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    Ungehorsamer LH

     

    Bildschirmfoto 2015-05-24 um 18.10.52Jetzt beschäftigen sich auch die Medien in Deutschland mit dem Südtiroler Landeshauptmann, der Rom in Sachen Flagge & Kriegseintritt die Stirn bietet. Und der SPIEGEL zitiert die TAGESZEITUNG.

    Der unselige Flaggen-Streit – und die knallharte Position des Südtiroler Landeshauptmannes!

    Jetzt beschäftigen sich auch die großen Medien in Deutschland mit Arno Kompatschers zivilem Ungehorsam in Sachen Trikolore und Feiern zum Kriegseintritt.

    Was uns als TAGESZEITUNG freut: Spiegel Online zitiert uns!

    Ein Auszug aus dem Spiegel-Online-Artikel:

    „In der mehrheitlich deutschsprachigen Provinz Südtirol weigerten sich Behörden allerdings, wie von Italiens Regierung angewiesen die Nationalflagge – Tricolore – vor offiziellen Gebäuden zu hissen.

    Bildschirmfoto 2015-05-24 um 18.29.42Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte, der Beginn eines Krieges, der Tod und Leid gebracht habe, verdiene es nicht, gefeiert zu werden. Er wäre stattdessen bereit gewesen, die Fahnen auf halbmast zu setzen – so wurde es etwa auf Anweisung des scheidenden Bürgermeisters Luigi Spagnolli in der Provinzhauptstadt Bozen gemacht, wo am Sonntag Stichwahlen stattfanden. Beide Politiker erklärten sich aber bereit, sich an der landesweiten Schweigeminute zu beteiligen.

    Kompatscher betonte: „Wir gedenken heute natürlich der Opfer, doch unser Gedenken gilt auch den Ursachen für den Ersten Weltkrieg, nämlich Nationalismus, Imperialismus und Hegemonismus“, wie „Die neue Südtiroler Tageszeitung“ berichtet. Deshalb gehe es heute darum, so Kompatscher, „die richtigen Schlüsse aus der Vergangenheit zu ziehen, damit wir weiterhin gemeinsam an einem friedlichen Europa arbeiten.“

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (20)

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    • hr

      Ein Armutszeichen….für den Spiegel,wenn er es nötig hat, die Tageszeitung zu zitieren…

      • Andreas

        Sie wurden von SPON und nicht vom Spiegel zitiert, sind getrennte Redaktionen und Chefredakteure.

      • helmut

        Das verstehe ich nicht.

        Wenn die Tageszeitung einen informativen Artikel bringt und ein anderes Medium daraus zitiert – wieso ist das dann ein Armutszeichen?

        Nach meinem Verständnis wäre es ein Armutszeichen, wenn jemand eine interessante Mitteilung deshalb nicht zitieren würde, nur weil sie aus einer Zeitung stammt, die er zufällig nicht so gut leiden kann.

    • goggile

      hr ein Armutszeugnis dass di do herinn ummotreibsch in an medium des nit mogsch.

    • silvii

      Poscht soll glei still sein .wos muss der sich überoll einmieschn.
      Kirche hot ginua dreck am steckn luckn olls zua so a Bande .

    • Yannis

      Warum sollte Südtirol für ein Ereignis die Tricolore hissen an dessen Ende die Annexion Südtirols durch Italien stand ?
      Ohne dieser Annexion hätte Südtirol nämlich rein gar nix mit dieser Flagge zu tun !

      • Albert

        österreich hat Südtirol schon vor dem Kriegseintritt Italiens angeboten. Südtirol war für beiden Nationen nur ein Spielball.

        • Garuda

          @Albert

          Das stimmt eben nicht.

          Italien forderte vom Bündnispartner die Brennergrenze, die Deutschen drängten Österreich zu diesem Zugeständnis mit dem Verweis darauf, dass nach dem Krieg die Zusage neu verhandelt werden solle.

          Österreich-Ungarn lehnte zum Ärger von Deutschland ab, denn immerhin forderten die erpresserischen Italiener nicht nur die Brennergrenze, sondern auch Triest usw. und dies sollte alles auf Kosten der Donaumonarchie geschehen. Da hatten die Deutschen leicht zusagen können, nur Österreich stimmte nicht zu.

          Was dann aber fatal war, denn die Eröffnung der Südfront wurde für Österreich-Ungarn zum Fiasko, aber auch für die Italiener, nachdem die Deutschen Gebirgskrieger entandten, obwohl sich ja Deutschland mit Italien weiterhin nicht im Kriegszustand befand.

          Also kein rühmliches Blatt der italienischen Geschichte mit den fatalen Isonzo-Schlachten, aber gerade einen verräterischen Kriegseintritt gegen den ehemaligen Bündnispartner soll heute für Italien ein Beflaggen aller öffentlichen Gebäude Wert sein?

