meine Frau nicht zu erfahren, wieviel die neue Armbanduhr beim Juwelier gekostet hat, die ich ihr zu Weihnachten geschenkt habe. Es soll auf meinem Bank-Auszug nicht aufscheinen.

      • THEMA

        Ist es Pflicht des Bürgers die Banken duch Kredit- und Ec Karten zu mästen ? Muss die Bank wissen was und wo ich etwas einkaufe ?

    • Zeri0

      Der Verkäufer kann ja auch 2 (oder mehrere) Kassabons ausstellen !

    • Specht

      Hoteliere machen Druck wegen Bargelderhöhung.Gäste kommen in Urlaub und wollen Barzahlungen machen.Schwarzgeld!!!!

      • Puschtrabui

        Specht, ist dir lieber die italienischen und ausländischen Gäste geben das Bargeld in Österreich aus wo sie ihr Bargeld gerne loswerden? Das machen jetzt auch ganz viele Einheimische, die anstatt hier einzukaufen, lieber ins benachbarte Ausland fahren, wegen der Bargeldgrenze!!!! Wenn das Schwarzgeld im Land bleibt, geht es allen viel besser, Steuern müssen wir eh viel zuviel zahlen….

      • Senoner

        Bargeld ist nicht gleich Schwarzgeld!

        Bargeld wird erst dann zu Schwarzgeld, wenn für den Betrag keine Rechnung ausgestellt wird. Und genau das geschieht, wenn der Betrag über 1000 Euro liegt, denn dann darf der Verkäufer keine Rechnung dafür ausstellen – der Verkäufer ist also gezwungen schwarz zu kassieren oder auf den Verkauf zu verzichten.

        Über die Herkunft der Bargeld-Menge sollte der Verkäufer sich nicht den Kopf zerbrechen müssen. In dem Moment, wo er eine Rechnung ausstellt, werden korrekt die Steuern bezahlt. Die Herkunft der Bargeld-Menge zu untersuchen ist wennschon, dann Aufgabe der Finanzler. Aber wahrschienlich war der Käufer ja selbst gezwungen Bargeld ohne Rechnung zu akzeptieren, weil er eine Dienstleistung für über 1000 Euro angeboten hatte… es entsteht also eine Schattenwirtschaft mit Schwarzgeld, die nur unterbrochen werden kann, wenn jemand in der Kette legal eine Rechnung für höhere Barbeträge ausstellen darf. Also weg mit diesem dummen Limit, der nur die Schattenwirtschaft fördert!

        • Andreas

          Nenne mal einen einzige Grund, wo privat oder geschäftlich zwingend mit Bargeld gezahlt werden muss.
          Dass irgend jemand in Deinem privaten Umfeld nichts wissen darf, kannst Du mit einem 2. Konto vermeiden.
          Es ist richtig, dass jemand anfängt die Schattenwirtschaft zu bekämpfen, ich würde dafür Bargeld sogar weltweit abschaffen.

          Die Gebühren für Karten und Überweisungen sind teilweise zu hoch, das stimmt, doch diese kann man deckeln.

          • BatMan

            @Andreas, (HÖRT HÖRT)
            will weltweit das EINZIG GESETZLICHE ZAHLUNGSMITTEL abschaffen!
            Du solltest dringend einmal einen IQ – Test machen und ihn als Anhang unter deine gescheiten Kommentare dranheften.

    • barfusler

      Wieder einmal zum Schämen.
      Ich verstehe nicht warum nicht schon längst was unternommen wurde dass europaweit eine einheitliche Bargeld-Obergrenze eingeführt wurde. Ist ja klar dass so die „Schlaueren“ mit vor allem ausländischen Schwarzgeldzahlern ins Geschäft kommen wollen.
      Zumindest aber von unseren Politikern hatte ich mir erwartet dass sie einen Schritt weiter denken und auf sauberes Geld aus sind. Alfreider soll sich lieber dafür einsetzen dass zusammen mit unseren ausländischen Nachbarn was gegen die Steuersünder unternommen wird. Was ist los mit unserer Europaregion Tirol, was ist los mit den in Südtirol ansonsten so gepriesenen Kontakten zu Österreich und Deutschland?

