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    Mannings Radikalisierung

    Das Ensemble: Ich denke – aus irgendeinem skurrilen Grund -, dass ich vielleicht etwas ändern könnte. Aber vielleicht bin ich auch nur jung, naiv und dumm. (Foto: Robin Wiegelt)

    Das Ensemble: Ich denke – aus irgendeinem skurrilen Grund -, dass ich vielleicht etwas ändern könnte. Aber vielleicht bin ich auch nur jung, naiv und dumm. (Foto: Robin Wiegelt)

    Die VBB zeigen Tim Price´s Stück über den Whistleblower Bradley Manning.

    Am 21. August 2013 wird Bradley Manning von einem US-Militärgericht zu 35 Jahren Haft in einem Militärgefängnis verurteilt, weil er Unmengen geheimer amerikanischer Armee- und Regierungsunterlagen an Wikileaks weitergegeben hat. Damit wird über Manning die Höchststrafe ohne Chance auf Bewährung verhängt. Er wird zum Verräter und von anderen als Held gefeiert. Am 22. August 2013 gibt Manning über seinen Anwalt bekannt, er fühle sich seit seiner Kindheit als Frau, wolle mit einer Hormonersatztherapie eine geschlechtsangleichende Maßnahme einleiten und von nun an Chelsea Elizabeth Manning genannt werden. Noch vor etwas mehr als zehn Jahren war Manning ein schwuler Teenager in West Wales, ging zur Schule, wollte studieren, hatte Sehnsüchte, Träume und hochgesteckte Lebensziele. Wer oder was ist verantwortlich für seine Radikalisierung?

    Das hochbrisante Stück zeichnet auf emotionale, ehrliche und sehr innovative Weise das Leben des bekannten Whistleblowers bis zu seiner anfänglichen Haftzeit nach und legt in Rückblenden einen Schwerpunkt auf die Jugendjahre in Wales. „In dieser Geschichte sind Bradley Mannings Schuljahre fiktiv. Alles andere sind Tatsachen“, schreibt Tim Price zu Beginn seines preisgekrönten Stücks. Daniela Kranz inszeniert das Stück für die Vereinigten Bühnen Bozen als Koproduktion mit dem Landestheater Niederösterreich. Es spielen Swintha Gersthofer, Pascal Groß, Christoph Kail, Hannes Perkmann, Jan Walter, Lisa Weidenmüller.

    Termin: Premiere ist am 4. März um 20.00 Uhr im Stadttheater Bozen.

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