          Man sieht immer wieder, dass Italien nicht nur moralisch und ökonomisch im Niedergang ist, sondern auch noch in seinem Geschichtsverständnis unter jeder Kritik und unter jedem Niveau ist.

          • helmut

            Garuda hat Recht!

            Es ging nicht nur um den Raub Südtirols, sondern auch darum, Österreich-Ungarn von der Adria zu verdrängen, um die dalmatinische Küste gewinnen zu können und den italienischen Einfluss Richtung Balkan ausdehnen zu können (Albanien).

            Man träumte in Rom vom „mare nostrum“ und davon, wie zu Zeiten des alten Roms die vorherrschende Macht im Mittelmeerraum und eine bedeutende Landmacht in Mitteleuropa zu werden.

            Dazu war die Vernichtung des „Erbfeindes“ Österreich notwendig.

            Auf den die nationalistische Freimaurerclique in Rom ohnedies nicht gut zu sprechen war, weil Österreich ein katholischer Staat und ein Verbündeter der den Freimaurern verhassten Kirche war.

          • Sarah

            „die erpresserischen Italiener“
            „verräterischen Kriegseintritt“
            „die nationalistische Freimaurerclique in Rom“

            Also wenn jemand den moralischen und ökonomischen Niedergang Italiens aufzuhalten und das Geschichtsverständnis auf ein annehmbares Niveau zu heben vermag, dann Helmut und Garuda, die zwei Diplomaten des Tz-Forums. Gute Nacht ihr Helden.
            Hier ein etwas neutralere Sicht auf die Ereignisse im Jahre 2015

            http://www.tageszeitung.it/2014/03/28/die-brennergrenze-war-der-preis/

            • helmut

              Und wo ist der Widerspruch?

            • helmut

              Außerdem, liebe Sarah:

              Dass Italien im Jahre 1915 erpresst hat, ist ein Faktum und wird von keinem ernst zu nehmenden Historiker bestritten.

              Dass die Kriegserklärung an den eigenen Verbündeten als Verrat bezeichnet werden kann, ist wohl kaum zu bestreiten.

              Was sonst ist ein Verrat?

              Das entschuldigende Wort vom „sacro egoismo“ sollte dieses Verhalten für rechtens erklären. Das ist aber die Argumentation von Gaunern.

              Auch Hitler war der Meinung, dass nur der „sacro egoismo“ zählt und dass man keine Rücksichtnahme auf Verträge, Völkerrecht und Menschenrechte nehmen muss.

              Dass das italienische Freimaurertum in der irredentistischen Tradition und in Gegensatz zur welthumanistisch ausgerichteten deutschen und österreichischen Freimaurerei stand, ist unter Geschichtskundigen bekannt.

              Ebenso bekannt ist, dass hierbei die Grenze zu imperialistischem Verhalten (Mazzini, Garibaldi) rasch überschritten war.

          • Martin

            Nein Das wurde alles schon 1923 ausgehandelt und verkauft. Und nicht erst nach dem 2ten Weltkrieg

    • michl

      Bo,Was für eine Leistung.Hoch den Kompatscher.
      Haben wir das bekommen ,für die verschenkten Milliarden Haushaltsgeld?
      Was für ein Hauptmann!
      Wen interesiert wer wo welche Fahne aufhängt?
      Von mir aus kanns auch eine alte Unterhose sein.Spielt doch keine Rolle.

    • schorsch

      Historisch nachweisbar: seit Anfang des 19. Jahrhunderts forderte die italienische Freimaurer-Loge die Brennergrenze. Daß man dies hier nicht weiß, wirft ein bezeichnendes Licht auf den Wissens-Horizont. Freischärler, von der Loge finanziert, wollten ins Land einfallen, die Schützen schlugen alle zurück – ist das alles nicht bekannt?
      Wir müssen denen in Rom dankbar sein. Mit dieser irren Forderung kann sich hier im Lande keiner solidarisieren. Ein aufgelegter Elfmeter, die Welt wird aufmerksam auf den real existierenden Faschismus.
      Die Römer gingen einen großen Schritt zu weit – und können nicht mehr zurück. Das kommt davon, wenn man geistig im Faschismus/Nazismus stehen bleibt.

    • bergbauer

      wenn der spiegel sich der Sache schon annimt,dann will das etwas heißen…

    • Wusler

      Kritik an die Redaktion:
      Das Bild des Papsts ist irreführend und irrelevant. Warum zu diesem Artikel der Papst im Bild gezeigt wird entzieht sich meiner Kenntnis, vielleicht kann das der Zuständige erklären?

    • Wusler

      Wenn es die Redaktion vom Spiegel zu verantworten hat, noch schlimmer!

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