    • Werner

      Viele Ausländer, z.B. Russen, zahlen bar. Wenn man ihnen sagt sie sollen bitte mit Kteditkarte zahlen, verzichten sie auf das Geschäft. Oft liegt es auch nur an den horrenden Gebühren (4%) die ihnen die russische Bank auferlegt.
      Das Mario Monti es gut sieht das man 1-3% Kreditkartengebür abzockt, ganz zu schweigen.
      Auf 3000€ ist das eine beachtliche Summe die schlißendlich der Kunde zahlt, auch wenn man es gerne verschweigt.
      Übrigends gehen diese Gebühren zum Teil unversteuert ins Ausland.

      • barfusler

        Es liegt „nur“ daran? Sie haben natürlich den Durchblick und wissen dass das ungerechtfertigte Gebühren sind. Sie wollen besser wissen was Schwarzgeld ist und was nicht?
        Genauso wie auch wir versuchen die Kaufkraft im Land zu behalten tut es eben halt auch der russische Staat. Ob wir es gerecht finden oder auch nicht, Geld das am Fiskus vorbei geschleust wird ist und bleibt Schwarzgeld.

        • Senoner

          „Geld das am Fiskus vorbei geschleust wird ist und bleibt Schwarzgeld.“ Und das hat rein gar nichts mit der Bargeldgrenze zu tun! Die Bargeldgrenze ist nur ein lästiges Limit, das dazu führt, dass JEDE Zahlung über 1000 Euro nicht mehr in bar sondern zwingend schwarz kassiert werden muss, sofern man nicht elektronische (und somit kostenpflichtige) Methoden verwenden will.
          Wenn jemand schwarz zahlen will, dann zahlt er eben schwarz – dafür gibt es kein Limit.

          Eine niedere Bargeldgrenze gereicht allein den Banken und Kreditinstituten zum Vorteil (kein Wunder, dass die Idee von Monti kam), die für eine Überweisung entweder einen Fixbetrag von mindestens 70 Cent oder bis zu 4% verlangen (egal ob Bankomat, VISA, AmEx oder Banküberweisung – schaut mal eure Kontospesen an!). Man wollte mit dieser Massnahme wohl die Banken sanieren, aber sicher nicht die Schattenwirtschaft unterbinden (was nachweislich ja nicht gelungen ist – im Gegenteil!)

          • barfusler

            Wenn eine europaweite einheitliche Obergrenze festgelegt ist, so weiß der Gast was ihn erwartet und muss sich dementsprechend einrichten. Ihr Argument, dass wegen der Bargeldgrenze, wenn der Gast es so möchte, schwarz kassiert werden muss, leuchtet mir jedenfalls nicht ein. Der Gast kann ja auch nicht, nur weil er evtl. möchte, mit Rubel zahlen.
            Wenn Sie aber nicht einsehen, weshalb bei bargeldloser Zahlung so viel an Kreditinstitute abzugeben ist, dann schlage ich vor, dass das Problem wo anders gesucht und gelöst werden muss.
            Nur am Rande, zur Privacy, gibt es nicht auch die aufladbare Kreditkarte bei der die Bank nicht mitbekommt wer wo was zu welchem Preis bezahlt hat?

            • Senoner

              Du hast wohl gar nichts verstanden:
              1. Es ist nicht nur der Gast (vornehmlich aus Russland), der in bar zahlt – das ist ein allgemeinder Irrglaube.
              2. Bargeld ist die einzige Zahlungsmethode bei der der Geldwert erhalten bleibt. Das heisst es ist keine Bank dazwischen, die bei jeder Bezahlung mitkassiert. Das ist gut so.
              3. Jede Form von bargeldloser Zahlung ist verfolgbar, auch die aufladbare Kreditkarte. Der gläserne Mensch lässt grüssen.

              Es gibt keinen Dienst der Banken, der nicht irgendwie mit Kosten verbunden ist – warum sollten sie den Dienst sonst wohl anbieten?!? Überleg dir das mal!

              Das Märchen von der Bekämpfung der Steuerhinterziehung ist nur ein billiger Vorwand – es geht allein darum die „untere Schicht“ der Menschen zu kontrollieren und auszupressen wie eine Zitrone.

      • Honecker

        das überschreiten der grenze mit mehr als 12.500 euro ist strafbar, wenn dieses nicht angemeldet wird.

    • THEMA

      Der russische Staat? Ja wenn er horrende Gebühren verlangt dann zahlen die Leute eben
      in bar und schwarz. Denken vor schreiben !

    • Franz

      Matteo Renzi will die Bargeldobergrenze auf 3.000 Euro anheben
      Das mit den Bargeldobergrenze auf 3.000 Euro anheben ist ein Witz und reine Propaganda von Renzi bzw. eine reine Augenauswischerei der Regierung Renzi .
      Alfreider hat wohl recht wenn er meint. wir werden hart bleiben. Die 3.000 Euro sind schon sehr, sehr tief gesetzt. Der europäische Richtwert liegt bei 15.000 Euro.
      Während Renzi einerseits mit diesen Propaganda Aktionen das Volk zu täuschen versucht, versucht er im gleichen Moment im Stabilitätsgesetz 2016 alle Erstwohnungen von der Steuer zu befreien.
      Womit er Tür und Tor für große Steuerhinterzieher öffnet.
      Auf Sardinien gibt es hunderte von Besitzern von Luxus-Villen die in sogenannten Steuerparadiesen in der Schweiz -Panama- Virgin Island usw. ihren Sitz haben .
      ihre Immobilien vermieten und die Miete in der Schweiz natürlich schwarz kassieren.
      http://www.repubblica.it/cronaca/2014/04/05/news/gallura_inchiesta_su_ville_intestate_a_societ_off-shore-82793909/

    • Unternehmer

      Die effizienteste Methode das „Schwarzgeld“ im großen Stiel zu reduzieren (und um das geht es eigentlich, nicht um den kleinen Handwerker, der mal um 1.000 Euro eine kleine Arbeit macht und mit dem Geld mit der Familie ein Wochenende ans Meer fährt) wäre einfach die großen Schein ab Euro 50,00 abzuschaffen. Möchte dann sehen, wer dann noch mit 1 Mio. Schwarzgeld im Koffer unterwegs ist. Das sind nämlich die Summen, die dann wirklich für den Staat große Einbußen bedeuten. Das bisschen Schwarzgeld was bei uns im Kleinen kursiert hilft eigentlich der heimischen Wirtschaft, da es hilft komplizierte Abläufe schneller und einfacher abzuwickeln. Seien wir da mal ehrlich!

    • Helga

      Die Anhebung der Bargeldgrenze auf 3000 Euro, ist in einem Staat wie Italien wieder ein Rückschritt. 80% der normalen Bürger haben nie in ihrem Leben Gelegenheit, solche Summen bar in der Hand zu haben. Also es ist wieder eine Förderung von Schwarzgeld ung sonst nichts.

    • Jena Plisskien

      .. und was ist, wenn jemand etwas um 3.100 Euro bar kaufen will?

      Provokation off

    • ?

      Also ich verstehe nicht ganz, wie die Bargeld-Obergrenze „Schwarzzahlungen“ verhindern soll.

      Denn dafür braucht es immer zwei: Einen, der das Produkt/Leistung ohne Rechnung abgibt, und einen, der „schwarz“ bezahlt.

      Wenn sich diese zwei Parteien also einig sind, erschließt sich mir nicht, inwiefern eine Bargeldgrenze diesen Deal verhindern soll??

      Nur mit der (weltweiten) Abschaffung des Bargelds könnte man diese Probleme eventuell in den Griff bekommen, eine Bargeld-Obergrenze bewirkt in Sachen Steuerhinterziehung NICHTS!

      Und wenn wir von Barzahlungen reden, wenn ich ein Produkt, das z.B. 2000 Euro kostet, in bar bezahle und der Verkäufer dafür regulär eine Rechnung ausstellt, dann ist das doch keine Schwarzzahlung…

    • Specht

      Ich bin für Abschaffung von Bargeld.Jeder Beleg soll Abschreibbar sein von Mod. 730 .Staat übernimmt Spesen von Bank.Also es gibt kein Schwarzgeld mehr!!!!! Der Staat währe Saniert ,Schuldenfrei in einigen Jahrzehnten!

    • ART DÉCO

      Wieso wird so viel über Bargeldgrenze von 1.000 – 3.000 € diskutiert?

      Das Schwarzgeld haben gewisse Südtiroler ecc. in Österreichs Banken gut angelegt und kümmern sich nicht um diese
      unnützen Diskussionen, sie können darüber disponieren nach Belieben.

      Nebenbei lachen sie die ehrlichen Steuerzahler, die auch für die unehrlichen herhalten müssen, aus. Habe leider dies
      erfahren.

    • Franziska

      Bargeldzahlungen gehören auf Null reduziert, das heißt überhaupt verboten, und aus mit dem Gemugle, genauso wie fürs Autofahren der Alkoholgehalt im Blut auf Null zu setzen wäre um Klarheit zu schaffen. (http://www.elaborare.com/35935-tasso-alcolemico-test-limiti-sanzioni-guida-stato-di-ebbrezza/)

    • BatMan

      THEMA, immer gescheit daherschreiben und nicht einmal wissen was der Satz bedeutet!

    • Senoner

      @Franziska, Helga, Specht und all die anderen, die am liebsten das Bargeld abschaffen würden:
      Schaut mal euren Kontokorrent-Auszug an. Was steht da als „Spesen“ drauf? Wieviele Bankbewegungen habt ihr im Jahr? Was wenn da in Zukunft für jeden Kaffee, jedes Autotanken, jedes Brötchen, jede paar Socken, jeden Kinobesuch oder jede Busfahrt 0,70 bis 2 Euro oder gar 3% abgezogen werden? Das wären dann wohl mehrere tausend Euro im Jahr, die einer Familie am Jahresende fehlen. Diese wundert sich dann, dass sie sich nicht mehr den Urlaub leisten kann. Eure Kurzsicht ist bedauernswert – rechtfertigen müsst ihr es vor euren Kindern!

      Die Bankspesen und Prozente bei den Kreditkarten sind dasselbe Übel wie der Zinseszins, wo sich Geld regelrecht in „Luft“ auflöst und uns in eine Spirale von immer grösseren Schulden treibt.

      Mit Steuerhinterziehung hat das rein gar nichts zu tun. Durch die Bargeldgrenze hat sich die Steuermoral in keiner Weise verbessert – dies ist inzwischen erwiesen. Wer dennoch die Bargeldgrenze fordert ist entweder bescheuert oder ein Bankier.

      • Andreas

        Die Kosten für Überweisungen lassen sich deckeln und es ich auch jetzt schon so, dass viele auch 10-20 Euro Beträge z.B. im Interspar mit Bancomatkarte bezahlen, was ich jetzt auch nicht wirklich verstehe.
        Bargeldgrenze bringt nicht sonderlich viel gegen Steuerhinterziehung, das stimmt, Abschaffung des Bargeldes aber sehr wohl.
        Das Bargeld macht ca. 2% des Geldwertes aus, welches im Umlauf ist.
        Warum nimmst Du also an, dass bei einer Abschaffung dieser 2% die Welt untergeht bzw. dass die, welche es fordern, bescheuert sind?
        Und wie schon geschrieben, nenne doch mal ein paar Gründe wo zwingend mit Bargeld gezahlt werden muss.

        • Senoner

          Bargeld gänzlich abschaffen geht gar nicht. Dann erfinden die Leute eben eine andere Form von Wert-Karten (wie bereits in Vergangenheit geschehen) oder zahlen in Naturalien.

        • Franz

          (…..) , nenne doch mal ein paar Gründe wo zwingend mit Bargeld gezahlt werden muss. ?
          Also so einen Schwachsinn habe ich schon längst nicht mehr gehört
          Nehmen wir als praktisches Beispiel den Fall “Urlaub in Griechenland“, plötzlich funktionieren weder Bankomat-Karte noch Kreditkarte alles, außer Betrieb das einzige Zahlungsmittel = also Bargeld.
          Womit würde Andreas also seine Pizza oder das Hotel bezahlen. ? 🙂

          • Franz

            http://www.tt.com/home/10213418-91/griechenland-zahlte-iwf-rate-nicht-neue-verhandlungen-ab-mittag.csp

            Letztes Update am Fr, 03.07.2015 21:54 TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe
            Griechen im Ausland wegen Kartensperren in Not
            17:44 Uhr
            Die Kreditkarte gesperrt, die Bankkarte nutzlos: Viele Griechen, die auf Reisen sind oder verreisen wollen, durchleben schwierige Zeiten. Vor allem diejenigen, die schon im Ausland sind, konnten nach der Verhängung der scharfen Kapitalverkehrskontrollen in dieser Woche oftmals ihre Hotels nicht bezahlen und waren auf Leihgaben angewiesen.
            Auch Griechen, die ins Ausland wollten, konnten teilweise ihre Flug- oder Fährtickets bei ausländischen Anbietern nicht via Karte kaufen. Die Lösung sei, „cash zu zahlen“, sagte ein Mitarbeiter einer der größten Reiseagenturen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.
            Der griechische Nachrichtensender Skai fährt seit Tagen eine Kampagne unter dem Motto „Wir alle können es zusammen schaffen – ich kehre zurück“. Griechen, die im Ausland stecken geblieben sind, können sich hier melden. Privatleute und andere griechische Unternehmen helfen ihnen dann, in die Heimat zurückzureisen.

    • Brigitte

      Ausschnitt aus einer Reservierungsbestätigung für Stammgäste unserer kleinen gastgewerblichen Vermietung:
      „Da die gesetzliche Bargeldbeschränkung von Euro 999,00 leider immer noch gilt, bitten wir Sie, kurz vor Ihrer Anreise oder während Ihres Aufenthaltes nochmals mindestens Euro 62,00 zu überweisen. Den Restbetrag können Sie auch gerne in bar begleichen. Die Ortstaxe muss vor Ort bar bezahlt werden.“

    • ?

      @Andreas

      Dann kommentiere doch mal folgendes Beispiel:

      August, eine Bar im Zentrum von Bruneck. Hunderte Passanten trinken einen Macchiato. So, alles muss mit Bancomat abgerechnet werden. Viel Spaß den Betreibern…

      Das selbe gilt übrigens für viele Bars in Südtirol, wo Arbeiter und Angestellte am Morgen vor Arbeitsbeginn oder kurz vor Ende der Mittagspause schnell noch einen Kaffee trinken, das Personal hat jetzt schon alle Hände voll zu tun, unmöglich, das mittels elektronischer Zahlung zu stemmen, es fehlt einfach die Zeit!

      Bargeld hat also schon seinen Sinn…

    • Franz

      Als ich zu einen Freund gesagt habe, dass man das Geld abschaffen würde, meinte er: ihn sei das egal er habe schon kein`s mehr .:-)

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